Manchester City plant offenbar einen der teuersten Premier-League-internen Transfers der Geschichte. Laut übereinstimmenden Medienberichten hat der englische Rekordmeister Enzo Fernández von Chelsea als Wunschlösung für die potenzielle Nachfolge von Rodri identifiziert. Der Argentinier steht beim FC Chelsea noch bis 2032 unter Vertrag – doch die Signale für einen Abgang verdichten sich.
Hintergrund ist die drohende Abkehr von Rodri, der laut The Athletic und Goal.com einem Wechsel zu FC Barcelona nähert. Die Katalanen sollen bereits ein Angebot von knapp 40 Millionen Pfund eingereicht haben, Manchester City fordert jedoch mindestens 60 Millionen. Sollte der Spanier das Etihad verlassen, steht City vor einer Neubesetzung der zentralen Schaltstelle – und dort soll Fernández die erste Wahl sein.
Maresca will Fernández zurück
Der entscheidende Faktor ist offenbar die persönliche Wunschliste von City-Trainer Enzo Maresca. Der Italiener kennt den 25-Jährigen bestens aus gemeinsamer Zeit bei Chelsea, wo er mit Fernández zusammenarbeitete, bevor er im Sommer 2025 nach Manchester wechselte. Laut Goal.com und World Soccer Talk hat Maresca dem City-Management klar gemacht, dass Fernández sein Idealkandidat für die Rodri-Rolle ist – taktisch wie menschlich. Der Argentinier bringe genau das Profil mit, das Marescas System im defensiven Mittelfeld benötige.
Chelsea besteht auf 120 Millionen Pfund
Dass der Deal nicht einfach wird, liegt vor allem am Preisschild. Chelsea bewertet Fernández laut CaughtOffside und Yahoo Sports mit 120 Millionen Pfund – eine Summe, die Manchester City als zu hoch erachtet. Die Blues sehen den Weltmeister von 2022 als integralen Bestandteil ihres Projekts und hatten seinen Vertrag erst kürzlich langfristig verlängert. Intern heißt es laut CaughtOffside, Chelsea werde nicht unter 100 Millionen Pfund verhandeln. Für City wäre es eine der teuersten Verpflichtungen der Vereinsgeschichte.
Fernández offen für Wechsel zu Ex-Trainer
Auf Spielerseite scheint die Bereitschaft zu einem Transfer zu existieren. Berichten von TeamTalk und Yahoo Sports zufolge ist Fernández grundsätzlich offen für einen Abgang zu Manchester City – die Zusammenarbeit mit Maresca gilt als ausschlaggebendes Argument. Verhandlungen auf persönlicher Ebene haben jedoch noch nicht begonnen, da der Transfer stark vom Rodri-Ausgang abhängt. Solange Rodri bleibt, gilt auch Fernández als nicht verfügbar.
Bouaddi als Plan B
Für den Fall, dass ein Deal mit Chelsea scheitert oder sich zu lange hinzieht, hat Manchester City laut Goal.com bereits eine Alternative in Sichtweite: Ayyoub Bouaddi von Lille OSC. Mit dem 19-jährigen Franzosen sollen persönliche Bedingungen bereits ausgehandelt sein, der Transferpreis soll rund 100 Millionen Euro betragen. Bouaddi gilt als eines der größten Mittelfeld-Talente Europas – ein günstigerer und langfristig kalkulierter Plan B.
Die kommenden Wochen dürften entscheidend sein: Erst wenn Rodris Zukunft geklärt ist, werden City ihre Pläne im Mittelfeld konkretisieren. Für Chelsea bedeutet das vor allem eines – Nervosität um einen ihrer wertvollsten Spieler kurz vor Deadline Day.

