Bundesliga | Doppeltes Pfostenglück, doppelter Elfmeter: Skov und Dabbur besiegeln Hoffenheims Kantersieg auf Schalke

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News | Zum Auftakt des 10. Bundesliga-Spieltags empfing der FC Schalke 04 die TSG Hoffenheim. Die geradlinigeren und effizienteren Gäste gewannen letztlich klar und deutlich 3:0.

Schalke druckvoll, Hoffenheim konsequent – und zur Pause vorne

Willkommen in der Veltins-Arena! Am Freitagabend des 10. Bundesliga-Spieltags empfing der FC Schalke 04 die TSG Hoffenheim. Vor Wochenfrist gab es für die Gastgeber ein 0:4 beim Debüt von Xabi Alonso in Leverkusen. Auch die Gäste kamen mit einer Niederlage – im vergangenen Freitagsspiel gegen Werder Bremen. Es war die erste Heimniederlage der Hoffenheimer in dieser Spielzeit.

Drei Wechsel nahm Frank Kramer vor: Thomas Ouwejan, Alex Král sowie Florent Mollet, der sein Pflichtspieldebüt von Beginn an feierte, begannen anstelle von Tobias Mohr, Florian Flick und Sebastian Polter. Alle drei fanden sich zunächst auf der Bank wieder.

Bei der TSG Hoffenheim gab es einen Wechsel, im Vergleich zur ersten Heimniederlage gegen Werder Bremen: Georginio Rutter ersetzte Andrej Kramarić.

Einmal früh, einmal spät: Skov und Dabbur bringen TSG auf Kurs

Damit hinein in die Partie: Hoffenheim gestaltete die Angelegenheit buchstäblich vom Anstoß weg druckvoll. Nach acht Sekunden (!) gab es den ersten Eckball für die TSG und bis zum Ablauf der ersten Minute noch einen zweiten.

Die erste Szene mit Nachwirkungen spielte sich allerdings in Minute 7 ab: Georginio Rutter flankte von rechts an den zweiten Pfosten, Angeliño gab nach innen. Christoph Baumgartner konnte den Ball nicht richtig kontrollieren, weil er von Leo Greiml mit offener Sohle am Schienbein getroffen wurde. Einen weiteren Versuch Rutters konnte die S04-Defensive blocken. Kurz darauf schaute sich Florian Badstübner die Szene, zusammen mit Bastian Dankert und Markus Häcker an – und gab einerseits völlig korrekt Elfmeter sowie Gelb für Greiml.

Die vergangenen beiden Versuche vom Punkt vergab die TSG. Diesmal nahm sich Robert Skov der Sache an und nagelte den Ball akkurat neben den rechten Pfosten. 0:1, 11. Minute!

Danach aber hieß die bessere Mannschaft Schalke 04. Immer wieder konnte sich Königsblau druckvoll nach vorne kombinieren und ließen Hoffenheim kaum zur Geltung kommen. Die besseren Chancen gehörten bis hierhin allerdings den Gästen: 23. Minute, Munas Dabbur schickte mit einem Absatztrick Baumgartner auf die Reise. Gut 20 Meter vor dem Tor legte der Österreicher nach rechts zum glockenfreien Georginio Rutter, der eigentlich nur noch hätte einschieben müssen, aber über das Tor zielte.

Nach einer halben Stunde hatten auch die Schalker ihre beste Gelegenheit, weil Florent Mollet vor dem Strafraum zu viel Platz bekam, sich um Dennis Geiger winden und abziehen durfte – der rechte Pfosten rettete. Von links kam Thomas Ouwejan angerauscht und trümmerte den Rebound ebenfalls aufs Tor. Diesmal war Baumann zur Stelle.

Es gab zwei Minuten Nachspielzeit. Mit Ablauf dieser durfte die TSG nochmal kontern, weil Baumann das Spiel schnell machte und Cédric Brunner als letzter Mann notbremsengefährdet gegen Georginio Rutter die Finger vom Trikot lassen musste. Von rechts gab der Franzose links an die Strafraumkante zu Munas Dabbur, der sich die Kugel nochmal kurz zurechtlegte und sehenswert ins lange Eck schlenzte. 0:2! Schalke hatte bis hierhin mehr vom Spiel, Hoffenheim allerdings mehr von der Anzeigetafel.

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Nächster Pfostentreffer für Schalke, nächster Elfmeter für Hoffenheim: TSG gewinnt deutlich

Einen Wechsel nahm Frank Kramer zur Pause vor: Mehmet Aydin ersetzte Cédric Brunner. Der zweite Durchgang begann eher ruhig. Binnen gut 60 Sekunden gab es allerdings zwei Szenen, die das Spiel ideal zusammenfassten. Minute 56, Marius Bülter verlängerte einen Ouwejan-Eckball. Die Kugel fiel zentral an den zweiten Pfosten. Im Anschluss foulte Drexler Torschütze Dabbur im Mittelfeld und sah dafür Gelb. Mittlerweile lief die 57. Minute, Skov flankte in den Strafraum, Ouwejan blockte, allerdings mit dem ausgefahrenen Arm. Erneut meldete sich Bastian Dankert und schickte Badstübner an den Monitor. Es gab den nächsten Strafstoß für die Hoffenheimer. Auch diesmal trat Robert Skov, entschied sich erneut fürs rechte Eck, diesmal flach. 0:3, 59. Minute!

Bundesliga Schalke 04 TSG Hoffenheim

Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images

Der Schalker Widerstand schien nun gebrochen. 68. Minute, Angeliño knallte eine Rutter-Flanke volley in Richtung Schwolow, der die Kugel entschärfte. Direkt danach ging die RB-Leihgabe im Duell mit Aydin zu Boden. Diesmal winkte Badstübner die Szene weg.

Mit diesem Ergebnis springt die TSG – zumindest über Nacht – am FC Bayern vorbei auf Platz 3. Schalke, die aus den letzten beiden Partien eine Tordifferenz von 0:7 haben, verbleiben auf dem Relegationsplatz und könnten am Samstagnachmittag von Stuttgart oder dem VfL Bochum überholt werden.

Kommenden Dienstag treffen beide Teams erneut aufeinander – im DFB-Pokal und mit umgekehrtem Heimrecht. Danach stehen für Schalke noch die Duelle in Berlin, gegen den SC Freiburg und in Bremen an. Die TSG Hoffenheim empfängt nach der Pokalpartie den FC Bayern, reist dann nach Köln und trifft auf RB Leipzig.

Der Endstand aus der Veltins-Arena: FC Schalke 04 0, TSG Hoffenheim 3.

Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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