Zweimal nominiert, zweimal nicht eingesetzt — Ronald Araújo ist nach dem Ausscheiden Uruguays bei der WM 2026 noch immer ohne Turniereinsatz. Das Muster, das sich seit Katar 2022 abzeichnet, dürfte sich so schnell nicht auflösen.
Die Ausgangslage: Zwei Turniere, null Einsätze
Bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar stand Araújo im uruguayischen Kader, kam aber in keiner Partie zum Einsatz. Uruguay schied damals in der Gruppenphase aus — ohne ihn auf dem Platz. Vier Jahre später, bei der WM 2026 in Nordamerika, wiederholte sich das Bild: erneut nominiert, erneut ohne Debüt im Turnier.
Für einen Spieler seines Kalibers — Araújo gehört beim FC Barcelona zu den strukturell wichtigsten Innenverteidigern der vergangenen Spielzeiten — ist das eine auffällige Bilanz. Zwei Weltmeisterschaften, zwei Kader, kein einziger Turnier-Einsatz. Die Gründe dafür bleiben aus den vorliegenden Informationen offen, das Ergebnis ist jedoch eindeutig.
Uruguay: Das frühe Ende verlängert die Wartezeit
Mit dem Ausscheiden Uruguays bei dieser WM endet für Araújo auch die letzte theoretische Möglichkeit, sein Debüt auf dieser Turnierbühne nachzuholen. Eine Weltmeisterschaft dauert in der K.o.-Phase nicht auf Vorrat — wer ausscheidet, reist ab.
Wann die nächste Gelegenheit kommt, lässt sich nur grob einschätzen. Die WM 2030 findet in sechs Jahren statt. Araújo wäre dann Mitte dreißig. Ob er bis dahin noch zur Nationalmannschaft gehört und ob Uruguay erneut qualifiziert ist, sind zwei separate Unwägbarkeiten, die sich heute nicht belastbar bewerten lassen.
Unter dem Strich steht eine ungewöhnliche Statistik: einer der bekanntesten Innenverteidiger Europas, zweimal dabei, zweimal ohne Minute.

