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90PLUS » WM-Gruppenphase: Iran scheitert in letzter Sekunde an der Abseitslinie — Weiterkommen nun Rechenaufgabe
Fußball NewsWM 2026

WM-Gruppenphase: Iran scheitert in letzter Sekunde an der Abseitslinie — Weiterkommen nun Rechenaufgabe

Klaus Hürbl
27.06.26, 09:27
Klaus Hürbl
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Iran
Foto: Getty Images

Ein Tor in der Nachspielzeit, das den historischen ersten Einzug in eine WM-K.o.-Runde bedeutet hätte — und dann die Fahne des Schiedsrichterassistenten. Der Iran verlässt das Spielfeld ohne die drei Punkte, die alles geregelt hätten, und wartet nun auf eine Entscheidung, die andere treffen werden.

Die Situation: Was das Tor bedeutet hätte

Ein Last-Minute-Treffer, der den Iranern Platz zwei in der Gruppe und damit den direkten Einzug in die Runde der 16 gesichert hätte — das ist keine gewöhnliche Spielszene. Es wäre der erste Einzug des Iran in eine WM-K.o.-Runde überhaupt gewesen, nach mehreren Teilnahmen ohne diesen nächsten Schritt.

Stattdessen: Abseits. Die Entscheidung kam, das Tor wurde aberkannt, der Schlusspfiff folgte. Für die iranischen Spieler war die Reaktion nach dem Abpfiff entsprechend — sichtbare Bestürzung, kein schneller Trost möglich.

Gruppenrechnung: Dritter Platz mit offenem Ausgang

Der Iran steht damit nicht automatisch draußen — aber die Kontrolle über das eigene Schicksal ist weg. Als einer der besten Gruppendritter ließe sich das Weiterkommen noch erreichen, abhängig davon, wie die übrigen Gruppen ausgehen.

Das ist strukturell eine schwache Position. Bei einer WM mit 48 Teams und dem aktuellen Format rücken mehrere Drittplatzierte weiter, aber wer genau, ergibt sich erst am Ende der Gruppenphase. Der Iran muss warten — auf Ergebnisse, auf die Tabellenkalkulation, auf Szenarien, die er selbst nicht mehr beeinflussen kann.

Die Abseitsentscheidung als Wendepunkt

Ob die Entscheidung korrekt war, lässt sich ohne Bildmaterial nicht beurteilen. Was sich sagen lässt: Abseitsentscheidungen in der Nachspielzeit bei potenziell gruppenentscheidenden Toren gehören zu den belasteten Momenten im modernen Fußball — nicht weil sie zwingend falsch sind, sondern weil die Konsequenz in keinem Verhältnis zur Fehlertoleranz steht.

Der Ausgang für den Iran dürfte in diesem Kontext lange diskutiert werden, unabhängig davon, ob das Regelwerk korrekt angewendet wurde.

Was offen bleibt: Der Iran braucht jetzt günstige Ergebnisse in anderen Gruppen und einen Platz unter den besten Gruppendrittplatzierten. Wie viele Punkte dafür nötig sind und ob die aktuelle Ausbeute reicht, zeigt sich erst mit Abschluss der gesamten Gruppenphase.

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