Bundesliga | Dreifacher Lewandowski demontiert die Hertha

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Im Topspiel des 3. Spieltags empfing der FC Bayern München den Tabellenletzten Hertha BSC. Es entwickelte sich von Beginn an eine einseitige Angelegenheit. Dank dreier Treffer von Robert Lewandowski und eines glänzenden Jamal Musiala gewann der FC Bayern gegen Hertha BSC 5:0.

Müller früh, Lewandowski per Kopf – Bayern souverän gegen Hertha

Die Ausgangslage ist bei Weitem nicht so klar, wie es die Tabelle im Moment aussagt. In den vergangenen vier Saisons musste sich die Hertha zweimal knapp geschlagen geben (3:4 2020/21, 0:1 2018/19) und holte zweimal einen Punkt (0:0 2017/18, 2:2 2019/20).

Julian Nagelsmann nahm im Vergleich zum 12:0 im DFB-Pokal gegen den Bremer SV sieben Wechsel vor. Nur Niklas Süle, Joshua Kimmich, Thomas Müller und Jamal Musiala blieben in der Startelf. Viermal tauschte Pál Dárdai. Peter Pekarik, Marvin Plattenhardt, Kevin-Prince Boateng und Javairo Dilrosun machten Platz für Deyovaisio Zeefuik, Maximilian Mittelstädt, Lucas Tousart und Stevan Jovetic.

 



 

Vor der Partie bekam Robert Lewandowski noch den Preis für Deutschlands Fußballer des Jahres von kicker-Chefredakteur Jörg Jakob überreicht. In der 2. Minute war es dann an den Bayern Geschenke zu verteilen. Leon Goretzka spielte den Ball unbedrängt in die Spitze zu Davie Selke, der freistehend vor Neuer Angst vor der eigenen Courage bekam.

Eine Szene, die nur vier Minuten später auf Wiedervorlage kam: Serge Gnabry behauptete die Kugel im Mittelfeld, Über Jamal Musiala kam der Ball zu Alphonso Davies. Bayerns Linksverteidiger gab scharf und platziert in den Strafraum, wo Robert Lewandowski geistesgegenwärtig für den heranrauschenden Thomas Müller durchließ. Der Rest war Formsache, 1:0.

In den Folgeminuten gestalteten die Münchener das Geschehen ruhiger. Nach 20 Minuten musste Pál Dárdai erstmals wechseln. Stevan Jovetic konnte nicht mehr weitermachen, Javairo Dilrosun kam für ihn.

Lewandowski und Jablonski im zweiten Versuch zum 2:0

Die Dominanz des Rekordmeisters aber blieb. In der 23. Minute kombinierten sich die Münchener über Serge Gnabry und Josip Stanišić nach vorne, sodass Leon Goretzka an der Strafraumkante frei zum Abschluss kam, der noch geblockt wurde. Der anschließende Eckball brachte nichts ein. Anders, als zwei Minuten später, als Goretzka am langen Pfosten knapp vorbeiköpfte.

Der FC Bayern präsentierte sich gegen Hertha BSC äußerst spielfreudig, kombinierte sich immer wieder mit wenigen Ballkontakten nach vorne – und belohnte sich in Minute 36. Goretzka nahm rechts Gnabry mit. Bayerns Nummer 7 flankte in die Mitte zu Robert Lewandowski. Der erste Versuch landete noch am Querbalken, doch Lewandowski setzte nach, stieg zwei Stockwerke höher als Dedryck Boyata und köpfte ein. Zunächst ging die Fahne hoch, sodass Dr. Robert Kampka in Köln gefragt war. Nach gut 45 Sekunden war klar, dass Serge Gnabry bei Goretzkas Zuspiel nicht abseits stand, ein regulärer Treffer und damit das verdiente 2:0. Und für Lewandowski selbst ein weiterer Rekord. Der amtierende Weltfußballer traf in seinem 16. Pflichtspiel in Folge und überbot damit den Rekord von – natürlich – Gerd Müller, der 1969/70 in 15 aufeinanderfolgenden Pflichtspielen getroffen hatte.

Eine Schrecksekunde gab es noch für die Hertha vor der Pause. Ein Eckball von rechts landete bei Leon Goretzka, der sofort abzog, Alexander Schwolow faustete die Kugel weg, landete dabei aber mit dem Kinn auf dem Kopf von Boyata. Während der Belgier sofort weitermachen konnte, musste Schwolow kurz behandelt werden, stand dann aber auch wieder.

Die Münchener zeigten vor der Pause noch einige sehenswerte Spielzüge, denen jedoch der Abschluss fehlte. Hertha kam erst gar nicht zu selbigen. So blieb es zur Pause beim 2:0.

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Lewandowski macht den Dreierpack perfekt

Einen Wechsel gab es zur zweiten Halbzeit: Tanguy Nianzou kam für den angeschlagenen Dayot Upamecano. Bedeutet auch: Alexander Schwolow konnte weitermachen.

Und in der 49. Minute konnte er ein weiteres Mal hinter sich greifen. Müller setzte gut gegen Zeefuik nach und luchste Herthas Rechtsverteidiger den Ball ab. So konnte er zu Jamal Musiala rüberschieben. Der 18-Jährige schlug noch einen Haken und vollendete wuchtig wie sehenswert zum 3:0.

Bildquelle: imago

In der 58. Minute prallte Davie Selke unglücklich mit Tanguy Nianzou zusammen und konnte nicht weitermachen. Für ihn kam Neuzugang Marco Richter. Und Pál Dárdai setzte die Wechselorgie fort, brachte auch Ishak Belfodil und Lukas Klünter für Dodi Lukébakio sowie Deyovaisio Zeefuik. Auf der anderen Seite kam Leroy Sané für Jamal Musiala, der mit Standing Ovations verabschiedet wurde. Nur wenige Minuten später gab auch Kingsley Coman sein Comeback und ersetzte Serge Gnabry.

Die Einwechslung von Sané machte sich sofort bezahlt. 70. Minute, Zuerst setzte er sich auf links gegen zwei Mann durch, spielte dann einen Doppelpass mit Thomas Müller und legte anschließend maßgenau für Lewandowski auf. 4:0. Der hatte aber noch lange nicht genug. Ein Fehler in der 83. Minute führte zu einem Eckball für den FC Bayern. Den brachte Joshua Kimmich an den zweiten Pfosten zu Tanguy Nianzou. Bayerns Innenverteidiger legte nochmal in die Mitte, Lewandowski köpfte ein. Sieben Tore für ihn in den letzten beiden Heimspielen gegen Hertha BSC.

Im direkten Gegenzug war Ishak Belfodil frei durch, überwand Neuer und freute sich über das Tor zum 1:5. Dabei war er allerdings zu früh gestartet, Abseits. So blieb es beim – auch in der Höhe verdienten – 5:0.

Bildquelle: imago

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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