Bundestrainer Julian Nagelsmann stand 2024 vor einer Rückkehr zu den Bayern. Warum es dazu nicht kam, hat sein Berater Volker Struth nun verraten.
Im Frühling 2023 war Nagelsmann beim FC Bayern entlassen worden. Die Entscheidung wurde heiß diskutiert, schließlich hatte der deutsche Rekordmeister noch in allen drei Wettbewerben Titelchancen. Auf ihn folgte Thomas Tuchel, mittlerweile Coach der englischen Nationalmannschaft, der allerdings weitaus weniger überzeugen konnte als sein Vorgänger.
Daher mussten die Bayern-Verantwortlichen im Sommer 2024 erneut auf Trainer-Suche gehen – und wendeten sich dabei scheinbar erneut an Julian Nagelsmann. Der befand sich zu dem Zeitpunkt in den Vorbereitungen auf die Europameisterschaft im eigenen Land. Volker Struth, Berater des Bundestrainer, hat in einem BILD-Interview nun erklärt, warum es nicht zu einer Bayern-Rückkehr kam.
Vor EM 2024: Stand Nagelsmann vor Bayern-Rückkehr?
Struth, der viele bekannte deutsche Stars im Fußballbusiness betreut, rechnete schon im Voraus damit, dass sein Klient erneut von den Bayern angefragt werden würde: „Ich hatte das Gefühl, dass sie zurückkommen würden – und so war es auch. Max Eberl rief mich an, dann Sascha Breese [Nagelsmanns zweiter Berater], und ich traf mich mit ihm und Jan-Christian Dreesen in München.“
Nagelsmann war jedoch nie Teil der Gespräche gewesen: „Julian war nie involviert und hatte uns gebeten, die Situation äußerst sensibel zu behandeln. Im März fanden Länderspiele in Frankreich und gegen die Niederlande statt, die reibungslos verliefen. Die Vorfreude auf die EM im eigenen Land stieg regelrecht. Allein die Tatsache, dass Gespräche stattfanden, hätte das Turnier gefährden können. Letztendlich war dies ein entscheidender Grund, warum Julian nicht handelte – insbesondere, da die Entlassung noch in frischer Erinnerung war.“

Infolgedessen spielte die DFB-Elf ein packendes Turnier – auch wenn im Viertelfinale gegen Spanien Schluss war. Dennoch: Die Begeisterung für die deutsche Nationalmannschaft konnte Nagelsmann endlich mal wieder entfesseln. Daher entschied sich der 38-Jährige dafür, auch bis zur WM 2026 in diesem Jahr Trainer der DFB-Elf zu bleiben.

