Paris Saint-Germain hat sich nach einem verkorksten Saisonstart in der heimischen Liga zumindest in der Champions League eindrucksvoll zurückgemeldet. Der zweifache Titelverteidiger schlug Slovan Bratislava am ersten Spieltag der neuen Ligaphase hochverdient mit 6:1.
Ein Statement nach schwachem Saisonstart
Von Beginn an dominierte PSG das Spielgeschehen nach Belieben und erarbeitete sich Chance um Chance gegen die slowakischen Gäste, die dem Druck lange praktisch nichts entgegenzusetzen hatten. Erst als Trainer Luis Enrique bei komfortablem Vorsprung durchwechselte, kam Bratislava durch eine sehenswerte Einzelaktion von Suleiman Camara zum Ehrentreffer. Den Schlusspunkt der Partie setzte auf Pariser Seite Fabián Ruiz, der den Endstand von 6:1 herstellte.
Dembélé und Ferran Torres als Matchwinner
Herausragende Akteure des Abends waren Ousmane Dembélé, der mit zwei Toren und zwei Vorlagen glänzte, sowie Ferran Torres, der gleich einen Dreierpack beisteuerte. Für den amtierenden Ballon-d’Or-Gewinner Dembélé war es ein wichtiges Lebenszeichen nach einer bislang eher durchwachsenen Saisonanfangsphase.
Die Ausgangslage in der Ligue 1
Der klare Erfolg kommt für PSG zur rechten Zeit, denn in der heimischen Liga läuft es für den Rekordmeister aktuell alles andere als nach Plan. Es ist laut übereinstimmenden Berichten der schwächste Saisonstart der Mannschaft von Luis Enrique seit 14 Jahren: Abgesehen vom Erfolg im UEFA-Supercup gegen Aston Villa wartet PSG in allen anderen Wettbewerben weiterhin auf einen Sieg. Im französischen Supercup verlor man trotz langer Überzahl mit 1:0 gegen den RC Lens, in der Liga rettete man gegen Rennes und Lille jeweils spät noch einen Punkt, obwohl man beide Male mit 0:2 zurücklag. Am vergangenen Freitag folgte schließlich die erste echte Niederlage: ein 1:2 bei der AS Monaco, wodurch der Rückstand auf die Spitze bereits sieben Punkte beträgt und PSG nur auf Tabellenplatz 13 rangiert. Durch den Kantersieg gegen Bratislava springt der Klub in der Champions-League-Tabelle nun zumindest vorläufig auf Platz eins.
Historischer Kontext: Titelverteidiger mit großen Ambitionen
PSG hat die Champions League in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils gewonnen – zunächst 2025 gegen Inter Mailand, zuletzt im Mai 2026 im Finale von Budapest gegen den FC Arsenal, das die Franzosen erst im Elfmeterschießen mit 4:3 für sich entschieden, nachdem es nach Verlängerung 1:1 gestanden hatte. Damit zog der Klub mit Real Madrid als bislang einzigem weiteren Verein gleich, der in der Champions-League-Ära zwei Titel in Folge gewinnen konnte. Entsprechend hoch sind die Ansprüche in dieser Saison, auch wenn die Ausgangslage in der heimischen Liga aktuell wenig danach aussieht.
Ausblick
Bereits am kommenden Sonntag ist PSG in der Ligue 1 erneut gefordert, wenn gegen Stade Brest der erste Saisonsieg im heimischen Wettbewerb gelingen soll. In der Champions League wartet die Mannschaft von Luis Enrique dagegen mit einer deutlich komfortableren Ausgangslage auf die kommenden Ligaphasen-Spiele.

