Bundesliga | „Wichtiges Zeichen nach unnötig schweren Wochen“ – Die Stimmen zu Bayerns Kantersieg gegen Freiburg

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News | Nach dem 5:0 des FC Bayern gegen den SC Freiburg zum Abschluss des 10. Bundesliga-Spieltags sammelte DAZN Reaktionen ein. 

5:0! FC Bayern stoppt den Freiburger Höhenflug

Mit dem 2:0 über Borussia Dortmund war Union Berlin an der Tabellenspitze auf sieben Zähler davongezogen. Druck war für den FC Bayern ausreichend vorhanden. Den wussten sie von der ersten Minute an in positive Energie umzusetzen. Es dauerte allerdings deren 13 bis auch die Anzeigetafel etwas davon mitbekam. Mark Flekken parierte aus kürzester Distanz gegen Leroy Sané. Serge Gnabry setzte den Rebound per Kopf aus gut zwölf Metern in den rechten Winkel. Vor der Pause legte Eric Maxim Choupo-Moting gekonnt aus spitzem Winkel zum 2:0 nach.

 



 

Die zweite Hälfte begannen die Freiburger druckvoll, wollten einen schnellen Anschlusstreffer. Stattdessen legte Choupo-Moting in Minute 53 per Absatz für Leroy Sané auf, der satt aus rund 18 Metern unten links vollendete. Nun ging es dahin für den Sport-Club. Zwei Minuten nach dem 3:0 schätzte Philipp Lienhart einen Chip von Gnabry falsch ein. Sadio Mané stand halbrechts frei vor Flekken und lupfte über den Niederländer zum 4:0. Zehn Minuten vor Schluss legte Lienhart ungewollt für den eingewechselten Marcel Sabitzer auf, der aus rund 15 Metern ins linke Eck traf. Mit diesem Ergebnis springen die Münchener von Platz 6, auf den sie im Verlauf des Spieltags durchgereicht wurden, auf Platz 2 und sind mit vier Zählern Rückstand erster Union-Jäger. Freiburg fällt eins zurück auf die Drei. Im Anschluss an die Partie sprach DAZN mit klaren Siegern und Besiegten.

„Wollen alle Punkte mitnehmen“ – Erleichterung und Freude beim FC Bayern nach Kantersieg im Spitzenspiel

Serge Gnabry nannte ihn im Interview „einen der besten Sohlenspieler“, weil er immer wieder für seine Mitspieler per Absatz auflegt. An diesem Abend machte Eric Maxim Choupo-Moting den Unterschied: Das 1:0 leitete er maßgeblich mit ein, das 2:0 erzielte er selbst und legte – natürlich per Hackentrick – Leroy Sané das 3:0 auf. Er selbst sei „super happy, das ich heute gespielt habe und dass wir alle heute so ein Spiel abgeliefert haben. Von der ersten bis zur letzten Sekunde haben wir gezeigt, wer hier Herr im Hause ist. Es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht.“

Bei seinem Tor habe er, im Duell mit Matthias Ginter, „gespürt, ich muss mir da ein bisschen Platz verschaffen, hab einmal angetäuscht und dann direkt in der nächsten Aktion geschossen. Der Ball ist super reingegangen. Das ist ein schönes Tor.“

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Photo by CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images

Serge Gnabry sprach von einem „wichtigen Zeichen für uns nach unnötig schweren Wochen. So wollen wir jetzt weitermachen.“ Oder genauer: „Jedes unserer Spiele gewinnen. Dadurch, dass wir ein paar unnötige Punkte abgegeben haben, wissen wir klar, dass der Druck da ist, dass wir die Spiele gewinnen müssen. Bis zur WM-Pause wollen wir alle Spiele, alle Punkte mitnehmen“.

Dafür braucht es in erster Linie Personal: Gegen Freiburg kehrten Matthijs de Ligt, Alphonso Davies, Serge Gnabry und Jamal Musiala zurück. Manuel Neuer und Thomas Müller sind noch nicht wieder verfügbar. „Eine Chance gibt es. Es ist bei beiden nicht ausgeschlossen. Aber ich hab es nicht fest im Kopf geplant. Wir schauen von Tag zu Tag. Bei Thomas sehe ich für den Kader (in Augsburg, Anm. d. Red.) eine realistischere Chance. Aber bei Manu ist es auch ein Thema, wie eingeschränkt er ohne Schmerzmittel ist. Ich will nicht, dass er die ganze Zeit Schmerzmittel schluckt und dann Spielen muss und dann wird es immer noch schlechter. Wir haben mit Manu noch sehr viel vor dieses Jahr, oder nächstes Jahr. Von dem her, muss man einfach gucken, wie schnell die Schulter da verheilt“, so Julian Nagelsmann. Immerhin gab es für den ausgewechselten Noussair Mazraoui Entwarnung: Er habe „nur so einen kleinen Krampf, einen hamstrings“ gehabt. Bei ihm wollte man kein Risiko eingehen.

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„Waren wahnsinnig brav“ – Streich hadert mit Zweikampfhärte

Der SC Freiburg musste in München die zweite Saisonniederlage – nach dem 1:3 gegen Borussia Dortmund – hinnehmen, zudem die erste Auswärtsniederlage. Zwar gab man sich aufseiten der Breisgauer geknickt, wusste das Spiel dennoch richtig einzuordnen. So wie beispielsweise Kapitän Christian Günter: „Die Geschwindigkeit, die Bayern, auch übers Zentrum, immer wieder hat, mit Leroy, ist natürlich wahnsinnig schwer zu verteidigen: Diese Anspiele vorne rein, diese Doppelpässe. Da haben sie eine Wahnsinnsqualität. Das haben wir heute einfach nicht geschafft, das gut genug zu verteidigen. Insgesamt war Bayern einfach die bessere Mannschaft, das müssen wir heute anerkennen. Nichtsdestotrotz hat jeder, glaube ich, versucht, alles reinzuwerfen. Der Mannschaft kann man keinen Vorwurf machen. Das Ergebnis ist natürlich einen Tick zu hoch, das nervt uns natürlich. Mund abputzen, weitermachen. Am Mittwoch weiterkommen (im DFB-Pokal gegen den FC St. Pauli, Anm. d. Red.), dann ist die Welt wieder in Ordnung.“

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Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images

Einen Schuss aufs Tor konnten die Freiburger nicht abgeben. Die beste „Gelegenheit“ hatte Günter selbst, als er nach 26 Minuten links durchbrach, aber mit seinem Zuspiel lediglich Joshua Kimmich fand. „Die Umschaltmomente wollten wir auf jeden Fall nutzen. Wir haben gewusst, dass wir dadurch auch immer mal wieder eine Möglichkeit haben gegen die Bayern. Ich muss da weitergehen. Er (de Ligt, Anm. d. Red.) macht es gut zu. Ich habe gedacht, der Ritsu (Doan) kommt dann. Das geht besser, auf jeden Fall. Schade, weil ich glaube, dass das so eine Sequenz gewesen wäre, wenn man da mal zum Abschluss kommt oder ein Tor macht, dann läuft es nochmal anders.“

Christian Streich machte die Niederlage auch noch an einer anderen Sache fest: „Was ein bisschen schade war, wir waren wahnsinnig brav. Aber die Jungs sind halt auch anständig bei uns. Wenn ich sehe, wie sonst dazwischengeklopft wird, da hätten wir schon mal in den Zweikampf gehen können. Aber das haben wir nicht gemacht und waren von der Energie nicht in der Lage, Bayern Paroli zu bieten und deshalb haben wir 5:0 verloren.“

Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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