Thorsten Fink über Zusammenarbeit mit Iniesta: „Habe einen super Kontakt zu ihm“

Thorsten Fink als Trainer des Hamburger SV.
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News | Thorsten Fink erlebte eine durchaus ereignisreiche Trainerlaufbahn. Über seine ehemaligen Stationen sowie mögliche kommende Aufgaben sprach er in einem Interview.

Fink: „Ich liebe eben Traditionsvereine“

Als Trainer gelang Thorsten Fink (53) einst beim FC Basel der Durchbruch, ehe sein Weg in die Bundesliga zum Hamburger SV führte. Zwei komplizierte Vereine zu einem durchaus frühem Zeitpunkt seiner Laufbahn. In einem ausführlichen Gespräch mit transfermarkt.de begründete er sein Vorgehen: „ Solche Vereine reizen doch jeden Trainer. Egal, wo ich hingekommen bin, wurde mir gesagt: „Hier ist es ja aber nicht einfach.“ Einfach kann aber auch jeder, oder? Ich liebe eben Traditionsvereine und gebe da gern mein Wissen dazu.“

Dabei stand Fink sowohl in der Schweiz als auch im hohen Norden stets unter Druck: „In Basel waren nur Titel gefragt. Und beim HSV wurde gesagt, dass man da ja nichts erreichen kann. Ich bin aber zufrieden mit der Zeit dort. Das ist ein super Verein, eine tolle Stadt, begeisternde Fans und die zwei Jahre waren sicher anstrengend, aber haben mir viel Spaß gemacht.“

 

Den HSV führte der Übungsleiter in der Saison 2012/2013 sogar auf Rang sieben. Wenige Monate später trennten sich dennoch die Wege. Danach landeten die Rothosen nie wieder in der oberen Tabellenhälfte der ersten Liga. Für Fink ging es bei APOEL Nikosia, Austria Wien und den Grasshoppers Zürich weiter, ehe er 2019 bei Vissel Kobe in Japan unterschrieb.

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Über das Zustandekommen des Wechsels sagte der langjährige Bayern-Profi: „Es war so, dass mich ein Berater, der in Asien bestens vernetzt ist, angerufen hat und sagte, dass Kobe einen neuen Trainer braucht. Das war für mich durchaus eine spannende Möglichkeit, denn da spielte schließlich ein Iniesta, ein Podolski, ein Villa. Also bin ich hingeflogen und habe mir das angeguckt. Und es hat mir gefallen. Ich habe mir also selbst ein Bild gemacht und mich dann dafür entschieden.“

Während der 15 Monate Tätigkeit sprangen immerhin zwei Pokalsiege heraus. In Erinnerung bleibt Fink aber vor allem die Zusammenarbeit mit Andres Iniesta (37). Taktisch konnte er ihm keine neuen Dinge mehr beibringen. Trotzdem nahm er Einfluss auf die Ikone des FC Barcelona: „Was ich ihm erzählen konnte, waren Themen der Mannschaftsführung, Tugenden und Werte. Was ich vorlebe, welche Visionen ich habe. Ich habe einen super Kontakt zu ihm und er hat mir gerade zwei Repliken der Pokale geschenkt. Das ist eine große Wertschätzung. Er sagte, dass er mir sehr dankbar ist.“

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Zum Ende der Karriere nochmals in ein anderes Land zu gehen und dort als Kapitän etwas zu gewinnen, sei auch für Iniesta besonders gewesen. Der Mittelfeldregisseur läuft weiterhin ür Kobe auf, während Fink seit rund einem Jahr auf Jobsuche ist. Kontakt habe er zum 1.FC Köln gehabt, als dort noch Horst Heldt (51) tätig war.

Hinsichtlich seiner Zukunft äußerte der Trainer klare Vorstellungen: „Wenn es nur um kurzfristigen Erfolg ohne langfristige Perspektive geht, bin ich nicht der richtige Mann. Klar, ich kann auch dann alles geben und erfolgreich sein, aber ich bin nicht der, der als Feuerwehrmann kommt und dann wieder geht.“ Mittlerweile könne er als „Unternehmensberater für Fußballvereine“ arbeiten, fügte er angesichts seiner turbulenten Stationen an.

(Photo by Kiyoshi Ota/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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