Bundesliga | Hofmann eröffnet, Manu Koné macht alles klar: Gladbach gewinnt das Spektakel im Borussen-Duell

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News | Zum Auftakt des 15. und letzten Bundesliga-Spieltags vor der Weltmeisterschaft empfing die Borussia aus Mönchengladbach jene aus Dortmund. Es sollte sich ein herausragendes Spektakel entwickeln, das Gladbach 4:2 für sich entschied.

Irrsinniges Spektakel: Gladbach führt zur Pause gegen Dortmund

Willkommen im Borussia-Park! Im letzten Freitagsspiel des Jahres 2022 trat die Borussia aus Mönchengladbach gegen ihren Namensvetter aus Dortmund an. Beide Teams gingen mit einer Niederlage in die Partie: Gladbach unterlag Dienstag 1:2 in Bochum, der BVB 0:2 in Wolfsburg.

Nur einen Wechsel nahm Daniel Farke gegen seinen Ex-Klub vor – und das gezwungenermaßen: Lars Stindl ersetzte den COVID-19-positiven Alassane Pléa. Ko Itakura hingegen stand erstmals seit seiner Verletzung wieder im Kader.

Einmal mehr rotierte Edin Terzic: Emre Can begann anstelle von Salih Özcan und absolvierte seine 100. Partie für die Dortmunder. Außerdem begann Giovanni Reyna für Karim Adeyemi. Gleich zwei Jubiläen feierte Mats Hummels, sein 400. Bundesligaspiel und das 450. für Borussia Dortmund.

Hofmann legt vor, Thuram erhöht, Schlotterbeck verkürzt: Gladbach führt zur Pause!

Damit hinein in ein irrsinniges Spektakel: 4. Minute, Julian Weigl legte im Mittelfeld für Lars Stindl auf, der ungestört Meter durchs Mittelfeld machen durfte. Genau im richtigen Moment kam das Zuspiel für Jonas Hofmann. Der Nationalspieler schob aus gut 14 Metern unten links ins Eck. 1:0!

Dortmund brauchte genau eine Viertelstunde, um sich von diesem Treffer zu erholen. Dann chippte Jude Bellingham aus dem linken Halbfeld für den zentral startenden Julian Brandt, der die Kugel auf dem Oberschenkel abtropfen ließ und gekonnt aus der Drehung zum 1:1 vollendete.

Die gefährlichere Mannschaft blieb aber die andere Borussia: 22. Minute, Nico Schlotterbeck verlor die Standfestigkeit, sodass Hofmann und Marcus Thuram frei durch waren. Letztlich war der Laufweg des Franzosen suboptimal, die Fahne ging hoch.

Vier Minuten später erhielten die Gladbacher einen Freistoß von der rechten Seite. Hofmann servierte in die Mitte. Hinter Bellingham stieg Ramy Bensebaini hoch und produzierte einen Kopfball, wie aus der Kanone gefeuert. Gregor Kobel kam nicht mal mehr dazu, die Arme hochzureißen. 2:1!

Wieder nur vier Minuten später, nach genau einer halben Stunde, gewann Manu Koné ein Kopfballduell und schickte Marcus Thuram in die Gasse. Der Franzose zog lockerleicht an Schlotterbeck vorbei, ließ im Strafraum auch noch Kobel stehen und erhöhte ins leere Tor auf 3:1!

In Minute 33 flankte Raphaël Guerreiro von links auf den Kopf von Youssoufa Moukoko, den Jan Olschowsky irgendwie entschärfte. Kurz vor dem Elfmeterpunkt bekam Giovanni Reyna den Rebound. Olschowsky und Bensebaini entschärften irgendwie im Duett.

Fünf Minuten vor der Pause sollten die Dortmunder ihren Anschlusstreffer doch noch bekommen – durch einen schnöden Eckball. Olschowsky konnte den Kopfball von Niklas Süle noch parieren. Nico Schlotterbeck setzte nach und staubte ins lange Eck ab. 2:3 nur noch!

In Minute 42 hätte es eigentlich 3:3 stehen müssen. Reyna setzte sich auf der linken Grundlinie durch und servierte in den Fünfmeterraum für Donyell Malen. Allerdings rettete Olschowsky den seinen mit einem Reflex die 3:2-Pausenführung!

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Koné macht alles klar, Thuram lässt den Kantersieg liegen

Ohne Wechsel ging es in die zweite Hälfte – aber dafür mit dem 4:2! Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff spielte Lars Stindl den Steilpass in den Lauf von Hofmann, der zwar einmal abdrehen musste, aber dennoch Manu Koné an der Strafraumkante fand. Gladbachs Youngster zog einfach mal ab und die Kugel landete im langen Eck.

Offensiv gelang es den Dortmundern nicht zwingend, zu Chancen zu kommen – dafür zeigte sich Gladbach über Konter immer wieder brandgefährlich. 51. Minute, Emre Can vertändelte die Kugel in der Vorwärtsbewegung, sodass Jonas Hofmann in den Lauf von Marcus Thuram spielen konnte. Diesmal setzte Gladbachs Stürmer den Ball knapp vorbei.

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Photo by INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

Sieben Minuten später schickte Herrmann Thuram über links. Der Franzose ließ Mats Hummels stehen, schloss aus spitzem Winkel ab, Kobel war zur Stelle.

Gut 20 Minuten vor Schluss, in Minute 68 köpfte Niklas Süle einen Gladbacher Befreiungsschlag zu Hummels, der gegen Thuram zu Fall kam. Sven Jablonski ließ zunächst weiterlaufen. So konnte Thuram warten, bis Jonas Hofmann mitgelaufen war, der die einfachste aller Aufgaben vor sich hatte. Allerdings schaute sich Jablonski die Szene am Monitor nochmal an – und entschied schließlich doch auf Foul an Hummels. Weiter 4:2.

Offensiv betrieben die Gastgeber nun einen gewissen Chancenwucher. Immer wieder suchten sie den Steilpass auf Thuram, immer wieder fanden sie den Steilpass auf Thuram. So auch in Minute 75. Von Thorgan Hazard bedrängt, konnte er die Kugel diesmal aber nur vorbeisetzen.

Mit diesem Sieg springt Gladbach vorerst auf Platz 7 und rückt bis auf drei Zähler an die Dortmunder heran. Dortmund verpatzt den Jahresabschluss und verpasst den Sprung über Nacht auf Platz 2. Stattdessen können die Konkurrenten ihren Vorsprung auf den BVB weiter vergrößern.

Im neuen Jahr geht es für die Gladbacher mit dem Hinrundenabschluss weiter, namentlich gegen Leverkusen und in Augsburg, bevor es in Sinsheim wieder von vorn losgeht. Dortmund empfängt zum Auftakt 2023 den FC Augsburg und reist dann nach Mainz, bevor auch für sie mit dem Spiel in Leverkusen die Rückrunde beginnt.

Der Endstand aus dem Borussia-Park: Borussia Mönchengladbach: 4, Borussia Dortmund: 2!

Borussia Mönchengladbach 4:2 Borussia Dortmund

Borussia Mönchengladbach: Olschowsky – J. Scally, M. Friedrich, Elvedi, Bensebaini – J. Weigl, Manu Koné, J. Hofmann, C. Kramer, Stindl – M. Thuram

Borussia Dortmund: Kobel – Süle, Hummels, N. Schlotterbeck, Guerreiro – Bellingham, Emre Can – Reyna, Brandt, Malen – Moukoko

Tore: 1:0 J. Hofmann (4′), 1:1 Brandt (19′), 2:1 Bensebaini (26′), 3:1 M. Thuram (30′), 3:2 N. Schlotterbeck (40′), 4:2 Manu Koné (46′)

Photo by Christof Koepsel/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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