Es war das dramatischste Spiel dieser WM. England führte durch Anthony Gordon in der 55. Minute – alles deutete auf einen Three-Lions-Finaleinzug hin. Dann kam die 85. Minute. Und die 92. Minute. Und Messi.
Enzo Fernández traf per Fernschuss zum 1:1, Messi hatte ihn freigespielt. Lautaro Martínez köpfte in der Nachspielzeit das 2:1 – Flanke von Messi, 39 Jahre alt, auf der linken Seite. Argentinien steht im WM-Finale. England bricht zusammen. Wieder einmal.
Gordons Führungstreffer – England glaubt ans Finale
Anthony Gordon brachte England in der 55. Minute mit einem sauberen Abschluss in Führung. Morgan Rogers hatte ihn mit einem präzisen Pass bedient, Gordon blieb eiskalt. Das Stadion in Atlanta tobte, England träumte – und Tuchel stellte um. Zu früh, zu tief, zu defensiv. Argentinien übernahm das Spiel.
Messi dreht das Spiel – mit 39 Jahren
Zwei Assists in sieben Minuten. Erst Fernández per Fernschuss in der 85. Minute, dann Martínez per Kopf in der 92. Minute. Beide Male war Messi der Ausgangspunkt – mal mit dem klugen Pass, mal mit der perfekten Flanke. Was Messi gestern Abend gemacht hat, trotzt jeder sportlichen Logik. 39 Jahre alt. Letztes WM-Halbfinale seines Lebens. Und er dreht es in der Schlussphase.
Tuchel und das Rätsel der Passivität
Thomas Tuchel wird sich die Frage stellen müssen, warum er mit einer Führung aufgehört hat, Fußball zu spielen. England hatte mit Bellingham, Saka und Kane das Potenzial, das Spiel zu verwalten – aktiv. Stattdessen zog sich die Mannschaft zurück, ließ Argentinien kommen, ließ Messi wachsen. Das ist die Tragödie dieser englischen Generation: wieder einmal grandios gescheitert.
Argentinien im WM-Finale – Spanien wartet
Am 19. Juli trifft Argentinien im MetLife Stadium in East Rutherford auf Spanien. Der amtierende Weltmeister gegen das beste Team des Turniers. Messi gegen Yamal. 39 gegen 18. Dieses Finale verdient ein eigenes Kapitel.

