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90PLUS » FIFA droht Paris wegen unattraktiver Steuerregelung zu verlassen
Fußball News

FIFA droht Paris wegen unattraktiver Steuerregelung zu verlassen

Simon Seitz
24.04.24, 16:13
Simon Seitz
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FIFA-Präsident Infantino
(Photo by GIUSEPPE CACACE/AFP via Getty Images)

1904 wurde die Fédération Internationale de Football Association, kurz FIFA, in Frankreich gegründet, doch seit 1932 befindet sich der Sitz in Zürich. Frankreich versucht seit längerem, den Welterverband des Fußball zurück ins Gründungsland zu locken und seit 2021 gibt es dort auch wieder ein Büro. Aufgrund einer unattraktiven Steuerregelung könnte dieser Versuch jedoch nun komplett scheitern.

FIFA Rückkehr nach Paris vor Aus

Der Aufbau des Büros in Paris galt als mögliches Zeichen dafür, dass das komplette Hauptquartier wieder nach Frankreich verlegt werden könnte. Nun scheint es jedoch, als hätte das französische Gericht dieses Vorhaben vorerst abgewehrt. Neben der FIFA hat auch die FIA, der internationale Dachverband von Automobilclubs und Motorsport, angekündigt, aufgrund der unattraktiven Steuerregelung ihren Sitz aus Frankreich zu entziehen. Xavier Malenfer von der FIA macht gegenüber der Getfootballnewsfrance deutlich: „Ohne die Anerkennung eines spezifischen Status für internationale Sportverbände besteht trotz aller unbestreitbaren Vorteile von Paris wenig Hoffnung auf eine Weiterentwicklung der Aktivitäten der FIA.“ Auch die FIFA teilt Malenfers Ansicht und erwägt, ihr Büro in Frankreich zu schließen.

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Im Jahr 2023 versuchte die französische Regierung, ein Gesetz aufzunehmen, das internationalen Sportverbänden steuerliche Vorteile verschaffen sollte. Ziel war es unter anderem, die FIFA wieder nach Frankreich zu holen. Dieser Vorschlag der Regierung wurde jedoch vom Verfassungsrat des Steuersystems abgelehnt. Die FIFA, FIA und IFAF (International Federation of American Football) haben daraufhin ihren Standpunkt offenbart: „Das größte Hindernis für die Attraktivität Frankreichs ist das Fehlen eines eigenen Rechtsstatus für internationale Verbände. Nach französischem Recht haben sie den Status von Vereinen und können weder als internationale Organisationen noch als Unternehmen betrachtet werden. Das hat reale Auswirkungen auf ihre Aktivitäten, ihre Besteuerung und letztlich auch auf ihr Interesse, in Frankreich zu sein.“ Nach diesem Rückschlag für Frankreich und die FIFA wird der Hauptsitz weiterhin in Zürich liegen, und eine Rückkehr ins Gründungsland wird vorerst eine Illusion bleiben.

(Photo by GIUSEPPE CACACE/AFP via Getty Images)

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