DFL-Mitgliederversammlung | So könnten Zuschauer in die Stadien

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News | Heute fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung der DFL statt. Es ging um Konzepte, wie die neue Saison vor dem Hintergrund der Corona-Krise gestaltet werden soll.

Einige Anpassungen

Christian Seifert kündigte auf der Pressekonferenz an, dass man für den kommenden Spielbetrieb die Sicherheitskonzepte anpassen würde. Laut dem Geschäftsführer soll dieses Konzept innerhalb der nächsten 14 Tage in Absprache mit der Politik tragfähig sein.

Ein wichtiger Punkt war die Frage nach Zuschauern im Stadion. „Priorität in Deutschland haben im Moment nicht volle Stadien“, verkündete Seifert. Dennoch wolle man „gewohntes Leben Schritt für Schritt zurückgewinnen.“ So sei es Teil der Konzepte, Pläne für eine schrittweise Rückkehr von Fans in Stadien zu erstellen und vorbereitet zu sein. Man erwarte und fordere nichts, im Endeffekt werde die Politik entscheiden. Dennoch werde man für jeden Fall vorbereitet sein. Auf Nachfrage stellte Seifert zudem klar, dass es keine konkreten Forderungen oder geplante Zuschauerzahlen durch den Profifußball gebe.

Lokale Entscheidungen

Einen übergeordneten Leitfaden gibt es schon, dieser wurde auch publik. Am Ende werden die Entscheidungen aber politisch und lokal getroffen. So würden die Vereine, jeweils in Abstimmung mit den lokalen Behörden, individuelle Konzepte erstellt werden. In Teilbereichen soll dennoch ein vereinsübergreifendes Konzept bestehen. Seifert betonte nachdrücklich, dass man keine Sonderbehandlung erwarte und warb für Verständnis, dennoch Vorbereitungen treffen zu wollen. Er richtete sich auch an die Kritiker des publik gewordenen Leitfadens. Man wolle keinesfalls Grundsätze der deutschen Fankultur in Frage stellen. Fehlende Gästefans und Stehplätze seien nur vorübergehende Lösungsansätze vor dem Hintergrund der Pandemie.

Den Slogan „alle oder keiner“ kritisierte Seifert. Eine Rückkehr in die Normalität sei nur in Etappen möglich. Auch wenn er Verständnis für diese Aussage habe, sei nur so überhaupt möglich keine komplett leeren Stadien zu haben.

Beschlüsse: Keine Gäste, keine Stehplätze, kein Alkohol

Beschlossen wurde, dass auf Gästefans verzichtet werden soll, gerade um Reisen und die damit verbundenen Infektionsrisiken zu minimieren. Bis zum 31.10. soll auch auf Stehplätze verzichtet werden. So erleichtere man es, die Anstandsregeln im Stadion einzuhalten. Grundsätzlich bekenne sich aber jeder Verein zum Erhalt von Stehplätzen.

Auch der Alkoholausschank soll bis zum 31.10. nicht stattfinden. Ob man plane, Alkoholtests durchzuführen, wurde der Geschäftsführer in Anschluss an sein Statement gefragt. Hier gebe es unterschiedliche Auffassungen bei den Verbandsmitgliedern. Seifert erinnerte zudem daran, dass sich die Fans in den letzten Monaten sehr verantwortungsvoll zeigten. Zusätzlich verpflichten sich die Vereine, eine Identifikation von Infizierten und Infizierungsfällen im Raum des Stadion zu gewährleisten. Wie dies genau aussehen soll, sollen die Vereine individuell erarbeiten. Alle diese Beschlüsse gelten für den Fall, dass eine Teilrückkehr von Zuschauern möglich ist.

Geldverteilung

Neben den Beschlüssen in Bezug auf das Coronavirus, ging es auch um die Verteilung von Mediengeldern im Raum 2021-2025. Hier will man drei Arbeitsgruppen einrichten und zeigt durchaus den Willen, einiges zu verändern. Erst einmal sei nun geplant, dass die Arbeitsgruppen die Arbeit aufnehmen. Konkreter wurde Seifert nicht. Bezugnehmend auf dieses Thema wurde Seifert zu einem möglichen „Salary Cap“ befragt. Erneut positionierte er sich als durchaus interessiert an einem solchen Szenario. Eventuell könne man so „wirtschaftliche Auswüchse der letzten Jahre“ regulieren.

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Julius Eid

Photo by Arne Dedert/Pool/Getty Images

Julius Eid

Seit 2018 bei 90PLUS, seit Riquelme Fußballfan. Gerade die emotionale Seite des Sports und Fan-Themen sind Julius‘ Steckenpferd. Alleine deshalb gilt: Klopp vor Guardiola.

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