Bundesliga | „Ich glaube in der ersten Halbzeit hatte ich keinen Torschuss“ – Die Stimmen des Samstagnachmittags

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News | Nach dem Samstagnachmittag des 14. Bundesliga-Spieltags stellten sich die Protagonisten den Fragen der Öffentlichkeit.

„Das ist scheiße, was wir machen“

23 Tore fielen an einem turbulenten Samstagnachmittag des 14. Bundesliga-Spieltags. Nach Kantersiegen und einem Spektakel stellten sich die Protagonisten den Fragen von Sky.

Hoffenheim 3:2 Frankfurt

Dennis Geiger (Hoffenheim): Ich glaube, dass es viel mit Selbstvertrauen zu tun hat. Wir wissen, dass wir eine gewisse Serie zuhause haben. Und wir wussten, dass heute ein extrem wichtiges Spiel ist, weil relativ wenig Abstand ist nach unten. Ich glaube, wir hatten zwei Punkte Vorsprung auf den Zwölften. Deswegen war es heute ein richtig, richtig wichtiges Spiel und wir sind überglücklich, dass wir gewonnen haben.

Sebastian Rode (Frankfurt): Das ist schon sehr ärgerlich, weil wir uns heute mehr vorgenommen haben. Aber wir sind heute wieder auf ein sehr gutes Hoffenheim getroffen, die auch einen Lauf haben. Gerade das 1:0 war wie ein Weckruf für Hoffenheim, da haben wir so ein bisschen den Faden verloren. Da haben wir keinen Zugriff gehabt, da konnten sie sich sehr gut rausspielen, haben dann auch schöne Tore gemacht. Am Ende hat’s dann nicht mehr gereicht, dass wir wie in den letzten Wochen nochmal ein Tor machen.

 



 

Oliver Glasner (Frankfurt): Es war heute ein typischer Selbstfaller, würde ich mal sagen. Wir sind gut reingekommen, hatten Chancen, erzielen das Tor, haben glaube ich Chancen aufs Zweite und Dritte und waren heute einfach in unserem Defensivverhalten nicht konsequent genug. Im Spiel nach vorne hatten wir uns in der zweiten Halbzeit noch Torchancen erspielt, hatten gute Aktionen. Aber die hundertprozentige Konsequenz in der Defensive, die hat heute gefehlt. Deswegen ist Hoffenheim heute auch zu drei Toren gekommen.

Sebastian Hoeneß (Hoffenheim): Ich glaube, es war ein Spiel, wie es zu erwarten war, auf Augenhöhe, mit zwei Mannschaften, die sich fast neutralisieren, wo es um Momente geht – und die Momente, die haben wir heute einfach genutzt und das freut mich natürlich ungemein. Das ist ein Sieg, der sich super anfühlt, gegen eine Mannschaft, die gerade richtig gut unterwegs ist. Und das haben sie heute auch wieder in Phasen gezeigt, was für ein Selbstvertrauen sie haben.

Bielefeld 1:1 Köln

Steffen Baumgart (Köln): Das war kein gutes Spiel von uns, das muss man ganz klar sagen. Trotzdem haben die Jungs sich gewehrt, haben versucht, den Punkt mitzunehmen. Glaube nicht, dass wir heute auch mehr verdient hätten. Wir sind nicht annähernd in das reingekommen, so wie wir’s machen wollten oder auch machen müssen. Die Bielefelder haben nicht nur den Abstiegskampf komplett angenommen, sie haben auch gut Fußball gespielt. Sie haben immer wieder Lösungen gefunden gegen uns. Wir haben es nicht geschafft, die einfachen Bälle an den Mann zu bringen, haben meines Erachtens einfache Fehler gemacht. Und dann bringst du natürlich einen Gegner, der sehr, sehr aggressiv war, sehr kampfstark war, immer wieder im Spiel. Und da hatten wir keine passende Antwort, das muss man auch zugeben.

Manuel Prietl (Bielefeld): Die Mannschaft hat eine mega Moral und das haben wir in den letzten Spielen auch schon gezeigt. Sie gibt sich nicht auf. Wir versuchen, immer weiterzumachen. Wir erzwingen dann die Tore, so wie beim Einwurf, wo Fabi schnell schaltet und Bryan (Lasme) sein erstes Tor macht. Wir müssen dann auch weitermachen. Das war keine schlechte Leistung. Wir können uns nur vorwerfen, dass wir die Tore nicht gemacht haben. Wir sind voll da und das soll uns Mut geben für die nächsten Spiele. Wir müssen jetzt anfangen zu punkten.

Jonas Friedrich (Sky): So also die Bier- und Punkteteilung in Bielefeld.

Bundesliga Wolfsburg

Photo by Christof Koepsel/Getty Images

Mainz 05 3:0 Wolfsburg

Anton Stach (Mainz 05): Das 2:0 war einstudiert von uns. Beim Einstudieren hat’s gar nicht geklappt, weil ich den Ball meistens nicht getroffen habe. Dass es heute so geklappt hat, ist natürlich überragend.

Joshua Guilavogui (Wolfsburg): Wir sind von Anfang an nicht ins Spiel gekommen. Wir müssten aus dem Spiel in Bielefeld lernen. Der Trainer hat uns sehr gut vorbereitet. Und jetzt ist wieder die gleiche Scheiße. Das ist Scheiße, was wir machen. Wir wissen, dass wir hierher kommen müssen, um einen Punkt zu holen. Wenn wir uns unsere erste Halbzeit anschauen, dann ist das nicht genug. Allgemein haben wir heute keine Chance, keine Torchance gehabt.

FC Augsburg 2:3 VfL Bochum

Eduard Löwen (VfL Bochum): Ich habe gerade gehört, dass wir vor dem Spiel keinen einzigen Treffer nach Eckball hatten, aber, dass Augsburg, wenn ich richtig liege, auch keinen kassiert hat. Das ist natürlich schön, dass es heute geklappt hat.

Sebastian Polter (VfL Bochum): Ich glaube am Ende des Tages ist er (Thomas Reis) froh, wie jeder andere auch, dass wir das Spiel hier gewinnen und dass ich der Mannschaft mit zwei Toren helfen konnte. Bei mir persönlich war es in den letzten Wochen so, dass ich nicht direkt abgeschlossen habe, dass ich auch wenig Torschüsse hatte. Wir hatten vor zwei Wochen, vor dem Freiburg-Spiel ein Vieraugengespräch geführt, der Trainer und ich, wo er mir helfen kann, wo ich zu alter Stärke auch hinmuss. Oftmals hilft es einfach, wenn man über Sachen spricht, das bewusst anspricht. Das haben wir getan. Gegen Freiburg hat es sehr gut funktioniert, mit dem direkten Schuss durch die Beine heute wieder. Eigentlich das identische Tor, derselbe Laufweg. Wieder Gerrit (Holtmann), der den Ball da reinspielt. Ich bin einfach nur froh, dass wir das Spiel hier in Augsburg gewinnen.

Niklas Dorsch (FC Augsburg): Alles lief schief. Wir spielen zwei gute Spiele und dann spielen wir so eine scheiß erste Halbzeit, das ist unglaublich. Klar, kannst du 1:0 in Rückstand geraten. Aber dass du dann mit 3:0 in die Halbzeit gehst, ist eine absolute Frechheit.

Bayer Leverkusen 7:1 Greuther Fürth

Branimir Hrgota (Greuther Fürth): Ich tue mich schwer, an jemandem Kritik zu üben. Wir müssen einfach alle gemeinsam besser spielen. Wir wissen alle, dass Bayer Leverkusen eine sehr, sehr gute Mannschaft ist, aber 7:1 ist viel zu viel.

Patrik Schick (Leverkusen): Ich glaube, in der ersten Halbzeit hatte ich keinen Torschuss, keine Torchancen. In der zweiten Halbzeit war es wie die Ketchupflasche. Am Anfang geht wenig, aber wenn du ein Tor machst, geht ganz viel. Ich bin extrem glücklich, dass ich vier Tore erzielt habe und dass wir gewonnen haben. Es war ein schöner Abend.

Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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