In der Bundesliga traf Werder Bremen am Dienstagabend in einem Nachholspiel zuhause auf die TSG Hoffenheim. Die Hoffenheimer sind momentan sehr gut in Form und eines der besten Teams in der Bundesliga.
Deswegen hatte Werner Bremen natürlich eine Mammutaufgabe vor der Brust. Zumal Horst Steffen und sein Team momentan in der Krise stecken und dann noch einige Ausfälle zu beklagen hatten.
Prass-Paukenschlag vor der Pause
Marco Friedl konnte aufgrund einer Gelbsperre nicht mit dabei sein, deswegen bestand die Werder-Innenverteidigung diesmal aus Julian Malatini und Karim Coulibaly. Die Bremer hatten auch erstmals den neuen Stürmer von Beginn an dabei, Jovan Milosevic, der schon als Joker einen Treffer erzielte, begann neben Justin Njinmah. Werder begann in diesem Spiel durchaus forsch und feuerte schon nach 50 Sekunden den ersten gefährlichen Schuss ab. Die TSG hatte derweil nach acht Minuten zwei Eckbälle, die für Gefahr sorgten und bei denen Mio Backhaus auch mal eingreifen mussten.
Hoffenheim hatte zwar mehr Spielanteile, aber Werder machte es gut. Die Formkrise war nicht wirklich zu erkennen, die Hausherren liefen die Lücken clever zu und die TSG musste viel investieren. Was allerdings erkennbar war: Die Gegenangriffe von Bremen waren nicht präzise genug. Die Kraichgauer waren in diesem Spiel im Vergleich zu den letzten Wochen zu ungeduldig und beraubten sich damit den eigenen Stärken. Bei einem vielversprechenden Angriff beging Leon Avdullahu nach mehr als einer halben Stunde beispielsweise ein unnötiges Stürmerfoul. Nach 44 Minuten blitzte dann die Klasse der Hoffenheimer einmal auf. Ein Prass-Schuss aus der Distanz schlug rechts oben im Winkel ein – mit 109 km/h! Das 1:0 für die TSG war auch der Pausenstand.
Trotz Überzahl: Bremen verliert gegen Hoffenheim
Direkt nach der Pause hatten die Hoffenheimer auch gleich die erste gute Chance aus der Distanz. Nach 50 Minuten gab es dann einen großen Aufreger, denn Wouter Burger sah nach einem Tackling die gelbe Karte, aber der Schiedsrichter wurde zur Überprüfung eines Platzverweises an den Monitor gerufen. Die Entscheidung lautete: Platzverweis. Direkt nach der roten Karte fiel auch gleich da nächste Tor, Hoffenheim erhöhte durch Grischa Prömel auf 0:2. Er schubste vor dem Tor aber ein wenig, was noch einmal eine Überprüfung nach sich zog. Der Treffer zählte aber. Jetzt wurde das Spiel aber rasant. Nach 63 Minuten traf Romano Schmid zum 1:2. Das war ein schönes Tor, doch der Abseitsverdacht bestand sofort. Und in der Tat: Das Tor wurde zurückgenommen.

Werder versuchte in der Folge viel, dem Team von Horst Steffen fehlte aber der Schwung und die Präzision. Das zog sich schon durch die letzten Wochen der Saison. Eine gewisse Wucht entwickelte Werder definitiv, aber die TSG konnte die Dinge einigermaßen wegverteidigen. Für die Bremer war es eine eher frustrierende zweite Halbzeit, weil die Dinge, die man sich vorgenommen hatte, kaum umgesetzt werden konnten. Es blieb folglich trotz einer kleinen Schlussoffensive beim 0:2.

