Bundesliga | Darida-Rot und Moukoko-Tor – Dortmund rückt gegen Hertha auf Platz 5 vor

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Im Topspiel des 25 Spieltags empfing Borussia Dortmund den Tabellenfünfzehnten, Hertha BSC. Beide brauchten die Punkte dringend. Die einen für die erneute Qualifikation zur Champions League, die anderen im Kampf um den Klassenerhalt. Am Ende gewann der BVB 2:0 – dank eines Torwartfehlers und Youssoufa Moukoko.

Dortmunder Chancenwucher lässt Hertha im Spiel

Wenig überraschend gehörte die erste Chance des Spiels dem BVB. Thorgan Hazard chippte die Kugel in der 6. Minute in den Strafraum. Dort landete sie über Umwege bei Marco Reus. Seine abgefälschte Flanke fand in der Mitte zwar keinen Abnehmer, senkte sich dafür aber gefährlich in Richtung langes Eck.

Zwei Minuten später kam Mats Hummels nach einem Freistoß zum Kopfball, setzte diesen allerdings nicht nur links vorbei, sondern stand dabei auch abseits. In der 12. Minute setzte Reus nach einer Flanke von Mateu Morey in der Mitte zum Volley an – drüber. Bis hierhin war es genau das, was auch auf dem Etikett stand: Champions-League-Viertelfinalist gegen Tabellenfünfzehnten.

Nach etwa 20 Minuten kam der aber auch in dieser Partie an. Viel ging für Hertha BSC über rechts, über Deyovaisio Zeefuik. Der flankte in die Mitte. Dort köpfte zuerst Jhon Cordoba an der Kugel vorbei, am zweiten Pfosten verpasste zudem Krzysztof Piątek. Die beste Chance für die Gäste bis hierhin kam in Minute 24.

Poolfoto GES/Edith Geuppert/pool/imago

Die wesentlich dominantere Mannschaft in dieser ersten Hälfte war aber Borussia Dortmund, die sich in der 34. Minute zwingend hätte belohnen müssen. Nach einem schnellen Spielzug gab Thorgan Hazard flach in den Rückraum. Dort kam Jude Bellingham glockenfrei zum Abschluss, setzte den Ball gegen die Laufrichtung von Rune Jarstein. Der Norweger verneinte diesen überragend mit der linken Hand. So stand es nach 45 Minuten 0:0.

Brandts Knaller eröffnet, Moukoko macht den Deckel drauf

Die zweite Halbzeit fing eher in mäßigem Tempo an. In der 54. Minute gab es jedoch den Knalleffekt – und den lieferte Julian Brandt. Dortmunds Nummer 19 nahm sich nach einem Spielzug über Erling Haaland und Marco Reus aus gut 25 Metern ein Herz und hielt einfach mal drauf. Bei Rune Jarstein fiel das Navi komplett aus, der Norweger griff komplett ins Leere und so schlug es direkt neben ihm ein. Getreu dem Motto: Wenn man die Tür schon nicht mit der Haarnadel aufbekommt, dann tritt man sie eben ein. Zuvor hatte die Hertha eine aussichtsreiche drei-gegen-drei-Situation, vergab diese aber.

Poolfoto Jürgen Fromme/firo Sportphoto/poolfoto/via imago

In der 61. Minute fehlte Dortmund nicht viel zum 2:0. Eine kurz ausgeführte Ecke kam rechts im Strafraum zu Mahmoud Dahoud. Dessen Flanke landete abgefälscht auf der Latte. Danach flachte die Partie wieder etwas ab. Gut zehn Minuten vor Schluss zwang Emre Can mit einem Kopfball nach Ecke Jarstein zu einer Glanzparade.

Kurz darauf wurde es nochmal hässlich. Vladimir Darida traf Marco Reus im Mittelfeld mit offener Sohle an der Achillessehne. Martin Petersen blieb nichts anderes übrig, als für diese Szene seinen ersten Bundesliga-Platzverweis zu vergeben. Beendet war die Partie nach dieser Aktion für beide, Youssoufa Moukoko ersetzte den BVB-Kapitän.

Der 16-Jährige hatte in der 89. Minute seine erste Szene. Links im Strafraum setzte er zum Schuss an, am zweiten Pfosten grätschte Giovanni Reyna die Kugel an den Pfosten. Die zweite gab es zwei Minuten später. In ähnlicher Position büffelte er sich durch den Sechzehner, zog fast von der Grundlinie ab – und erwischte Jarstein im kurzen Eck – 2:0, game over. Mit diesem Sieg rückt Borussia Dortmund vorerst auf Platz 5 vor, Hertha bleibt auf Platz 15 stecken.

Bildquelle: imago

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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