Bundesliga | Füllkrug erleichtert, Ducksch stolz, Hofmann verwundert – Die Stimmen zu Bremens Kantersieg über Borussia Mönchengladbach!

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News | 5:1 bezwang Werder Bremen Borussia Mönchengladbach im Topspiel des 8. Bundesliga-Spieltags. Im Anschluss an die Partie sammelte Sky Reaktionen ein.

„Erfüllt mich auch ein bisschen mit Stolz“ – Bremer Doppelsturm frohlockt nach Kantersieg

„Lücke für Deutschland!“, hallte es im Anschluss an die Partie durch das Weserstadion. Zwei Tore und zwei Assists steuerte Niclas Füllkrug zu Bremens 5:1-Sieg über Borussia Mönchengladbach bei. Damit führt er die Torjägerliste mit sieben Treffern an. Einzig Rudi Völler erzielte mehr Saisontore für Werder nach acht Spieltagen – deren acht.

 



 

Für die Bremer war es der erste Heimsieg seit dem 23. Spieltag 2020/21, am 26. Februar 2021. Kein Wunder also, dass Füllkrug selbst davon sprach, dass „ein bisschen der Knoten geplatzt“ sei. „Auch, wenn ich das gar nicht so extrem empfunden hab, weil wir einige Spiele, zwar in der zweiten Liga gewonnen haben. Aber trotzdem hatten wir heute eine Weltklasse erste Halbzeit. Da haben wir natürlich sehr viele Körner und viel Energie gelassen, sodass es in der zweiten Halbzeit ein bisschen entspannter gelaufen ist.“

Ein gelungener Abend war es auch für Füllkrugs Sturmpartner Marvin Ducksch, der sein erstes Bundesligator für Werder Bremen erzielte: „Wie sehr sich auch die Mannschaft über das Tor gefreut hat, das erfüllt mich auch ein bisschen mit Stolz. Die Jungs haben immer dran geglaubt, ich habe immer dran geglaubt. Uns war klar, dass irgendwann der Knoten platzt. Dass es heute passiert, in diesem überragenden Spiel, ist natürlich noch besser.“

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„Waren in den letzten beiden Auswärtsspielen auf den Punkt da – und heute gar nicht“ – Hofmann „entsetzt“ nach 1:5-Debakel

Komplett bedient – und auch entsetzt über die eigene Leistung – zeigten sich die Gladbacher – allen voran Jonas Hofmann: „Mir fehlen echt so ein bisschen die Worte auf der einen Seite. Auf der anderen Seite gibt es Dinge, die der Trainer direkt schon angesprochen hat, die einfach überhaupt nicht gut waren. In der ersten Viertelstunde verlieren wir fast das Spiel. Viele Fehlpässe, Zweikämpfe verloren. Ich wundere mich auch ein bisschen, weil wir in den letzten beiden Auswärtsspielen (1:1 FC Bayern, 0:0 SC Freiburg) immer sofort auf den Punkt da waren – und heute so gar nicht. Klar kann man sagen, wir waren erst am Donnerstag zusammen im Training. Aber das wären Ausreden, weil wir trotzdem einzeln die Qualität haben, die Spiele hier auch zu gewinnen und auch als Mannschaft. Wir haben Qualität, die einfach auf den Punkt da sein muss und das war sie heute nicht. Jegliche Kritik und – auch von vielen gehört – jede harte Kritik ist berechtigt.“

„Er (Daniel Farke, Anm. d. Red.) hat einfach nochmal angesprochen, um was es geht, was das Wesentliche ist, dass wir die zweite Halbzeit auf jeden Fall gewinnen wollen. Das ist ein bisschen doof, wenn ich mich hier hinstelle und noch was Positives sage. Aber in der zweiten Halbzeit sind wir dann als Mannschaft aufgetreten, wir haben uns Chancen herausgespielt, wir haben ein Tor gemacht. Ich hatte noch das 4:2 auf dem Fuß. Wer weiß, in welche Richtung es dann noch geht. Wir haben schon einmal erlebt, dass eine Mannschaft nach 0:4-Rückstand den 4:4-Ausgleich gemacht hat (Schalke 2017/18 in Dortmund, Anm. d. Red.). So ein, zwei Erinnerungen kommen dann doch vielleicht hoch und man hat die Hoffnung – und natürlich hast du auch den Ehrgeiz, dann noch das 4:4 irgendwie zu machen. Wahrscheinlich sitzen manche Zuschauer zuhause und denken sich: Was erzählt der für eine Sch…? Trotzdem, ich bin Sportler, ich will gewinnen, auch, wenn ich 4:0 hinten liege in der Halbzeit. Dann gehe ich trotzdem raus und will versuchen, vier Tore zu schießen, oder fünf. Weil ich einfach ehrgeizig bin und die Spiele gewinnen will. Aber, ich denke, wir haben es heute in den ersten 15-20 Minuten verloren und hochverdienter Sieger: Werder Bremen“, so Hofmann weiter.

Photo by Christof Koepsel/Getty Images

Auch Daniel Farke zeigte sich äußerst resigniert: „Ich bin schon ein paar Jahre dabei. Sowas passiert im Fußball. Vor zwei Wochen haben wir unser bestes Saisonspiel gemacht, gegen Leipzig und heute, in den ersten 20 Minuten, waren wir gefühlt gar nicht auf dem Platz. Deshalb haben wir auch in der Anfangsphase das Spiel verloren. Auch, wenn die Jungs danach eine eigentlich recht gute Reaktion gezeigt haben. Trotzdem sind wir natürlich extrem unzufrieden mit der Anfangsphase und muss sagen, dass wir das Spiel heute verdient verloren haben.“

Photo by Christof Koepsel/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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