Cantona spricht über den Evra-Tritt, Mourinho und macht sich über PSG lustig

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Er wurde zum wichtigsten Spieler von Manchester United im 20. Jahrhundert gewählt: „King“ Eric Cantona. Noch heute wird der Franzose im Old Trafford besungen. In einem seiner seltenen Interviews sprach der 51-Jährige über viele aktuelle Themen.

 

„PSG ist ein kleiner Klub“

Mit nur 30 Jahren beendete Cantona seine Karriere als aktiver Fußballer im Jahr 1997. Zu diesem Zeitpunkt war der Stürmer Kapitän der „Red Devils“, zudem galt er damals als der beste Spieler in Premier League. Dennoch entschied sich das „Enfant Terrible“ bereits zu diesem frühen Zeitpunkt seine Karriere zu beenden.

Cantona war im Anschluss als Schauspieler tätig, bis heute spielte er in über 30 Filmproduktionen mit. Aber auch im Beach Soccer feierte der eigenwillige Star große Erfolge: Als Spielertrainer führte er Frankreich im Jahr 2005 sogar zum Gewinn der Weltmeisterschaft.

(Photo by Jamie McDonald/Getty Images for Laureus)

Dem Fan-TV von United, „Fulltime Devils“, gab Cantona nun eines seiner seltenen Interviews (und trank dabei ein Glas Rotwein). Der ehemalige französische Nationalspieler ging dabei vor allem auf einige aktuelle Themen ein.

Welchen Spieler er gerne beim englischen Rekordmeister mit „seiner“ Nummer 7 sehen würde?

„Ich liebe Javier Pastore! Er spielt für Argentinien, immerhin für eine große Nation. Aber er spielt nicht in Paris. Sie haben zwei großartige Spieler, die nicht spielen: Pastore und Hatem Ben Afra. Pastore ist sehr speziell, er überrascht einen jedes Mal, er spielt den Ball immer zu dem Mitspieler, wo man es nicht erwartet.“

An dem Klub aus der französischen Hauptstadt ließ „King Eric“ generell kein gutes Haar:

„Er spielt nicht oft bei PSG, … was übrigens ein kleiner Verein ist. Allerdings haben sie viel Geld, dann sind sie wohl doch ein großer Verein. Jedoch einer, welcher keine Geschichte hat.“

PSG ließ diese verbale Spitze übrigens nicht unkommentiert:

Auch über den aktuellen United-Coach José Mourinho hatte Cantona etwas zu sagen:

„Ich liebe Mourinho. Aber ich bevorzuge eine offensiveren Stil und dies einfach nur, weil es United ist. Wenn Barcelona so defensiv spielen würde, könnte es niemand verstehen. Die Philosophie eines Vereins ist sehr wichtig für die Kinder, momentan ist diese ein wenig schwierig zu verstehen. Allerdings liebe ich Mourinho wirklich, er kann und er wird Trophäen gewinnen, was sehr wichtig ist.“

Zudem wurde der Franzose auf den Vorfall um Patrice Evra angesprochen. Der ehemalige Linksverteidiger von den „Red Devils“ trat vor kurzem als Spieler von Olympique Marseille einem Fan ins Gesicht. Cantona sah jedoch keine Parallelen zum seinem berüchtigten Tritt gegen einen Fan von Crystal Palace im Jahr 1995. Daraufhin war er neun Monate gesperrt worden.

„Er hat einen Fan seines eigenen Vereins getreten. Ich habe einen Hooligan einer gegnerischen Mannschaft getreten. Daher kann man dies nicht miteinander vergleichen. Ich wurde schon häufig darauf angesprochen, dabei habe ich die Aktion (von Evra) bis jetzt noch nicht einmal gesehen.“

Was „King Eric“ sonst noch zu erzählen hatte, könnt ihr hier im Video sehen.

 

Marius Merck

Eine Autogrammstunde von Fritz Walter weckte die Leidenschaft für diese Sportart, die über eine (“herausragende”) Amateurkarriere bis zur Gründung von 90PLUS führte. Bei seinem erklärten Ziel, endlich ein “Erfolgsfan” zu werden, weiter erfolglos.

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