2. Liga | Ito-Traumtor: 1. FC Magdeburg steht kurz vor dem Klassenerhalt

Der 1. FC Magdeburg setzte sich bei Eintracht Braunschweig durch.
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News | Eintracht Braunschweig und der 1. FC Magdeburg bestritten das Abendspiel in der 2. Bundesliga. Beide Mannschaften besaßen die Möglichkeit, einen großen Schritt in Richtung Ligaverbleib zu machen, was den Gästen durch einen 2:1-Erfolg gelang.

1. FC Magdeburg mit Vorteilen gegen lange harmlosen BTSV

Im mit 23.325 Fans ausverkauften Eintracht-Stadion gehörte die Anfangsphase den Gästen. Fünf Minuten waren vorüber, als ein Freistoß von Baris Atik knappam langen Eck vorbeirauschte. Auf der Gegenseite  traf Manuel Wintzheimer nach feiner Einzelleistung das Außennetz (13.). 120 Sekunden darauf verzog Silas Gnaka überhastet aus vielversprechender Position. Besser machte es Moritz Kwarteng, der von Kai Brünker in Szene gesetzt wurde und frei vor dem die BTSV-Ikone Jasmin Fejzic ablösenden Ron-Torben Hoffmann überlegt zum 0:1 vollendete.

Danach verflachte das Geschehen. Den Hausherren fehlten im Angriffsspiel die Lösungen. Etwas kreativer agierte der im gesamten Saisonverlauf spielfreudig agierende 1. FC Magdeburg, Gnaka verfehlte aus 20 Metern das linke obere Eck (40.). Kurz darauf lag plötzlich der Ausgleich in der Luft, Anthony Utah legte für Jannik Nikolaou ab, dessen halbhohen Versuch Dominik Reimann abwehrte (43.). Somit hatte das 0:1 zur Halbzeitpause Bestand.

1. FC Magdeburg legt nach, BTSV gibt nicht auf

Der zweite Abschnitt begann beinahe furios, Atik verpasste jedoch aus halblinker Position den zweiten Treffer für den 1. FCM. Insgesamt hielten sich die Höhepunkte jedoch weiterhin in Grenzen. Stattdessen prägten Ungenauigkeiten den Vergleich zweier Traditionsvereine, deren Fans miteinander befreundet sind. Doch in Minute 58 näherte sich Eintracht Braunschweig dem Ausgleich, nachdem Reimann eine Hereingabe von Maurice Multhaup in die Mitte klärte, schloss Ujah im Fallen ab und Jason Ceka rettete für den geschlagenen Schlussmann auf der Linie.

Auf Magdeburger Seite verabschiedete sich wenig später Torschütze Kwarteng verletzungsbedingt. Für ihn kam Tatsuya Ito, der sich grandios einfügte. Nur 83 Sekunden nach seiner Einwechselung zog er am Strafraum nach innen und schlenzte den Ball aus halblinker Position höchst sehenswert in den Torwinkel – 0:2. Die Eintracht gab sich aber noch nicht geschlagen, arbeitete am Anschlusstreffer, die Ujah gegen den aufmerksamen Reimann verpasste (67.).

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In Minute 69 war es dann soweit: Eine Flanke von Multhaup befördert Ujah per Kopf ins Netz – 1:2. Die prompte Antwort wäre beinahe erfolgt, Atik bediente Gnaka, der aus zehn Metern nur haarscharf das rechte untere Eck verfehlte. Atik leitete die nächste Großchance nach 74 Zeigerumdrehungen ein, diesmal setzte er Leon Bell Bell in Szene, dessen Schuss am Pfosten landete.

Somit blieb die Partie offen und die Hektik nahm zu, Schiedsrichter Michael Bacher zog innerhalb von fünf Minuten gleich viermal die Gelbe Karte. Letztlich kam er aber ohne Platzverweis auf. Die Schlussphase bot nämlich keine brenzligen Szenen mehr. Der 1. FC Magdeburg fuhr somit einen wegweisenden Sieg ein, besitzt fünf Spieltage vor Saisonende schon sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge und kann entspannt ins Heimspiel gegen den Hamburger SV gehen.

Eintracht Braunschweig – 1. FC Magdeburg 1:2 (0:1)

Eintracht Braunschweig: Hoffmann,-Behrendt (61. Kaufmann), Benkovic, Kurucay,-Multhaup. Krauße (84. Henning), Nikolaou, Kijewski (90. Bonga) -Wintzheimer (84. Marx),-Ujah, Lauberbach (61. Pherai)

1. FC Magdeburg: Reimann,-Bockhorn, Lawrence, Heber, Bell Bell,-Elfadli, Gnaka,-Kwarteng (62. Ito),-Ceka (85. Ullmann), Brünker (62. Bittroff), Atik (90. Dzogovic)

Tore: 0:1 Kwarteng (25.), 0:2 Ito (63.), 1:2 Ujah (69.)

(Photo by Ronny Hartmann/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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