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90PLUS » Traumtor reicht nicht: Zehn Berliner gleichen in Augsburg spät aus
Bundesliga

Traumtor reicht nicht: Zehn Berliner gleichen in Augsburg spät aus

Till Gabriel
15.01.26, 22:32
Till Gabriel
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Remis zum Abschluss der Hinrunde. Dank eines ganz späten Treffers nahm Union Berlin noch einen Punkt aus Augsburg mit.

Zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde empfing der FC Augsburg den 1. FC Union Berlin in der WWK-Arena. Im neuen Jahr waren beide Teams vor der Partie noch sieglos, während der FCA am Wochenende bei Borussia Mönchengladbach mit 0:4 unter die Räder kam, sicherte sich Union nach 0:2-Rückstand gegen den 1. FSV Mainz 05 immerhin noch einen Punkt.

Claude-Maurice beendet Durststrecke: Traumtor bringt Augsburg in Führung

Beide Trainer wechselten im Vergleich zum Wochenende ordentlich durch und brachten jeweils vier neue Spieler von Beginn an. Es dauerte jedoch bis zur 19. Minute, ehe sich die Gäste die erste Gelegenheit in einem durchwachsenen Fußballspiel erarbeiteten. Andras Schäfer köpfte nach einer Flanke von Oliver Burke jedoch deutlich am Kasten vorbei.

Die Köpenicker kamen jedoch besser in die Partie, während Augsburg nicht viel gelang. Woo-Yeong Jeong versuchte es aus 15 Metern, Finn Dahmen konnte den Schuss des Südkoreaners jedoch parieren (22.). Burkes Abschluss nach gutem Tiefenlauf flog am Tor vorbei (29.). Dennoch war es insgesamt eine ereignisarme erste Halbzeit, die von einer fünfminütigen Unterbrechung geprägt war. Fans hatten Flummis auf den Rasen geworfen, wohl um ihren Unmut über die Ansetzung an einem Donnerstagabend auszudrücken.

Aufgrund der Zwangspause gab es schon am Ende des ersten Durchgangs sechs Minuten Nachspielzeit. Quasi mit der letzten Aktion der ersten Hälfte stellte Alexis Claude-Maurice den Spielverlauf auf den Kopf. Der Franzose in Diensten der Fuggerstädter zog aus über 25 Metern einfach mal ab und traf traumhaft zur Führung für die Gastgeber in den rechten Winkel (45+6.). Für den Offensivallrounder endete damit eine lange Durststrecke, sein Kunstschuss war sein erster Treffer in der laufenden Saison.

Alexis Claude-Maurice
Foto: Getty Images

Trotz Unterzahl: Ljubicic sichert Union einen Zähler

Beide Trainer schickten nach dem Seitenwechsel ihre Teams unverändert auf den Platz. Der FCA hatte sich offenbar nicht vorgenommen, sich hinten einzuigeln, sondern versuchten, offensiv nachzulegen. Claude-Maurice verpasste seinen Doppelpack knapp, als er mit seinem Freistoß nur den Pfosten traf (58.). Nur zwei Minuten später verhinderte Frederik Rönnow mit einem großartigen Reflex gegen Anton Kade die Vorentscheidung (60.).

Union war weiterhin bemüht, tat sich trotz deutlich mehr Abschlüssen und leichten Vorteilen beim Ballbesitz jedoch schwer, zu ganz klaren Chancen zu kommen. Leopold Querfeld versuchte es zunächst per Freistoß, kurz darauf war es erneut der Österreicher, der nach einer Trimmel-Ecke unter Bedrängnis daneben köpfte (71.).

Auf der anderen Seite scheiterte auch Noahkai Banks an Rönnow (77.), ehe Rani Khedira aus zentraler Position per Volley den Ausgleich liegen ließ. Als Union-Akteur Derrick Köhn dann auch noch Samuel Essende mit der Sohle im Gesicht traf und die rote Karte sah, schien die Partie entschieden (89.).

Doch in Unterzahl kam die Baumgart-Elf tatsächlich noch zum Ausgleich. Alex Kral flankte in Richtung Andrej Ilic, der sich stark behauptete und auf Marin Ljubicic weitergab. Der Joker bugsierte den Ball mit dem Rücken zum Tor zum 1:1-Endstand über die Linie (90+2.).

Spielschema

FC Augsburg: Dahmen – Banks, K. Schlotterbeck, Zesiger – Fellhauer, Jakic, Rexhbecaj (63. Massengo), Giannoulis (75. Wolf), Kade (75. Kömür), Claude-Maurice (83. Rieder) – Gregoritsch (83. Essende)

1. FC Union Berlin: Rönnow – Doekhi, Querfeld, Diogo Leite (82. Kral) – Trimmel, R. Khedira (82. Ljubicic), Schäfer (64. Kemlein), Köhn, Jeong, Ansah (64. Burcu) – Burke (64. Ilic)

Tore: 1:0 Claude-Maurice (45+6.), 1:1 Ljubicic (90+2.)

Rote Karte: Köhn (89., grobes Foulspiel)

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