Bundesliga | Fünf Tore – und viel Optimismus auf beiden Seiten: Die Stimmen zu Leipzigs Sieg gegen Hertha BSC

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News | Im Anschluss an das 3:2 von RB Leipzig über Hertha BSC sammelte Sky Reaktionen ein. 

Hertha holt auf, scheitert dennoch knapp in Leipzig

Bereits zur Pause führten die Leipziger nach Treffern von Emil Forsberg (25′), David Raum (30′) sowie Willi Orbán (45′) führten die Leipziger 3:0. Dennoch hatte Sandro Schwarz noch lange nicht den Haken hinter der Partie, brachte zur Pause unter anderem mit Wilfried Kanga einen weiteren Stürmer.

 



 

Nach einer Stunde verkürzte Dodi Lukébakio vom Punkt, nachdem Abdou Diallo eine Flanke von Jonjoe Kenny mit dem Arm blockte. Nur 139 Sekunden später klärte Orbán einen Lukébakio-Freistoß zu kurz, sodass Stevan Jovetić von der Strafraumkante aus der Drehung auf 2:3 stellen durfte. Mit Ablauf der Nachspielzeit, in Minute 95 kam Kanga rechts im Strafraum tatsächlich noch zur Ausgleichchance. Anders, als bei Anthony Modeste vor Wochenfrist brachte die verteidigende Mannschaft ihre Führung diesmal ins Ziel, weil der Ball am rechten Pfosten landete. Sky sprach nach der Partie mit Siegern und Besiegten.

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Forsbergs „schöner Samstagabend“, Rose „stolz auf die Jungs“

Obwohl seine Mannschaft fast ein 3:0 hergegeben hätte, gab sich Emil Forsberg im Interview nach der Partie locker und sprach von einem „schönen Samstagabend“. Trotzdem hielt er den Elfmeter für „eine kleine Einladung für das Spiel und dann haben sie das 3:1 gemacht und danach war die Brust raus bei ihnen, sie haben es gut gemacht. Es gab ein bisschen Unsicherheit bei uns. Das hat man auch gesehen, im Spielaufbau. Aber das ist Fußball, das passiert auch.“

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Photo by Maja Hitij/Getty Images

Auch Marco Rose zeigte sich durchweg optimistisch: „Wir haben soviel Körner gehabt, dass wir das Spiel gewonnen haben. Ich bin megastolz auf die Mannschaft. Bei dem Programm, das wir hier zuhause haben, in der ersten Halbzeit so zu spielen, wie wir gespielt haben, in der Anfangsphase war es sehr offen, glaube ich, dann war es sehr dominant, wir haben 3:0 geführt. 2:0 ist noch unangenehmer. Aber 3:0 kann auch unangenehm werden. Das haben wir heute gemerkt. Hertha ist dann zurückgekommen. Das hab ich aber vorher gewusst: Großartige Mannschaft, die sich jede Woche weiterentwickelt und besser wird und jetzt auch irgendwann dann hoffentlich, dass gönne ich ihm (seinem Kumpel Sandro Schwarz, Anm. d. Red.) wirklich mega viel punktet. Logisch, verlieren wir dann auch an Frische, deswegen wechseln wir auch dreimal in der 60. Minute, um von der Bank nochmal Frische zu bringen. Dann glaube in der 70. Minute noch zweimal. Um heute einfach alles, was wir dann noch draußen haben, reinzuwerfen. Weil es ja nicht weniger wird, sondern es wird mehr. Und nochmal: Ich bin heute mega einverstanden und stolz auf die Jungs.“

Hertha lobt zwar die Mentalität – „es soll aber nicht der Eindruck entstehen, dass wir glücklich nachhause fahren“

Wie zweimal in der vergangenen Saison unterlag Hertha BSC auch diesmal RB Leipzig. Der große Unterschied lag allerdings in der Einstellung. Während man 2021/22 noch 0:6 und 1:6 verlor, kämpften sich die Berliner, trotz 0:3-Halbzeitrückstands, nochmal zurück und hatten in Minute 95 sogar die Ausgleichchance, die am rechten Pfosten landete. Diese neugewonnene Mentalität nahmen alle Herthaner positiv aus der Partie mit: „Ich glaube, das unterstreicht nochmal den Weg, den wir in den letzten Wochen gehen“, so Marc-Oliver Kempf. „Diese zweite Halbzeit, heute. Ich glaube, jeder, der das Spiel gesehen hat, oder zumindest das Ergebnis zur Halbzeit ist wahrscheinlich davon ausgegangen, dass wir mit vier, fünf nachhause fahren. Ich glaube, wir haben viele Leute eines Besseren belehrt, haben eine gute zweite Halbzeit gespielt und am Ende den Lucky Punch verpasst und leider nicht den Ausgleich geschafft.“

Photo by Maja Hitij/Getty Images

Sandro Schwarz betonte zwar, dass er seine Jungs „liebe, für das was sie gebracht haben“, Leistung wirst du immer brauchen, um Ergebnisse zu erzielen. Ich hab das den Jungs auch gesagt, es soll bitte nicht der Eindruck entstehen, dass wir glücklich nachhause fahren. Wir ärgern uns über das Ergebnis. Wir haben uns über die Unentschieden geärgert, in Mainz (1:1), letzte Woche zuhause gegen Freiburg (2:2). Dennoch musst du dann aber das Positive rausziehen. Die Stabilität, die wir auf den Platz bekommen, Aggressivität, Vorwärtsverteidigen. Das ist schon großer Sport. Ich bleibe dabei, das wird der Weg sein und das ist der Weg und die Zuschauer honorieren das, sensationelle Atmosphäre. Deswegen, dranbleiben, immer weiter gierig bleiben und das wird dann auch mit drei Punkten belohnt werden.“

Photo by Maja Hitij/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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