2. Bundesliga | Nürnberg gewinnt das Derby, Spektakel zwischen Kiel und Kaiserslautern, Heidenheim souverän

2. Bundesliga Nürnberg Fürth
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News | Drei Partien des 2. Spieltags der 2. Bundesliga standen am frühen Samstagnachmittag an. Unter anderem feierte Nürnberg den ersten Sieg im Derby vor eigenem Publikum seit 6 Jahren.

Nürnbergs neues Duo schlägt im Derby zu, Hanslik gegen den Ex-Klub

Mit Arminia Bielefeld trat am gestrigen Freitagabend bereits ein Absteiger an. Für den zweiten, Greuther Fürth, stand nach dem 2:2 gegen Holstein Kiel das Derby in Nürnberg an. Acht Minuten waren auf der Uhr, als Effzeh-Leihgabe Jens Castrop die Kugel von der Grundlinie über Andreas Linde hob. Die Kugel klatschte an den Pfosten und von dort zu Christoph Daferner, den Linde allerdings verneinte. Nicht die Führung für den Club, der vor Wochenfrist 2:3 am Millerntor unterlag.

Die gab es stattdessen in Heidenheim. Bereits zum Saisoneinstand konnte man 1:0 in Rostock gewinnen. Im Duell mit Aufsteiger Braunschweig, die dem HSV am 1. Spieltag 0:2 unterlagen, dauerte es gerade einmal zehn Minuten: Marnon Busch bekam auf rechts Platz und flankte in die Mitte, wo Philipp Stompf eigentlich klären wollte, den Ball mit dem linken Schienbein allerdings perfekt wie unhaltbar für Ron-Thorben Hoffmann ins lange Eck lenkte.

 



 

Fünf Minuten später eröffnete Nürnberg das Derby: Tim Handwerker eroberte sich die Kugel im Duell mit Branimir Hrgota. Seine Flanke beförderte Neuzugang Kwadwo Duah am zweiten Pfosten per Kopf in hohem Bogen über Linde. Der mitgelaufene Daferner musste den Ball lediglich aus kürzester Distanz mit der Brust über die Linie drücken. Damit schlug das neue FCN-Sturmduo im Derby gleich zu.

Nach einer guten halben Stunde bekam auch das dritte Spiel sein erstes Tor. Marlon Ritter durfte von links nach innen ziehen, setzte sich gegen Lewis Holtby und Benedikt Pichler durch. Seinen Abschluss ließ Thomas Dähne nach vorne abprallen, Ex-Kieler Daniel Hanslik erledigte per Flugkopfball den Rest und verkniff sich im Anschluss den Torjubel. Führung für Kaiserslautern!

In Minute 45 hätten die Pfälzer eigentlich nachlegen müssen. Torschütze Hanslik brach auf der linken Seite durch. Von der Grundlinie servierte er perfekt an den zweiten Pfosten. Julian Niehues beförderte die Kugel aber am Tor vorbei. So blieb es bei den drei Treffern nach der ersten Hälfte.

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Spektakel in Kiel, Wintzheimer macht den Derbysieg klar

In der ersten Hälfte kam von Holstein Kiel nahezu nichts. Sechs Minuten nach Wiederanpfiff erarbeiteten sich die Störche einen Eckball. Holtby servierte an den ersten Pfosten, wo Timo Becker per Kopf für Fabian Reese verlängerte, der nur noch über die Linie drücken musste. Ausgleich!

Und wenn man schon dabei ist, kann man sechs Minuten später gleich nachlegen: Erneut gab ein Eckball den Ausschlag. Am rechten Pfosten setzte sich Reese gegen Niehues durch und köpfte zum 2:1 ein.

Diese zweite Hälfte gestaltete sich wesentlich ereignisreicher, als die erste. In Minute 61 gab es bereits den dritten Treffer, diesmal für den 1. FC Heidenheim. Im Nachklapp eines Eckballs – natürlich – durfte Jan-Niklas Beste in die Mitte servieren. Tim Kleindienst stieg am höchsten und köpfte ins lange Eck ein.

Zwei Minuten später, zurück in den Norden, fand Lautern zurück in die Partie. Terrence Boyd bereitete sich den Treffer mit einem Pass auf Jean Zimmer selbst vor, bekam die Kugel im Strafraum zurück, setzte sich gegen Becker durch und vollendete mit rechts unter den Querbalken. 2:2!

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Photo by Adam Pretty/Getty Images

Was war eigentlich mit dem Frankenderby? Greuther Fürth wurde nach der Pause immer stärker. Nach einer Stunde bekam Timothy Tillman die Chance, genauso wie fünf Minuten später Tobias Raschl. Das Tor machte allerdings der Club: 82. Minute, Erich Wekesser setzte sich an der Grundlinie stark durch und nahm am ersten Pfosten den eingewechselten Taylan Duman mit. Nürnbergs Nummer 8 legte nochmal rüber, sodass Ex-Fürther Manuel Wintzheimer vollenden konnte. Eine klasse Kombination machte den ersten Nürnberger Derbysieg im eigenen Stadion seit dem 26. Februar 2016 klar. Damals drehten Sebastian Kerk und Niclas Füllkrug das Spiel nach dem frühen Treffer von Robert Zulj. Danach gab es vier Niederlagen am Stück.

Das letzte Wort gehörte allerdings – wie das erste – dem 1. FC Heidenheim: 90. Minute, Kleindienst verlängerte die Kugel in den Lauf von Florian Pick, der Hoffmann stehen ließ und auf der Linie an Brian Behrendt scheiterte. Der Resteverwerter hieß Kevin Sessa. Die Ergebnisse.

1. FC Nürnberg 2:0 Greuther Fürth
Tore: 1:0 Daferner (15′), 2:0 Wintzheimer (82′)

Holstein Kiel 2:2 1. FC Kaiserslautern
Tore: 0:1 Hanslik (33′), 1:1 F. Reese (51′), 2:1 F. Reese (57′), 2:2 T. Boyd (62′)

1. FC Heidenheim 3:0 Eintr. Braunschweig
Tore: 1:0 P. Strompf (ET, 10′), 2:0 T. Kleindienst (61′), 3:0 K. Sessa (90′)

Photo by Adam Pretty/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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