Das Werben um Cristian Romero nimmt immer dramatischere Züge an. Während der argentinische Innenverteidiger Tottenham Hotspur in diesem Sommer verlassen wird, hat sich ein überraschender Kandidat in den Poker eingeschaltet: der Erzrivale Arsenal. Doch die Spurs stellen sich mit Händen und Füßen gegen eine Kontroverse, die in der Geschichte des Londoner Fußballs ihresgleichen suchen würde.
Transferexperte Fabrizio Romano hat die Situation am Wochenende unmissverständlich klargestellt. Arsenal hat demnach tatsächlich Kontakt zu Romeros Beraterteam aufgenommen und Informationen über eine mögliche Verpflichtung eingeholt. Der Hintergrund: Der argentinische Trainer Gabriel Heinze, der aktuell im Coaching-Stab der Gunners tätig ist, soll eine entscheidende Rolle spielen – Romero und Heinze verbindet eine enge landsmannschaftliche Bindung. Doch Tottenham macht eine Sache glasklahr: Ein Verkauf zum Stadtrivalen kommt nicht infrage.
Tottenham setzt klares Veto gegen Arsenal
Romano ließ auf seinem YouTube-Kanal keinen Zweifel aufkommen: „Tottenham Hotspur – und damit meine ich den Vorstand, das Management und die Eigentümer – hat klar entschieden, Cuti Romero nicht an Arsenal zu verkaufen.“ Die langjährige Rivalität der beiden Nordlondoner Klubs macht einen solchen Transfer nahezu undenkbar. Die Spurs würden ihren Kapitän lieber ins Ausland abgeben, als einem direkten Konkurrenten zu stärken. Diese Haltung ist bei Tottenham Vereinspolitik – und Romano zufolge vorerst unverrückbar.
Romero selbst soll laut Medienberichten durchaus offen für den spektakulären Stadtrivalen-Wechsel sein. Der 28-Jährige verlässt Tottenham auf jeden Fall – eine Einigung zwischen Spieler und Klub über eine Vertragsverlängerung ist nicht zustande gekommen. Damit ist die Frage nicht ob, sondern wohin Romero wechselt.
Atlético Madrid klar in der Poleposition
Während Arsenal an Tottenhams Mauer abprallt, hat Atlético Madrid längst konkrete Nägel mit Köpfen gemacht. Romano bestätigte, dass der spanische Erstligist bereits ein erstes Angebot über 30 Millionen Euro eingereicht hat – das von den Spurs abgelehnt wurde. Tottenhams Preisvorstellung liegt bei rund 40 Millionen Euro (ca. 34,2 Millionen Pfund). Atlético wird laut Romano mit einem verbesserten Angebot in Kürze zurückkehren, und die Madrilenen sind zuversichtlich, den Deal abschließen zu können.
Entscheidend: Romero soll sich bereits persönlich mit Atlético geeinigt haben. Berichten zufolge liegt ein Vierjahresvertrag bei den Rojiblancos vor. Damit hat der Argentinier seine Prioritäten gesetzt – sofern Tottenham und Atlético sich auf eine Ablöse verständigen können, dürfte der Wechsel zur Formsache werden.
Inter Mailand fällt zurück
Als dritter Interessent war zuletzt Inter Mailand im Gespräch. Die Nerazzurri hatten dem Vernehmen nach sogar zeitweise eine Einigung mit Tottenham über die Ablöse erzielt. Doch Romano erklärte, dass Inter derzeit nicht in der Lage ist, den Transfer abzuschließen, da noch keine Einigung mit Romero über persönliche Konditionen vorliegt. Zudem ist Inters Handlungsfähigkeit an den Verbleib oder Abgang von Benjamin Pavard geknüpft – erst wenn dieser Fall geklärt ist, könnte Inter wieder ernster im Rennen mitmischen. Aktuell gilt Atlético Madrid als klarer Favorit.
Arsenal weicht auf Plan B aus
Die Gunners geben den Innenverteidiger-Bedarf dennoch nicht auf. Laut Sunday Mirror richtet Arsenal den Blick nun auf Kenan Yildiz von Juventus Turin, nachdem das ambitionierte Werben um Vinicius Junior gescheitert ist. Trainer Mikel Arteta sucht weiterhin nach Verstärkung für die Defensive – Romero war offenbar als Top-Option gehandelt worden, doch das Tottenham-Veto beendet diesen Gedanken vorerst. Romano: „Ich erwarte, dass Arsenal sich nach einem Innenverteidiger umschaut.“

