Bundesliga | Früh und spät: VfL Wolfsburg holt ersten Sieg gegen Borussia Dortmund seit 2015!

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News | Der 14. Bundesliga-Spieltag begann am frühen Dienstagabend mit der Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund. Dank eines frühen und sehr späten Treffers holen die Gastgeber den ersten Sieg über Dortmund seit dem Pokalfinale 2015!

Viele Chancen, aber nur van de Ven trifft – Wolfsburg führt zur Pause

Willkommen in der Volkswagen Arena! Am frühen Dienstagabend empfing der VfL Wolfsburg den BVB. Vergangenes Wochenende konnte die Mannschaft von Niko Kovač 3:0 in Mainz gewinnen. Die Borussia bezwang den VfL Bochum zuhause mit selbigem Ergebnis.

Zwei Wechsel nahm Kovač im Vergleich zum Wochenende vor: Omar Marmoush und Jonas Wind ersetzten Patrick Wimmer sowie Lukas Nmecha. Edin Terzic brachte lediglich Karim Adeyemi für Giovanni Reyna.

Süle nur an den Pfosten – Wolfsburg nimmt die knappe Führung mit in die Halbzeit

Damit hinein in die Partie: Wolfsburg erwischte die bessere Anfangsphase. 3. Minute, eine flache Hereingabe von rechts fasste Omar Marmoush direkt ab. Gregor Kobel hechtete die Kugel aus dem rechten Eck.

Drei Minuten später bekam der VfL einen Eckball, den Maximilian Arnold an den ersten Pfosten brachte. Nico Schlotterbeck verlängerte im Duell mit Sebastiaan Bornauw eher unfreiwillig. Links im Fünfmeterraum stand Micky van de Ven komplett frei und nickte locker ein. 1:0 – und das erste Bundesligator für den Niederländer!

Nach gut 20 Minuten schien sich der BVB etwas zu fangen. 21. Minute, Donyell Malen hielt von links im Strafraum wuchtig aufs kurze Eck, Koen Casteels war allerdings zur Stelle. Rund 60 Sekunden später spielte Bornauw einen haarsträubenden Fehlpass in den Lauf von Jude Bellingham, der Youssoufa Moukoko bediente. Der Doppeltorschütze vom Wochenende wollte nochmal nach innen legen. So konnte van de Ven klären.

In Minute 24 dann wieder die Gastgeber: Marmoush kam links im Strafraum zum Abschluss. Gregor Kobel parierte mit der Brust. In dieser Phase schienen die Wolfsburger wieder etwas mehr das Kommando zu übernehmen. 31. Minute, Jonas Wind wurde in der Box gut freigespielt, Niklas Süle klärte allerdings im allerletzten Moment. Gut eine Minute später konnte Kobel einen Eckball zunächst klären. Der Rebound landete bei Ridle Baku, dessen Flanke Wind an den zweiten Pfosten verlängerte. Jakub Kamiński kam frei zum Abschluss, Kobel war bereits geschlagen. Allerdings rettete Raphaël Guerreiro auf der Linie.

Sieben Minuten später kam Julian Brandt auf der anderen Seite zum Kopfball, der allerdings knapp über das linke Eck ging. Es ging in diesen Minuten hin und her. In der 40. fand Baku Omar Marmoush, der nur um Zentimeter rechts verfehlte.

Drei Minuten vor der Pause kam Süle nach einem Eckball zum Torschuss, der knapp am rechten Pfosten vorbeiging. Noch näher kam der Nationalspieler in der ersten Minute der Nachspielzeit, als ihn eine abgefälschte Hereingabe direkt aufs Tor trümmerte, allerdings nur den rechten Pfosten traf. So ging es mit dem 1:0 in die Pause.

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Dortmund drückt, aber Lukas Nmecha macht alles klar

Seit dem 3:1 im Pokalfinale 2015 konnte der VfL kein Pflichtspiel gegen Borussia Dortmund mehr gewinnen. Eine Serie, die die Gastgeber in der zweiten Halbzeit personell unverändert brechen wollten. Auch beim BVB gab es keine Wechsel.

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff bekamen die Dortmunder einen Freistoß von der rechten Seite. Guerreiro versuchte es direkt hoch aufs kurze Eck, Casteels parierte. Nur eine Minute später kam Moukoko nach einer Flanke von links zum Kopfball, den Casteels herausragend entschärfte.

Nach einer Anfangsviertelstunde, in der der BVB Druck machte, konnte sich der VfL zunehmend aus der Umklammerung lösen. 61. Minute, Wind bekam im Strafraum den Ball, schlug auf engstem Raum noch einen Haken, zog aber relativ zentral ab, sodass Kobel zur Stelle war. Bei der darauffolgenden Ecke kam Felix Nmecha links im Strafraum aus spitzem Winkel zur Chance. Erneut parierte Kobel. Der folgende Schuss von Kamiński konnte geblockt werden.

In Minute 74 brach der Neuzugang von Lech Posen auf der rechten Seite durch und stand frei vor Kobel. Die entscheidende Abgezocktheit ging ihm in dieser Situation allerdings noch ab – und der Ball gut zwei Meter links vorbei.

In den letzten zehn Minuten versuchten die Dortmunder nochmal, den Ausgleich zu erzwingen, in persona Youssoufa Moukoko, der acht Minuten vor Schluss aus gut 17 Metern ansatzlos draufhielt und Casteels prüfte. Den anschließenden Eckball köpfte Mats Hummels vorbei.

Es gab sechs Minuten Nachspielzeit. In der ersten erarbeiteten sich die Wolfsburger einen Entlastungsangriff, weil sich Patrick Wimmer den Ball gegen Julian Brandt eroberte. Seine scharfe Hereingabe an den kurzen Pfosten drückte der eingewechselte Lukas Nmecha über die Linie.

Mit diesem Sieg springt der VfL vorerst auf Platz 8. Dortmund verbleibt auf Platz 4.

Im letzten Spiel vor der Weltmeisterschaft geht es für die Wolfsburger zur TSG Hoffenheim. Dortmund reist zum Borussen-Duell nach Mönchengladbach.

Der Endstand aus der Volkswagen Arena: VfL Wolfsburg 2, Borussia Dortmund 0.

VfL Wolfsburg 2:0 Borussia Dortmund

VfL WolfsburgCasteels – Ri. Baku, Bornauw, van de Ven, Paulo Otávio – Arnold – F. Nmecha (88′ M. Svanberg), Y. Gerhardt – J. Kamiński (88′ J. Roussillon), Marmoush (58′ P. Wimmer) – J. Wind (75′ L. Nmecha)

Borussia DortmundKobel – Süle (71′ T. Hazard), Hummels, N. Schlotterbeck, Guerreiro – S. Özcan (80′ M. Pašalić) – Adeyemi (61′ Reyna), Bellingham, Brandt, Malen (70′ Modeste) – Moukoko

Tore: 1:0 van de Ven (6′), 2:0 L. Nmecha (90’+1)

Photo by JOHN MACDOUGALL/AFP via Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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