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90PLUS » WM-Gruppenphase: Türkei trifft zweimal in drei Versuchen gegen die USA — nach 62 Schüssen ohne Tor in zwei Spielen
Fußball NewsWM 2026

WM-Gruppenphase: Türkei trifft zweimal in drei Versuchen gegen die USA — nach 62 Schüssen ohne Tor in zwei Spielen

Klaus Hürbl
26.06.26, 09:08
Klaus Hürbl
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Arda Güler
Foto: Getty Images

Die Türkei hat im dritten WM-Gruppenspiel gegen die USA in der ersten Halbzeit zweimal in drei Versuchen getroffen. Das ist insofern bemerkenswert, als die Mannschaft in den zwei vorangegangenen Partien bei 62 Abschlüssen kein einziges Tor erzielt hatte. Arda Güler lieferte dabei einen prägnanten Joker-Auftritt.

Die Zahlen: 62 Versuche, kein Tor — dann Halbzeit zwei in drei

Zwei Gruppenspiele, 62 Abschlüsse, null Treffer — das war die Ausgangslage der Türkei vor der Partie gegen die USA. Solche Kennzahlen deuten in der Regel auf eines von zwei Problemen hin: entweder auf eine außergewöhnlich schlechte Chancenverwertung oder auf eine erhebliche Diskrepanz zwischen xG und tatsächlicher Schussqualität. Wahrscheinlich auf beides.

Gegen die USA änderte sich das Muster abrupt. Zwei Treffer in drei Versuchen in der ersten Halbzeit entsprechen einer Effizienz, die mit dem vorangegangenen Turnierverlauf kaum in Einklang zu bringen ist. Ob das eine strukturelle Korrektur war oder eine statistische Normalisierung, lässt sich auf Basis der verfügbaren Daten nicht abschließend beurteilen — die Richtung war jedenfalls eine andere.

Arda Güler: Joker-Auftritt mit symptomatischer Wirkung

Arda Güler kam als Einwechselspieler und hinterließ offenbar einen hinreichend deutlichen Eindruck, um als zentraler Faktor der Partie wahrgenommen zu werden. Für einen 20-Jährigen, der in den vergangenen Wochen immer wieder mit Verletzungs- und Formfragen konfrontiert war, ist ein solcher Auftritt auf dieser Bühne nicht selbstverständlich.

Dass ausgerechnet der eingewechselte Güler das Spiel prägte, ließe sich als Argument für seine künftige Startelf-Rolle lesen – oder schlicht als Momentaufnahme eines Spielers, der unter Druck funktioniert. Beides wäre konsistent mit dem, was man in dieser Saison von ihm gesehen hat.

Einordnung: Effizienz als Turniervariable

62 Abschlüsse ohne Torerfolg über zwei WM-Spiele sind eine Anomalie, die sich nicht allein mit Pech erklären lässt. Irgendwo in der Kette zwischen Abschlussposition, Entscheidungsfindung und Torhüterleistung der Gegner lag eine Schieflage — die gegen die USA zumindest in der ersten Halbzeit nicht mehr sichtbar war.

Die Türkei verabschieded sich mit einem kleinen Trostpflaster Sieg vom Turnier und bleibt dennoch hinter den selbst gesteckten Erwartungen zurück. Festhalten lässt sich: Das Muster hat sich gedreht, und zwar in einem Spiel, das für das Weiterkommen kaum unwichtiger sein dürfte.

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