Bundesliga | Gladbachs kontroverses Remis, Freiburg, Leverkusen und Union gewinnen deutlich – Die Ergebnisse des Samstagnachmittags

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News | Der Samstagnachmittag des 24. Bundesliga-Spieltags! Unter anderem mit einem kontroversen Remis zwischen Gladbach und Wolfsburg – sowie drei klaren Siegen.

Wolfsburg in Gladbach auf Kurs, Union und Haraguchi beenden Durststrecken

Vor Anpfiff gab es geschlossen eine Schweigeminute anlässlich den Geschehnissen in der Ukraine. Die klare Botschaft:

Sechs Minuten brauchte der Samstagnachmittag, um auf Reiseflughöhe zu kommen. Tatort Borussia-Park, Ex-Gladbacher Max Kruse verlagerte das Spiel auf die rechte Seite zu Ridle Baku, der vom rechten Flügel scharf in die Mitte flankte. Dort war Jonas Wind gut einen Schritt schneller am Ball als Matthias Ginter und schob unten rechts ein. Ramy Bensebaini hob zuvor eine etwaige Abseitsposition mit mangelhaftem Stellungsspiel auf. Für Wind war es das zweite Bundesligator im zweiten Bundesligaspiel.

 



 

Gut eine Minute später, an der alten Försterei, kam auch Union über die rechte Seite. Sheraldo Becker brachte den Ball ins Zentrum. Der Volley von Niko Gießelmann konnte noch geblockt werden, nicht aber der Rebound durch Genki Haraguchi. Alexander Hack fälschte die Kugel noch unhaltbar für Robin Zentner ab. Sowohl für den Torschützen als auch seinen Verein gingen zwei lange Serien zu Ende: Union traf erstmals seit dem Abgang von Max Kruse, dem 22. Januar. Für Haraguchi war es das erste Bundesligator seit über fünf Jahren. Letztmals war der Japaner am 4. Februar 2017 erfolgreich, als er den einzigen Treffer zwischen der Hertha und dem FC Ingolstadt erzielte.

Es war eine durchaus lebendige Anfangsphase: 11. Minute, Linus Gechter brachte Roland Sallai im Strafraum zu Fall. Sven Jablonski zeigte auf den Punkt. Vincenzo Grifo trat an – und traf wuchtig unten rechts. 1:0.

Thuram bringt Gladbach zurück, Alatio Leverkusen in Führung

Danach nahmen sich die fünf Spiele eine kurze Auszeit – bis zur 30. Minute, als Bayer Leverkusen gegen Arminia Bielefeld in Führung ging. Vergangene Saison musste die Werkself noch eine überraschende 1:2-Heimniederlage einstecken. Diesmal inszenierte Jeremie Frimpong, Paulinho schoss sich in der Mitte selbst an die Hand, sodass die Kugel zu Lucas Alario kam, der humorlos unters Tordach traf. Martin Petersen und Felix Zwayer in Köln überprüften den Treffer und kamen zum Entschluss, dass das Handspiel nicht regelwidrig war, der Treffer zählte.

Nur kurze Zeit später, in Minute 33, erhöhte auch der VfL Wolfsburg. Zwei Ecken in Folge konnten sie sich in dieser Phase erarbeiten, den dritten brachte Maximilian Philipp in die Mitte, wo Sebastiaan Bornauw am höchsten stieg unf auf 0:2 stellte. Im Anschluss jubelte der Ex-Kölner aufreizend vor der Gladbacher Nordkurve, was zuallererst Yann Sommer auf Betriebstemperatur brachte. Tobias Reichel kühlte Gladbachs Kapitän mit Gelb ab.

Auch der Schlussgong dieser ersten Hälfte ertönte in Gladbach, diesmal allerdings von den Gastgebern. Jonas Hofmann blieb beim Flankenversuch hängen. Die Kugel kam so allerdings zu Alassane Pléa, der butterweich in die Mitte für Marcus Thuram servierte. Sein perfekt platzierter Kopfball landete im linken Winkel. Weder Ridle Baku im Duell noch Koen Casteels hatten hier irgendeinen Auftrag. Erstes Saisontor für Thuram – und auch das erste für ihn seit dem 34. Spieltag der Vorsaison, einem 4:2 in Bremen. Damals allerdings nicht gegen Florian Kohfeldt, der eine Woche zuvor entlassen wurde, sondern den kurzfristig einberufenen Thomas Schaaf. Mit dem 2:1 für Wolfsburg ging es nach 48 Minuten in die Pause.

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Gladbach erkämpft sich mit VAR-Glück das Remis, Freiburg und Union gewinnen klatr

Auch im zweiten Durchgang dauerte es sechs Minuten bis zum ersten Treffer. Florian Kainz zog von links nach innen und brachte den Ball in die Mitte. Andreas Linde musste spekulieren, ob in der Mitte noch jemand – gewollt oder nicht – die Kugel touchierte und war letztendlich chancenlos. Damit hatte auch das bislang letzte torlose Spiel an diesem Samstagnachmittag seinen ersten Treffer.

Es ging nun Schlag auf Schlag. 57. Minute in Leverkusen, Moussa Diaby spielte einen Doppelpass mit Florian Wirtz, zog in den Strafraum. Dort konnte Guilherme Ramos nicht mehr rechtzeitig klären und musste mitansehen, wie Diaby sein elftes Saisontor erzielte.

Praktisch zum gleichen Zeipunkt. erhöhte auch Union Berlin gegen Mainz 05. Gießelmann nahm Becker mit, der Jonathan Burkardt stehen ließ und die Kugel aus gut 18 Metern akkurat ins lange Eck zog. Keine Chance für Robin Zentner.

Nach einer Stunde kam es noch dicker für Mainz: Dominik Kohr kam, zwei Minuten nachdem er seine erste gelbe Karte gesehen hatte, zu spät gegen Grischa Prömel – Gelb-Rot, Mainz in Unterzahl.

Gut 20 Minuten vor Schluss belohnte sich Fürth mit dem Ausgleich: Luca Itter brachte einen Eckball in die Mitte, den Sebastian Griesbeck einköpfte. Vergangene Woche erzielte er – abermals gegen den FC Bayern – sein zweites Eigentor dieser Saison. Diesmal traf er auf der richtigen Seite.

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Photo by Martin Rose/Getty Images

Parallel dazu wurde es in Gladbach kontrovers. Zuerst traf der eingewechselte Manu Koné Max Kruse klar im Strafraum, was Köln durchwinkte. In Minute 70 kam es zum Duell zwischen Thuram und Maxence Lacroix, der den Ball als letzter Mann mit der Hand spielte. Diesmal schaltete sich Günter Perl ein, sodass Tobias Reichel Wolfsburgs Innenverteidiger vom Platz stellte. Eine Szene, über die noch zu reden sein sollte.

Eine Viertelstunde vor Schluss meldete sich auch Taiwo Awoniyi auf der Torschützenliste zurück. Er leitete sich den Treffer selbst ein, schickte dann Becker steil, der erneut für Unions Nummer 14 querlegte. Awoniyi musste nur noch einschieben.

In Minute 80 machte auch Leverkusen das Spiel zu. Ramos klärte zu Diaby, der diesmal an Laursen vorbeizog und genau unten links vollendete.

Drei Minuten später setzte Noah Weißhaupt Christian Günter in Szene. Der flankte sofort in die Mitte, Ermedin Demirović konnte noch geblockt werden, Kevin Schade setzte nach und erhöhte auf 2:0.

Praktisch zeitgleich kam auch Borussia Mönchengladbach zum Ausgleich. Wie beim 1:2 flankte Pléa von rechts in die Mitte. Diesmal zum eingewechselten Breel Embolo, der Casteels aus kurzer Distanz per Kopf überwand. Und Wolfsburg wird weiter mit der 66. Minute hadern, als es eigentlich Elfmeter hätte geben müssen.

Vier Minuten vor Schluss machte Lucas Höler gegen die Hertha alles klar. Diesmal holte sich Weißhaupt den direkten Assist. Höler scheiterte noch im ersten Versuch, versenkte allerdings den zweiten.

In Minute 91 wurde es abermals kontrovers im Borussia-Park, Matthias Ginter erzielte das 3:2. Vor der Nordkurve bildete sich ein Knäuel an Gladbacher Spielern. Abermals meldete sich Günter Perl und machte Tobias Stieler auf ein Foul im Vorfeld des Treffers aufmerksam. So blieb es beim 2:2.

Die letzte Aktion des Nachmittags gehörte Mainz 05. Anton Stach setzte sich im Strafraum durch und legte zurück zu Delano Burgzorg, der unten rechts zu seinem ersten Bundesligator einschob. Die Ergebnisse.

Borussia Mönchengladbach 2:2 VfL Wolfsburg
Tore: 0:1 J. Wind (6′), 0:2 Bornauw (33′), 1:2 Thuram (41′), 2:2 Embolo (82′)
Bes. Ereignisse: Rote Karte M. Lacroix (70′)

Bayer Leverkusen 3:0 Arminia Bielefeld
Tore: 1:0 Alario (30′), 2:0 Diaby (57′), 3:0 Diaby (80′)

Union Berlin 3:1 Mainz 05
Tore: 1:0 Haraguchi (7′), 2:0 Becker (56′), 3:0 Awoniyi (75′), 3:1 D. Burgzorg (90′)
Bes. Ereignisse: Gelb-Rot D. Kohr (60′)

SC Freiburg 3:0 Hertha BSC
Tore: 1:0 Grifo (12′, Elfm.), 2:0 K. Schade (83′), 3:0 Höler (86′)

Greuther Fürth 1:1 1. FC Köln
Tore: 0:1 Kainz (52′), 1:1 Griesbeck (69′)

Photo by Martin Rose/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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