FC Bayern in Freiburg kurz mit 12 Spielern: Das sagen die Regularien

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News | Der FC Bayern München gewann heute mit 4:1 beim SC Freiburg. Kurz vor dem Spielende gab es aber Aufregung, weil der Rekordmeister kurz nach einem Wechselvorgang mit zwölf Spielern auf dem Feld stand. 

Bayern mit 12 Spielern: Keine Konsequenzen

Mehrere Minuten war das Spiel in Freiburg unterbrochen, als Nico Schlotterbeck den Schiedsrichter darauf aufmerksam machte, dass der FC Bayern einen Spieler zu viel auf dem Feld hatte. Bei einem Wechselvorgang ging der eingewechselte Akteur schon auf das Feld, obwohl der ausgewechselte Spieler noch auf dem Rasen war. Etwas mehr als zehn Sekunden war dies der Fall. Dann wurde das Spiel unterbrochen, später aber fortgesetzt, das 1:4 fiel noch.



Alex Feuerherdt, Regelexperte von Collinas Erben, erklärte schon im Rahmen der Berichterstattung, dass es keine Konsequenzen haben wird. Denn: Der zwölfte Spieler hatte keine Auswirkungen auf das Spielgeschehen, lediglich eine Verwarnung durch den Schiedsrichter wäre die Folge gewesen. Die Regeln geben das auch deutlich her.

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„Wenn ein Teamoffizieller, ein Auswechselspieler, ein ausgewechselter oder des Feldes verwiesener Spieler oder eine Drittperson das Spielfeld betritt, muss der Schiedsrichter:

  • das Spiel nur unterbrechen, wenn eine solche Person ins Spiel eingreift
  • die Person vom Spielfeld weisen, nachdem das Spiel unterbrochen wurde
  • entsprechende Disziplinarmaßnahmen ergreifen“

So lautet die entsprechende Passage. Im Endeffekt hätte der Schiedsrichterassistent an der Seitenlinie dafür sorgen müssen, dass Spieler Niklas Süle das Feld noch nicht betritt, ehe ein anderer Spieler vom Feld gegangen ist. Ein Einspruch des SC Freiburg gegen die Spielwertung hätte also keine Aussichten auf Erfolg, da die Schuld nicht komplett beim Rekordmeister liegt.

(Photo by THOMAS KIENZLE/AFP via Getty Images)

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

Alle Kommentare


  • jebagr sagt:

    In der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB, Paragraf 17, Absatz 4 heißt es:
    „War in einem Spiel ein Spieler nicht spiel- oder einsatzberechtigt, so ist das Spiel für die Mannschaft, die diesen Spieler schuldhaft eingesetzt hatte, mit 0:2 verloren und für den Gegner mit 2:0 gewonnen zu werten, es sei denn, das Spiel war nach dem Einsatz des nicht spiel- oder einsatzberechtigten Spielers noch nicht durch den Schiedsrichter fortgesetzt.“

  • Fred Müller sagt:

    Da fragt man sich doch immer wieder wozu der Linienrichter und der 4.Offielle an der Linie herum hampeln müssen, wenn sie es nicht einmal schaffen, dafür zu sorgen, dass ein Spielerwechsel korrekt durchgeführt wird, bevor de schiri wieder anpfeift.
    Wenn Freiburg fair ist und Rückgrat hat legen Sie kein protest ein. Aber leider gibt es sowas wohl nicht mehr.

  • TC sagt:

    Beide eingewechselten Spieler standen auf dem Spielberichtsbogen und waren daher spiel- und einsatzberechtigt.

  • MvG sagt:

    Die 17 Sekunden mit 11 Feldspielern war sicherlich nicht ausschlaggebend für das Ergebnis. Die 2 Minuten mit 4 Nicht-EU-Spielern war es damals auch nicht.
    Warum sollte Coman die gelbe Karte bekommen? Der Spieler der den Platz zu früh betreten hat, bekommt die doch. Wobei bei Spielen des FCB ja andere Regelauslegungen gelten. Wie kann Goretzka in diesem Spiel nicht gelb bekommen? Und wie hier schon gefragt, wieso merkt der Schiri der an der Seitenlinie den Wechsel betreut das nicht. Ich gehe davon aus, das die Freiburger keinen Protest einlegen werden. Wäre die Situation andersherum bin ich mir da nicht sicher. Das Regelwerk und die Auslegungen sind nicht nachvollziehbar. Es macht alles kaputt. Entweder man macht es richtig oder lässt es. Es fing schon mit dem Eröffnungsspiel an.

  • Streich sagt:

    Hach, herrlich wie der FCB Hass wieder aus jedem Buchstaben trieft.
    Rot für Goretzka? Lächerlich.
    Was war denn mit dem Foul von Günter, oder warst du da auf dem Klo?

  • patrik sagt:

    Ich frage mich, ob die Rückennummer von Coman nur bei der Einwechslung von der Teammanagerin des FC Bayern weiter gegeben wurde, oder ob diese auch in dem Kader der bekannt gegeben wurde falsch drinnen stand.
    Sollte sie schon von vornherein falsch eingetragen worden sein, wäre Coman nicht Spielberechtigt gewesen und die Wertung des Spiels, müsste zugunsten von Freiburg gewertet werden.

  • Michael Karrer sagt:

    Das hat sicher keinen Einfluss auf den Ausgang des Spieles gehabt. Eigentlich traurig, dass man dem Fußball auch in Kriegszeiten eine solche Bedeutung zumisst.
    Umgekehrt hätte der FCB sicher auch keinen Einspruch eingelegt.

  • Hans Joachim Beisker sagt:

    ES muss immer nach den geltenden Regeln entschieden werden. Sonst wäre ja ein Bundesliga nicht durchführbar es sei Denn es gibt ein Sonderrecht.

  • Torte-38 sagt:

    wieder einmal zeigt sich das unter den Spielern des FC Bayern keine Kollegialität herrscht. Ich habe auch einmal Fußball gespielt und kenne eine Auswechselung so, das man sich dabei fair abklatscht. Halten die Bayern scheinbar nicht für nötig. Demnächst wird das dann bei jedem Bundesliga Spiel so gemacht. Spielt ja keine Rolle, wird ja nicht geahndet. Na Prost Mahlzeit.


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