Die monatelange Transferposse um Marcus Rashford nimmt eine überraschende Wendung: Laut Transferexperte Fabrizio Romano sieht es immer mehr danach aus, dass der englische Nationalspieler die Saison 2026/27 bei Manchester United in Angriff nimmt. Eine Rückkehr zum Stammklub scheint wahrscheinlicher denn je – sehr zum Leidwesen diverser Interessenten.
Rashford, 28, hatte die vergangene Spielzeit auf Leihbasis beim FC Barcelona verbracht und dort mit Hansi Flicks Mannschaft die spanische Meisterschaft gewonnen. Trotz seiner starken Leistungen entschied sich Barça im Sommer gegen die Ausübung der vereinbarten Kaufoption in Höhe von 30 Millionen Euro – die Katalanen verpflichteten stattdessen Anthony Gordon von Newcastle United und zeigten dem Engländer damit die kalte Schulter.
Romano: „Konkrete, starke, wahrscheinliche Chancen“ auf Rashford-Verbleib
Seitdem wurden die unterschiedlichsten Klubs mit Rashford in Verbindung gebracht. Fenerbahçe – frisch ausgestattet mit Mason Greenwood – schickte gar Vereinsvertreter nach Manchester, um offizielle Verhandlungen aufzunehmen. Vergeblich. Laut Romano lehnte Rashford die türkische Option ebenso ab wie Anfragen aus Saudi-Arabien: „Es geht nicht ums Geld und nicht um die Konditionen. Er will in diesen Klubs schlicht nicht spielen – jedenfalls nicht in dieser Phase seiner Karriere“, erklärte der Transferjournalist auf seinem YouTube-Kanal.
Romanos Fazit vom heutigen Sonntag ist eindeutig: „Manchester United hat das ganz klare Gefühl, dass es konkrete, starke, wahrscheinliche Chancen gibt, Rashford bei dem Verein zu halten. Im Moment gibt es keine Bewegung mit anderen Klubs.“ Die Botschaft dahinter: Rashford bleibt – sofern kein Topklub in allerletzter Minute an die Tür klopft.
Carrick als Schlüsselfaktor – Arsenal-Idee zerschlägt sich
Ein entscheidender Faktor ist Trainer Michael Carrick, der Rashfords Entwicklung aus dem Old-Trafford-Nachwuchs kennt und dem Flügelstürmer eine neue Chance geben möchte. Romano betonte: „Carrick wird sehr glücklich sein, mit Rashford weiterzumachen und ihm noch eine Gelegenheit zu geben.“ United, das in diesem Sommer bereits Youri Tielemans und Andrey Santos verpflichtet hat, plant weiter mit dem 28-Jährigen, der zuletzt rund 325.000 Pfund pro Woche verdienen soll – eine Gehaltshürde, die viele Interessenten abschreckt.
Zwischenzeitlich hatte The Sun-Journalist Samuel Luckhurst einen überraschenden Wechsel zu Arsenal ins Gespräch gebracht und argumentiert, Rashford sei ein logischer Schritt für die Gunners: Premier-League-Erfahrung, Hunger auf Rehabilitation und die nötige Mentalität für einen Titelkandidaten. Doch Romano erteilte auch diesem Szenario eine Absage: Rashford habe laut The Athletic keinerlei Interesse daran, zu einem anderen Premier-League-Klub zu wechseln. Arsenal dürfte damit weiter nach Alternativen suchen – im Gespräch sind Iliman Ndiaye von Everton sowie Nico Williams von Athletic Bilbao.
Letzte Ausfahrt für einen Topklub
Vollständig ausgeschlossen ist ein Wechsel bis zum Ende des Transferfensters noch nicht. Romano ließ bewusst eine Hintertür offen: „Für Rashford ist es entweder ein Verbleib bei United oder ein absoluter Spitzenklub in der allerletzte Minute des Fensters.“ Doch die Ausgangslage ist klar: Ohne konkretes Angebot eines Schwergewichts wird Rashford zum Auftakt der neuen Premier-League-Saison in Rot auflaufen – und Michael Carrick vor der Aufgabe stehen, aus einem frustrierten Weltklassespieler wieder einen Leistungsträger zu formen.

