Bundesliga | „Das interessiert mich sowas von überhaupt nicht“ – Die Stimmen des Samstanachmittags

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News | Nach dem Samstagnachmittagspartien des 5. Bundesliga-Spieltags sammelte Sky Reaktionen.

Müller bemängelt die Präzision, Trimmel erleichtert nach Punktgewinn

Zum zweiten Mal in Folge ließ der FC Bayern Punkte liegen. Nach dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach gab es auch an der alten Försterei ein 1:1. Den Fehler hatte man auf Münchener Seite schnell ausgemacht: „Was dir bei Union wehtut, ist, dass du 1:0 in Rückstand gerätst. Natürlich kommen wir gleich zurück. Aber dann haben wir unser Tor so ein bisschen aufgebraucht“, so Thomas Müller, der nach seiner Einwechslung sein 633. Pflichtspiel für den FC Bayern bestritt und damit auf Platz 2 der ewigen Liste mit Oliver Kahn gleichzog. Lediglich Sepp Maier hat mit 689 Partien noch mehr aufzuweisen.

 



 

„Du kriegst hier nicht viele Situationen. Wir können sicherlich intern mit einigen Situationen kritisch umgehen. Auch in der Analyse, dass wir dann manchmal zu langsam gespielt haben, dass wir dann manchmal eine falsche Positionierung hatten. Aber wenn du diesen Union-Block, der dich die ganze Zeit bearbeitet, bespielst, dann kriegst du eine bis fünf Situationen, in denen du eine realistische Chance auf eine Großchance hast, wenn alles passt. Da müssen wir uns ankreiden, einmal hat der Torwart gehalten und in den anderen Situationen hatten wir beim letzten Pass immer eine kleine Unsauberkeit drin gehabt. Dann spielst du, hier bei Union Berlin, nur Unentschieden.“

Auf der anderen Seite feierte die alte Försterei den Punkt, als wären es drei. Kapitän Christopher Trimmel schloss sich dem an: „Bei mir sieht es genauso aus. Ich glaube, wenn du gegen die Bayern so eine Leistung abrufst, speziell in der Defensive, dann fühlt sich der Punkt schon gut an. Taktisch war das hervorragend von uns. Wir haben uns in der Kette nicht locken lassen, wurden trotzdem nicht passiv, waren aktiv gegen den Ball und ich glaube, das war das Geheimrezept. Wir haben ihnen hinter der Kette wenig Räume gelassen. Und nach vorne natürlich unsere Kontergefahr. Dass du dann das Standardtor machst, freut mich natürlich.“

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Andrich will keinen „Hurra-Fußball“, Streich interessiert die Tabellenführung „sowas von nicht“

Komplett gegensätzlich war an diesem Abend die Stimmung bei Bayer Leverkusen und dem SC Freiburg. Während die Gastgeber vor allem in der ersten Hälfte drückend überlegen waren und verdient in Führung gingen, gaben sie die Partie gegen konsequente Freiburger noch komplett aus der Hand. „Wir wollen nicht irgendwann wieder denken, wir müssen jetzt 3:0, 4:0 zuhause gewinnen und Hurra-Fußball spielen und hinten können wir schon einen kriegen, weil wir vorne schon zwei machen. Das funktioniert in den Situationen, in denen es nicht läuft, nicht“, sprach Robert Andrich gewohntermaßen Klartext. „Das müssen wir einfach hinbekommen, dass wir bis zum Ende verteidigen. Und ein Standard ist nun mal, jeder hat seinen Mann und jeder muss versuchen, dass der Mann kein Tor schießt oder nicht an den Ball kommt. Und das ist individuelle Defensivarbeit.“

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Photo by UWE KRAFT/AFP via Getty Images

Freiburg hingegen übernimmt mit diesem 3:2-Sieg erst zum zweiten Mal in seiner Bundesligahistorie die Tabellenführung. Gerade das war seit jeher eines der großen Lieblingsthemen von Christian Streich: „Wir haben zwölf Punkte nach fünf Spielen. Alles okay. Es interessiert mich wirklich sowas von nicht. Wir haben zwölf Punkte, es geht jetzt in den Europapokal, im Moment läuft alles gut. Und zwar so gut, dass wir auch die glücklicheren sind, in einigen Spielen, die du nicht gewinnen musst. Manchmal ist es so im Leben. Und deshalb bin ich gottfroh. Jetzt haben wir zwölf Punkte, jetzt dürfen wir Europapokal spielen. Da sind wir dankbar – und Schluss.“

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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