Bundesliga | Müller und Lewandowski sorgen auf Schalke für klare Verhältnisse

News

Im ersten Spiel des Sonntags empfing der FC Schalke 04 den FC Bayern. Da im bisherigen Spieltagsverlauf die Konkurrenz beider Mannschaften Federn ließ, ging es um mehr als drei Punkte. Letzten Endes war es der FC Bayern, der dank Thomas Müller und Robert Lewandowski mit einem 4:0 einen wichtigen Schritt in der Tabelle machte.

Offenes Spiel zu Beginn, aber dann schlägt Müller zu

Anlaufzeit brauchte das Spiel nicht. Nach nicht einmal einer Minute waren es die Schalker, die zum ersten Abschluss des Spiels kamen. Timo Becker (23) zog aus der zweiten Reihe ab, doch der Abschluss war kein Problem für Manuel Neuer (34). In den ersten Minuten entwickelte sich ein offenes und temporeiches Spiel: 6. Minute, Thomas Müller flankte aus dem Halbfeld auf Robert Lewandowski (32). Aber der Weltfußballer setzte seinen Kopfball etwas zu hoch an.

Die beste Chance bis hierhin ging allerdings an Königsblau. In der 11. Minute flankte Bastian Oczipka (32) die Kugel auf den Elfmeterpunkt. Dort kam Mark Uth (29) glockenfrei zum Kopfball, setzte diesen jedoch genau auf Neuer.

Schalke agierte in den ersten 45 Minuten abwartend, aber definitiv nicht passiv. Dennoch übernahm der FC Bayern ab hier zunehmend die Kontrolle. Nach 23 Minuten bekamen sie einen Freistoß an der Strafraumkante zugesprochen. Robert Lewandowski führte diesen kurz aus, Thomas Müller spielte die Kugel zurück zum Polen. Dessen Schlenzer parierte Ralf Fährmann (32) genauso wie den Nachschuss von Serge Gnabry (25).

(Photo by LEON KUEGELER/AFP via Getty Images)

Zwar hatte auch Schalke nur eine Minute später einen guten Abschluss durch Benito Raman (26). Allerdings war das, was in Minute 33 kam, wenig überraschend und auch dem Spielverlauf entsprechend. Einmal mehr durften die Münchener – diesmal in Person von Joshua Kimmich (25) – den Ball unbedrängt in den Strafraum flanken. Diesmal stand Timo Becker zu weit von Thomas Müller weg – 0:1. 8. Saisontor für ihn, das 50. des FC Bayern in dieser Saison und gleichzeitig auch der Halbzeitstand.

Robert Lewandowski stellt früh die Weichen, Müller und Alaba erhöhen spät

Für beide Mannschaften ging es in diesem Spiel um mehr als drei Punkte. Am einen Ende der Tabelle patzten dieses Wochenende RB Leipzig (2:3 in Mainz), Bayer Leverkusen (0:1 gegen Wolfsburg) und Borussia Dortmund (2:4 in Gladbach). Am anderen Hertha BSC (1:4 gegen Werder Bremen) und Arminia Bielefeld (1:5 gegen Frankfurt).

Es waren aber die Münchener, die neun Minuten nach Wiederanpfiff ihre Chance nutzten. Wieder war es Joshua Kimmich, der mit einem langen Ball Unruhe in der Schalker Hintermannschaft stiftete. Robert Lewandowski nahm die Kugel technisch hochwertig an, hielt sich Ozan Kabak (20) gekonnt vom Leib und schob unter Ralf Fährmann hindurch zum 0:2 ein.

(Photo by LEON KUEGELER/AFP via Getty Images)

Für Lewandowski war es das 23. Saisontor. Damit ist er zum einen auf dem Weg, den 40-Tore-Rekord von Gerd Müller aus den Geschichtsbüchern auszuradieren. Zum anderen stellte er mehrere Rekorde auf: Noch nie hatte ein Bundesligaspieler nach 18 Spieltagen eine solche Quote vorzuweisen. Dazu traf Lewandowski in elf aufeinanderfolgenden Bundesligaspielen gegen Schalke. Auch das gelang im deutschen Oberhaus noch keinem anderen Spieler gegen ein und denselben Gegner.

20 Minuten vor Schluss hätte er diese Bestmarken um ein Haar ausgebaut. Doch sein Schuss von der Strafraumkante ging hauchzart am rechten Pfosten vorbei. In den letzten Minuten entwickelte es sich zu einer Partie FC Bayern gegen Ralf Fährmann. Die eingewechselten Kingsley Coman (24) und Jamal Musiala (17) hatten allesamt gute Gelegenheiten.

In der 88. Minute gestaltete sich die Partie dann doch standesgemäß. Wieder gab Kimmich die Vorlage, diesmal per Freistoß von der Grundlinie, Thomas Müller köpfte zum zweiten Mal ein. Keine 120 Sekunden später zog David Alaba (28) aus dritter Reihe ab – und diesmal patzte auch Ralf Fährmann. Schalke 0:4. Nach genau 90 Minuten erlöste Sascha Stegemann die Schalker. Der FC Bayern gewinnt 4:0, steht nunmehr sieben Punkte vor der Konkurrenz. Und Königsblau steht inzwischen zehn Zähler hinter dem rettenden Ufer.

(Photo by INA FASSBENDER/AFP via Getty Images)

Mehr News und Stories rund um den internationalen Fußball

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ähnliche Artikel

Neuer Bielefeld-Trainer: Spur führt nach Osnabrück zu Scherning

Neuer Bielefeld-Trainer: Spur führt nach Osnabrück zu Scherning

17. August 2022

News | Früh in der neuen Saison hat sich Arminia Bielefeld, Absteiger in die 2. Bundesliga, von Trainer Uli Forte getrennt. Die Suche nach einem Nachfolger läuft, Daniel Scherning ist ein Kandidat.  Daniel Scherning zu Arminia Bielefeld? Arminia Bielefeld trennte sich nach einem enttäuschenden Saisonstart von Trainer Uli Forte (48). Die Nachfolgersuche läuft, einige Kandidaten […]

Nianzou, Richards, Roca & co.: Der FC Bayern kann doch verkaufen

Nianzou, Richards, Roca & co.: Der FC Bayern kann doch verkaufen

17. August 2022

Der Transfersommer 2022 ist noch nicht vorbei, für den FC Bayern München sind die wesentlichen Baustellen aber behoben. Vor allem für die Neuzugänge um Sadio Mane, Matthijs de Ligt und Ryan Gravenberch erntet der Rekordmeister viel Lob. Doch nicht nur hier lässt sich eine Entwicklung feststellen.  FC Bayern mit positivem Sommer auf der Zu- und […]

Bestätigt: Tanguy Nianzou wechselt vom FC Bayern zum FC Sevilla

Bestätigt: Tanguy Nianzou wechselt vom FC Bayern zum FC Sevilla

17. August 2022

News | Der FC Bayern hat Tanguy Nianzou abgegeben. Der Innenverteidiger wechselt mit sofortiger Wirkung zum FC Sevilla nach Spanien.  Nianzou wechselt zum FC Sevilla Der FC Bayern München gibt Innenverteidiger Tanguy Nianzou (20) ab, den Franzosen zieht es zum FC Sevilla. Beim FC Bayern konnte der Franzose sein Talent zwar andeuten, aber der Sprung […]


'' + self.location.search