Bundesliga | Joker-Party bei klarem Bayern-Sieg, Bochum düpiert Hoffenheim erneut, Frankfurt remis

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News | Der Samstagnachmittag des 28. Bundesliga-Spieltags hatte unter anderem einen klaren Bayern-Erfolg zu bieten, sowie den nächsten Bochumer Sieg gegen Hoffenheim.

Hertha verkürzt vor der Pause, Bochum führt in Sinsheim

Der Samstagnachmittag brauchte lange, um Reiseflughöhe zu erreichen. 23. Minute, Tatort Bielefelder Alm, Tiago Tomás konnte auf der linken Seite die Kugel für den VfB Stuttgart behaupten. Patrick Wimmer klärte zur Ecke, allerdings mit dem ausgestreckten Arm. Patrick Ittrich schaute sich die Szene in der Review Area – und entschied auf Strafstoß. Aus Bielefelder Sicht der vierte in den letzten beiden Spielen. Sasa Kalajdzic nahm sich der Geschichte an. Halbhoch links landete die Kugel. Stefan Ortega hatte die richtige Ecke, aber auch keinen Auftrag. Vergangene Saison unterlag der VfB auf der Alm 0:3. Dieses Ergebnis konnten sie zumindest schon abwenden.

Drei Minuten später schlug Manuel Riemann in Sinsheim einen langen Ball auf den linken Flügel zu Takuma Asano. Bochums Nummer 10 zog nach innen, feuerte aus gut 18 Metern aufs kurze Eck – und überwand Oliver Baumann. 0:1 auch hier. Bereits das Hinspiel konnte Bochum 2:0 gewinnen. Damals vergab Manuel Riemann einen Strafstoß und Miloš Pantović traf aus gut 60 Metern zur Entscheidung.

 



 

Zehn Minuten vor der Pause gab es die erste Heimführung an diesem Samstagnachmittag – und zwar für Bayer Leverkusen im Duell mit Hertha BSC. Moussa Diaby setzte in der Mitte Lucas Alario in Szene, der sich mit dem ersten Kontakt fein um Marc-Oliver Kempf herumdrehte und aus spitzem Winkel wuchtig hoch ins lange Eck traf. Fünf Minuten später legte Leverkusen nach. Wieder war Diaby der Ausgangspunkt. Diesmal fand der französische Nationalspieler Karim Bellarabi im Zentrum, der unten rechts auf 2:0 stellte.

Aber noch vor der Pause, fand die Hertha ins Spiel zurück: Jonathan Tah köpfte eine Hereingabe von Maximilian Mittelstädt zu ihm zurück. Die zweite Flanke brachte Herthas Linksverteidiger an den zweiten Pfosten, wo Vladimir Darida aus spitzem Winkel volley abnahm und oben rechts traf. Charles Aranguiz fälschte noch minimal ab. So ging es mit dem 2:1 für Leverkusen in die Pause.

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Wilder Ritt nach der Pause – Bayerns und Freiburgs Joker stechen sofort

Der zweite Durchgang sollte sich wesentlich turbulenter gestalten. Neun Minuten nach Wiederanpfiff fiel in Sinsheim der Startschuss. Andrej Kramarić brachte die Kugel von rechts in den Rückraum. An der Strafraumkante schlenzte David Raum in den rechten Winkel. Traumtor und 1:1!

Vier Minuten später bekam der FC Bayern einen Freistoß von der halbrechten Seite. Kimmich flankte in die Mitte. Mark Flekken flog am Ball vorbei und räumte stattdessen Nicolas Höfler ab, sodass Leon Goretzka nur noch ins leere Tor köpfen musste. Der erste richtige Fehler des Sport-Clubs an diesem Nachmittag wurde vollends bestraft. 0:1!

Praktisch zeitgleich fand auch die Arminia den Weg auf die Anzeigetafel. Janni Serra verlängerte eine Flanke von Alessandro Schöpf zu Florian Krüger, der am zweiten Pfosten einschob.

Weiterhin die 59. Minute, diesmal wieder in Sinsheim. Erneut schickte Riemann Takuma Asano auf die Reise, der sich gegen Florian Grillitsch durchsetzte, allein auf Baumann zulief und die Bochumer Führung wiederherstellte.

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Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Der SC Freiburg lag noch immer 0:1 zurück. Und was macht man, wenn man als SC Freiburg 0:1 zurückliegt? Richtig, Trick 18, Nils Petersen. 17 Sekunden stand der Rekordtorschütze des Sport-Clubs, der unter der Woche noch seinen Vertrag verlängerte auf dem Platz, als er einen Steckpass in den Strafraum von Christian Günter bekam und mit dem ersten Ballkontakt auf 1:1 stellte. Schweizer Uhrwerke wären stolz, wenn sie so zuverlässig funktionieren würden. 1:1!

Aber die Nummer von der Bank beherrscht Julian Nagelsmann auch. Serge Gnabry kam für Benjamin Pavard. 33 Sekunden dauerte es, bis der Nationalspieler eine butterweiche Flanke von Lucas Hernández bekam, mit aller Klasse und Ruhe Nico Schlotterbeck aussteigen ließ und unten rechts zum 1:2 traf.

Acht Minuten vor Schluss machten die Münchener alles klar. Dayot Upamecano bediente aus der eigenen Defensive Kingsley Coman, der nach innen zog und sich Manuel Gulde entledigte. Seinen scharfen Flachschuss aufs kurze Eck konnte Mark Flekken nicht mehr abwehren.

Aufgrund eines Münchener Wechselchaos, bei dem sie für 17 Sekunden zu zwölft auf dem Feld waren, gab es acht Minuten Nachspielzeit. In der sechsten war Gnabry erneut auf und davon, Flekken parierte im Eins-gegen-Eins. Aber die Situation blieb scharf. Über Sané und Thomas Müller kam der Ball erneut zu Gnabry, der den Kopf oben hatte. Marcel Sabitzer musste nur noch ins leere Tor zu seinem Debüttreffer einschieben. 1:4! Die Ergebnisse.

SC Freiburg 1:4 FC Bayern
Tore: 0:1 Goretzka (58′), 1:1 N. Petersen (63′), 1:2 Gnabry (73′), 1:3 Coman (82′), 1:4 Sabitzer (90’+6)

Bayer Leverkusen 2:1 Hertha BSC
Tore: 1:0 Alario (35′), 2:0 Bellarabi (40′), 2:1 Darida (42′)

Eintracht Frankfurt 0:0 Greuther Fürth
Tore: –

TSG Hoffenheim 1:2 VfL Bochum
Tore: 0:1 Asano (28′), 1:1 D. Raum (54′), 1:2 Asano (59′)

Arminia Bielefeld 1:2 VfB Stuttgart 
Tore: 0:1 Kalajdzic (25′, Elfm.), 1:1 F. Krüger (59′)

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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