Der FC Bayern hat die Zukunft von Felipe Chávez geklärt – zumindest für die kommenden zwölf Monate. Der deutsche Rekordmeister teilte am Mittwoch mit, dass er den Vertrag mit dem 19-jährigen Offensivspieler bis zum 30. Juni 2028 verlängert hat und ihn anschließend für die anstehende Saison an den 1. FC Magdeburg verleiht.
Der Zweitligist bestätigte den Transfer am selben Tag. Chávez wird beim FCM die Rückennummer 11 tragen, der Club verfügt zudem über eine Kaufoption für den Mittelfeldspieler. Nach Informationen von Sky Sport handelt es sich um eine einjährige Leihe, der Medizincheck war für Mittwoch angesetzt.
Freund: „Von seinem Potential überzeugt“
Bayern-Sportdirektor Christoph Freund begründete die Doppel-Entscheidung aus Verlängerung und Leihe in der Vereinsmitteilung so: „,Pippo‘ Chávez hat in der Rückrunde bei seinen Einsätzen für den 1. FC Köln die nächsten Schritte in seiner Entwicklung gemacht und soll nun in Magdeburg weiter regelmäßig auf dem Platz stehen. Wir haben seinen Vertrag verlängert, weil wir von seinem Potential für die Zukunft überzeugt sind.“
Die Konstellation ist typisch für den Umgang der Münchner mit ihren Campus-Spielern: Der Vertrag läuft bis 2028 weiter, die Spielpraxis holt sich der Youngster eine Liga tiefer. Magdeburg wiederum hat über die Kaufoption die Möglichkeit, den Offensivspieler dauerhaft an sich zu binden.
Vom FC Augsburg über den Campus in die Bundesliga
Chávez, gebürtiger Aichacher, kam im Sommer 2019 aus der Akademie des FC Augsburg an den FC Bayern Campus und durchlief dort sämtliche Juniorenteams. Bei den B- und A-Junioren sammelte der beidfüßige Mittelfeldspieler laut Vereinsangaben des FCM 38 Scorerpunkte in 39 Partien, in der UEFA Youth League kamen fünf Tore und eine Vorlage hinzu.
Über die Bayern-Amateure in der Regionalliga Bayern (19 Spiele, vier Tore, zwei Vorlagen) empfahl sich der 1,77 Meter große Youngster für das Profiteam von Vincent Kompany. Im Januar 2026 feierte Chávez beim 8:1 gegen den VfL Wolfsburg in der Allianz Arena sein Bundesliga-Debüt.
Im Februar 2026 folgte die erste Leihe: Beim 1. FC Köln kam Chávez in der Rückrunde 2025/26 auf sieben weitere Bundesliga-Einsätze, ehe er im Sommer an die Säbener Straße zurückkehrte. Für Perus A-Nationalmannschaft lief er im Oktober 2025 gegen Chile erstmals auf.
Zuletzt war Chávez mit den Bayern-Profis auf Asienreise unterwegs und traf im ersten Testspiel gegen Jeju SK FC zum 1:0.
Jaekel lobt „spannendes Profil“
FCM-Sportdirektor Peer Jaekel sieht in dem Peruaner einen Baustein für mehr Variabilität in der Offensive: „Felipe bringt ein spannendes Profil mit, ist technisch stark, kreativ und soll sowohl als Vorbereiter als auch im Abschluss seine Akzente setzen. Mit seinen offensiven Qualitäten gibt er uns zusätzliche Variabilität und neue Möglichkeiten in unserem Spiel.“
Chávez selbst betonte die sportliche Perspektive: „Der 1. FC Magdeburg bietet jungen Spielern sehr gute Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln und den nächsten Schritt zu machen. Deshalb freue ich mich sehr über die Chance, hier auf hohem Niveau regelmäßig Spielpraxis zu sammeln.“
Auch Portugal war zwischenzeitlich eine Option
Konkurrenz gab es durchaus: Laut Sky Sport stand zwischenzeitlich auch ein Wechsel nach Portugal im Raum, Estrela Amadora beobachtete die Situation aufmerksam. Am Ende entschied sich Chávez für die 2. Bundesliga.
Der FCM hatte sich am vergangenen Sonntag mit einem 4:0 beim Bahlinger SC souverän für die zweite DFB-Pokal-Runde qualifiziert. Das Transferfenster schließt am 1. September.

