Die FIFA hat offenbar Gefallen an Turnieren in den USA gefunden. Auch die nächste Klub-WM könnte dort ausgetragen werden.
Wie der Guardian berichtet, laufen bereits die Gespräche über die Klub-WM 2029. Die Premiere des neuen Wettbewerbs fand 2025 in den USA statt und sollte als Vorbote für die derzeit laufende Weltmeisterschaft dienen. Ob sich der WM-Gastgeber tatsächlich erneut um das Turnier bewerben wird, ist jedoch noch offen.
Jetzt reinhören: WM-Wecker – Der Daily Podcast zur WM 2026!
Mit dem Verkauf von 6,5 Millionen Tickets für diese Weltmeisterschaft hat die FIFA ihren Verkaufsrekord fast verdoppelt. Es wird erwartet, dass das Umsatzziel von 11 Milliarden US-Dollar (9,6 Milliarden Euro) übertroffen wird. Angesichts dieser Erfolge und der Verbindungen zum Weißen Haus würde die FIFA eine weitere Ausrichtung des Turniers durch die USA begrüßen. Auch die enge Beziehung zwischen FIFA-Boss Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump könnte Einfluss auf die kommende Klub-WM haben.
Giuliani über WM-Euphorie: „Fußball ist keine Zukunftsvision mehr“
Ob Trump und die WM-Taskforce um Andrew Giuliani an den Gesprächen beteiligt waren, ist unklar. Giuliani hatte zuletzt aber angedeutet, dass die WM nicht das letzte große Turnier in den USA bleiben soll. „Fußball ist keine Zukunftsvision für Amerika mehr. Es passiert gerade jetzt. Die Nachfrage, in die Vereinigten Staaten zu kommen, um die Weltmeisterschaft zu sehen, ist einfach riesig.“ 2031 wollen die Vereinigten Staaten gemeinsam mit Mexiko, Costa Rica und Jamaika die Weltmeisterschaft der Frauen veranstalten, weitere Bewerber wird es wohl nicht geben.

Bisher wurde davon ausgegangen, dass die Ausrichter der WM 2030 auch die Klub-WM im Jahr zuvor austragen werden. Inzwischen haben aber mehrere Verbände ihr Interesse bekundet, darunter sollen unter anderem Brasilien und Katar sein. Die Klub-Weltmeisterschaft wurde 2025 erstmals in großem Rahmen mit 32 Teilnehmern veranstaltet, den ersten Titel sicherte sich der FC Chelsea im Finale gegen Paris Saint-Germain. Während das Turnier in Europa weitestgehend belächelt wurde, waren die Resonanzen auf den anderen Kontinenten größtenteils positiv.

