Bundesliga | Fünffach-Haaland! Dortmund zerlegt Frankfurt

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Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt hieß das erste Topspiel der neuen Bundesliga-Saison! Gut 20 Minuten war es eine Partie auf Augenhöhe, doch dann drehte Haaland auf – und sammelte beim 5:2-Sieg seiner Mannschaft gleich fünf  Torbeteiligungen.

Dortmund dreht nach Frankfurts Ausgleich auf

Marco Rose wechselte im Vergleich zum 3:0-Sieg in Wiesbaden zweimal, Axel Witsel rückte für Antonios Papadopoulos in die Innenverteidigung. Dazu kehrte Thorgan Hazard für Steffen Tigges in die Startelf zurück.

Oliver Glasner nahm nach dem 0:2 in Mannheim mehrere Wechsel vor. Unter anderem übernahm Stefan Ilsanker für Tuta auf der rechten Innenverteidigerposition, links begann Filip Kostić statt Christopher Lenz, Makoto Hasebe übernahm Platz und Binde des verletzten Sebastian Rode und Aymen Barkok spielte für Neuzugang Jesper Lindstrøm.

 



 

Nachdem der Chor der 25.000 sein „You’ll Never Walk Alone“ zu Ende sang, ging es mit Anstoß für Eintracht Frankfurt los. Der BVB war gleich von Beginn auf Krawall gebürstet. Marco Reus führte in der 2. Minute einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld flach auf Erling Haaland aus, der von Danny Da Costa bedrängt aber verzog. Abstoß.

Aber Dortmund blieb die griffigere, die aggressivere Mannschaft. 8. Minute, Jude Bellingham schickte rechts Thorgan Hazard, der Belgier gab direkt in die Mitte. Dort verpasste Erling Haaland knappstmöglich, stand aber auch klar abseits.

Haaland Vorlage, Vorlage Tor – Dortmund überrollt Frankfurt

Es war kein Spiel der klaren Torchancen, beide Mannschaften belauerten sich, wenngleich die in schwarzgelb die aktivere war. Den nächsten Beweis dafür gab es in Minute 23. Nach einem missglückten Dribbling von Evan Ndicka lief der Drei-auf-zwei-Konter der Borussia. Erling Haaland ließ sich nicht aus dem Stand bringen und legte für Marco Reus auf, der schloss direkt ins lange Eck ab, 1:0.

Doch die Eintracht war durchaus noch anwesend – und gewann nur vier Minuten nach dem Gegentreffer den Ball tief in Dortmunds Hälfte. Der folgende Steilpass war eigentlich für Rafael Santos Borré gedacht. Felix Passlack nahm ihm jedoch die Arbeit ab und vollendete maßgenau rechts unten. Keine Chance für Gregor Kobel. Eigentor, 1:1.

Die Reaktion der Dortmunder: erstklassig. 34. Minute, Marco Reus leitete mit der Hacke für Erling Haaland weiter. Der Norweger bediente diesmal Thorgan Hazard. Kevin Trapp war zwar noch dran, konnte den erneuten Rückstand aber nicht verhindern. Zwei Vorlagen hatte Haaland damit schon zu verzeichnen. Was fehlt? Richtig. 36., Stefan Ilsanker ließ sich von Haaland den Ball abluchsen. Dortmunds Nummer 9 hatte diesmal freie Fahrt Richtung Trapp, 3:1.

Die SGE war nun komplett von der Rolle. Kevin Trapp wollte einen Eckball verhindern, legte dabei aber mustergültig für Marco Reus auf, der aus spitzem Winkel zum vermeintlichen 4:1 einschob. Doch zu seinem Glück war nicht nur die Parade missraten, sondern auch deren Absicht: Der Ball war im Aus, was Tobias Stieler nach Rücksprache mit Tobias Welz auch feststellte. So blieb es beim 3:1.

Es war eine hochverdiente Führung für den BVB. Die Mannschaft zeigte sich im ersten Heimspiel von Marco Rose extrem giftig, variabel und vor allem brandgefährlich nach schnellen Gegenstößen. Die Eintracht muss sich für die zweite Halbzeit etwas einfallen lassen, wenn sie noch Zählbares mitnehmen wollen. Also, außer Gegentoren.

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Frankfurt verbessert, doch dann kam Dortmund – und insbesondere Haaland

Oliver Glasner hatte mit diesem Spiel bei weitem noch nicht abgeschlossen – und brachte gleich drei Neuzugänge. Christopher Lenz, Jesper Lindstrøm und Jens Petter Hauge kamen für Stefan Ilsanker, Aymen Barkok und Daichi Kamada. Mit diesen Wechseln stellten die Frankfurter auch auf Viererkette um.

Auch die Körpersprache der Eintracht war gleich von Beginn eine bessere. Lindstrøm flankte von der linken Grundlinie in die Mitte. Dort stieg Santos Borré zum Kopfball und zwang Gregor Kobel zur Glanzparade. Zwar hatte der BVB in der 50. Minute noch zwei gute Gelegenheiten durch Haaland und Jude Bellingham. Aber es gelang der Eintracht, die Räume zwischen den Ketten besser zu schließen. 55. Minute, erneut flankte Lindstrøm von links, diesmal zielte Santos Borré über das Tor.

Bildquelle: imago

Wie es besser geht, zeigte die Borussia vier Minuten später. Über Haaland und Marco Reus kam die Kugel erneut zu Erling Haaland. Dessen Abschluss landete bei Giovanni Reyna, der aus kurzer Distanz auch kurzen Prozess machte, 4:1. Dritter Assist für Haaland, diesmal eher ungewollt.

Was 20 Minuten vor Schluss kam, war allerdings sehr gewollt. Danny Da Costa ließ sich von Marco Reus düpieren, der schickte Erling Haaland. Der Rest war Formsache. Nach mehrminütiger Rücksprache mit Köln stand der Treffer, 5:1. Haaland sammelte seine fünfte Torbeteiligung. Das gelang in der Bundesliga zuletzt Philippe Coutinho, der 2019/20 beim 6:1 des FC Bayern über Werder Bremen drei Treffer und zwei Assists sammelte.

Vier Minuten vor Schluss packte die SGE noch etwas Schminke aufs Elend. Der eingewechselte Ragnar Ache verlängerte einen Eckball mit seinem ersten Ballkontakt für den am zweiten Pfosten lauernden Jens Petter Hauge, der aus kurzer Distanz vollendete, 2:5. Damit war auch der zweite Norweger auf dem Platz auch auf der Anzeigetafel.

Der andere hätte sich nach dem Assist-Hattrick auch fast den Tor-Hattrick abgeholt, doch diesmal parierte Trapp. So blieb es dabei, Borussia Dortmund besiegt Eintracht Frankfurt 5:2 und springt nach dem 5:1-Sieg der Stuttgarter über Greuther Fürth sowie des 4:0-Sieges der Hoffenheimer in Augsburg auf Platz 3.

Photo: Moritz Müller/imago

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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