Uli Hoeneß über Gehaltsobergrenze: „Scheinheilige Diskussion“

29. Juni 2020 | News | BY Manuel Behlert

News | Im Zuge der Corona-Pandemie hatten und haben viele Klubs mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Das Verzichten auf Gehalt wurde von vielen Spielern und Funktionären durchgeführt, Rufe nach einer Gehaltsobergrenze wurden laut.

Hoeneß: Bayern kann nicht halbtags arbeiten, damit die Liga spannend bleibt

Am gestrigen Sonntagabend war Uli Hoeneß (68), der ehemalige Präsident des FC Bayern, zu Gast bei Blickpunkt Sport im BR. Dabei sprach Hoeneß auch über die Diskussion rund um eine Gehaltsobergrenze. „Salary Cap können sie vergessen, weil das überhaupt nicht durchführbar ist. Die schwärmen alle vom Salary Cap in den USA, in der NFL, in der NBA. Aber da wird nicht der Salary Cap für den Einzelnen beschrieben, sondern für den ganzen Klub. Das heißt, die dürfen 300 Millionen ausgeben, aber das heißt trotzdem, dass einer 80 Millionen verdient. Sie dürfen nur insgesamt nicht mehr ausgeben. Das bringt uns nicht weiter. Das sind alles scheinheilige Diskussionen“, wird Hoeneß von der Bild zitiert.

Zudem sprach Hoeneß auch über die vermeintlich fehlende Spannung in der Bundesliga. Auch dazu formulierte er eine klare Aussage: „Ich glaube, man kann jetzt nicht von den Leuten beim FC Bayern erwarten, dass jetzt plötzlich alle nur noch halbtags arbeiten, damit die Bundesliga spannend bleibt.“ Der FC Bayern wurde am Ende der Saison mit 13 Punkten Vorsprung vor Borussia Dortmund Meister.

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(Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.


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