EFL | Vereinen droht Insolvenz – Vorsitzender Parry mit Brief an die Regierung

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News | Der Vorsitzende der EFL, Rick Parry, hat einen Brief an die britische Regierung geschrieben. Darin macht er darauf aufmerksam, dass vielen Vereinen von der zweiten bis zur vierten englischen Liga aufgrund der Corona-Pandemie die Insolvenz droht.

Parry weist auf Notwendigkeit finanzieller Unterstützung für EFL-Klubs hin

Wie Sky Sports berichtet, hat sich Rick Parry, Vorsitzender der English Football League (EFL) mit einem Brief an die britische Regierung gewandt. Mit diesem weist er darauf hin, dass es notwendig sei, die Vereine der zweiten bis vierten Liga finanziell zu unterstützen, um diese vor der Insolvenz zu bewahren.

Rund 440 Millionen Euro koste es die Eigentümer der Vereine in der EFL pro Saison, ihre Klubs am Leben zu erhalten. Solange weiterhin keine Fans zugelassen sind werde sich diese Summe nur noch weiter erhöhen. Parry machte darauf aufmerksam, dass die EFL alleine nicht stark genug ist, ihre Vereine vor der Insolvenz zu bewahren. Es sei „jetzt oder nie“ der Zeitpunkt für eine Notfinanzierung.

Die Regierung hatte bereits zu einem früheren Zeitpunkt argumentiert, die Premier League soll einspringen, um den Klubs der EFL zu helfen. Hier sieht Parry ein Problem: „Es ist klar, dass auch die Spitzenvereine die Auswirkungen der Pandemie zu spüren bekommen. […] Sie sind möglicherweise nicht in der Lage, das erforderliche Maß an Unterstützung zu leisten.“

Die Premier-League-Vereine hatten ein Rettungspaket über rund 55 Millionen geschnürt. Dies hatten die Vereine der EFL allerdings abgelehnt. Das Geld sollte nur an Dritt- und Viertligisten fließen. Die Zweitligisten wären leer ausgegangen. Das Angebot stehe weiter zur Verfügung. Die Vereine der EFL hatten aber klar gemacht, dass sie jegliche Hilfe nicht akzeptieren, die einzelne Mitglieder ausschließt.

Diskussion mit dem zuständigen Ministerium

Der Brief von Parry richtete sich an Oliver Dowden. Dieser ist Staatssekretär beim Department for Digital, Culture, Media and Sport (DCMS), zu deutsch dem Ministerium für Digitales, Kultur, Medien und Sport. Parry stellt die Frage weshalb dem Kunstsektor gut 1,6 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt wurden, während an die Fußballvereine bislang kein Geld floss.

Am Mittwochabend veröffentlichte das Ministerium eine Stellungnahme, in der ein DCMS-Sprecher verlauten lies: „Wir waren uns darüber im Klaren, dass der Profifußball über die Mittel verfügt, um sich selbst zu versorgen, und uns wurde von den Fußballbehörden versichert, dass sie nicht die Absicht haben, irgendeinen Klub aufgrund der Pandemie pleite gehen zu lassen. Wir haben ein Paket für die National League (5.Liga, Anm. d. Red.) geschnürt und konzentrieren uns nun auf die Unterstützung jener Sportarten und Sektoren, die es am dringendsten benötigen und nicht für sich selbst sorgen können. Wir drängen die EFL und die Premier League, so schnell wie möglich eine Vereinbarung zu treffen.“

Behält die Regierung diesen Standpunkt bei, könnte es eng für einige Vereine in der zweiten, dritten oder vierten englischen Liga werden. Wie Parry bereits verdeutlichte, sind auch die Premier-League-Vereine von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Da ist es fraglich, ob diese ein derart großes Rettungspaket schnüren können, dass allen Vereinen in der EFL, 72 an der Zahl, ausreichend helfen würde.

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(Photo by Richard Heathcote/Getty Images)

Gero Lange

Fußballbegeistert seit der Heim-WM 2006. Großer Fan von Spektakelfußball mit vielen schönen Toren, am liebsten aus der Distanz. Seit 2020 bei 90PLUS

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