Das wünscht ihr euch von der DFL

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Die DFL ist in der Öffentlichkeit hauptsächlich darum bemüht, den Fußballbetrieb schnellstmöglich wieder aufzunehmen und auf wirtschaftliche Probleme hinzuweisen. Gemeinsam mit FanQ und dem FC PlayFair haben wir euch gefragt, was ihr euch wirklich von der DFL wünschen würdet.

Über den Fußball hinaus

Eines steht definitiv fest. Die DFL und ihre Mitglieder repräsentieren eine Branche, in der horrende Summen an der Tagesordnung sind. In der Interessenvertretung dieser Mitglieder und ihrer wirtschaftlichen Situation tritt die DFL öffentlich auf. Doch eine Organisation mit den gegeben wirtschaftlichen Mitteln, aber vor allem auch mit der riesigen Reichweite hätte zahlreiche Möglichkeiten, sich in der Krise solidarisch zu zeigen. Und dies sogar über den Fußball hinaus. Wie könnte die DFL also gesellschaftliche Verantwortung übernehmen? Eure Vorschläge wurden gesammelt und zur Abstimmung gestellt.

Deutlich wird vor allem eines: Es gibt viele Vorschläge, die auf Breite Zustimmung treffen und wenig wirtschaftlichen Aufwand verlangen. So wäre das Top-Ergebnis „Spendensammeln für die Entwicklung eines Impfstoffes“ alleine über das Nutzen der eigenen Reichweite lösbar. Dies gilt ebenso bei der Werbung für „Social Distancing“ sowie bei der Unterstützung der empirischen Corona-Forschung. Auch das Bereitstellen von Räumlichkeiten und das Mitarbeiter-Engagement zielt auf, durch die Situation bedingte, freigewordene Ressourcen. Einzig das Bereitstellen von Gutscheinen für Helfer im Gesundheitswesen wäre mit größerem, wirtschaftlichen Mehraufwand verbunden.

Es geht nicht nur um das Geld

Die Ergebnisse machen also deutlich, dass es nicht um das Geld geht. Da sich die Abstimmung vornehmlich an Fußballfans richtete, könnte auch das Wissen um die wirtschaftlich angespannte Lage mancher Vereine mit in die Abstimmung hineingespielt haben. Deutlich wird vielmehr, welche Möglichkeiten von solidarischem, gesellschaftlichem Handeln der DFL offen stehen. Eine große Geldsumme mag auf den ersten Blick für Aufsehen sorgen. Doch es geht um mehr wenn Solidarität gefragt ist.

Jeder einzelne Vorschlag der Abstimmung würde ein Zeichen setzen. Ein Zeichen dafür, dass man sich der gesellschaftlichen Verantwortung des Volkssportes Fußball bewusst ist. Ein Zeichen dafür, dass man in einer einzigartigen Situation für die gesamte Gesellschaft bereit ist, über den Tellerrand zu schauen und die eigenen Möglichkeiten zu Nutzen um zu helfen. Zusammenhalt und das Gefühl von Solidarität ist in Notsituationen nicht zu unterschätzen und die DFL, mit all ihrer Reichweite, könnte diesen Gedanken nicht nur weiterverbreiten, sie könnte ihn auch untermauern.

Solidarität im Kleinen

Doch nicht nur extern könnte die Deutsche Fußball Liga solidarische Zeichen setzen. In einer zweiten Abstimmung konnte votiert werden, wie man innerhalb des eigenen Fußballkosmos sinnvoll agieren könnte.

Hier steht ganz oben die Einrichtung eines Sozialfonds für existenzbedrohte Vereine. Die vier Champions League-Clubs haben bereits angekündigt, im kommenden Jahr auf 20 Millionen zu Gunsten bedrohter Vereine zu verzichten. Doch eine klare Sicherheit bringt weder diese Aktion, noch die angesprochene Summe. Die DFL könnte nun für diese Sicherheit sorgen, und klare Grundvoraussetzungen schaffen, damit kein verein akut bangen muss. Dies würde zudem auch den Druck mindern, entgegen aller Vernunft den Spielbetrieb zu früh fortzuführen. Man würde Verantwortung für die eigenen Mitglieder übernehmen. Auf Platz 3 landete zudem ein Vorschlag, der den externen Vorschlägen sehr nahe ist. Kann man freie Ressourcen nutzen, um die Digitalisierung des Amateurfußballs voranzutreiben? Aus der Not eine Tugend machen?

Es ist möglich

Ein Fazit unserer gemeinsamen Aktion mit FanQ und dem FC PlayFair ist einfach zu ziehen. Die Beteiligung an der Abstimmung, die vorgebrachten Vorschläge unterstreichen, dass sich Viele mehr Solidarität von der DFL wünschen. Die Ergebnisse dann zeigen, dass es für die DFL möglich ist, diese zu zeigen. Es braucht nur den Willen.

Was ist FanQ?

Bei FanQ dreht sich alles um die Meinungen von Fußballfans. In der kostenlosen App kann jeder voten, diskutieren und eigene Fragen zur Abstimmung stellen. FanQ visualisiert die Ergebnisse und verfolgt die Mission, Fanmeinungen transparent zu machen. Als Social Start-up hat FanQ eine soziale Ausrichtung. Mehr Infos über FanQ und den Link zum Download findet ihr hier.

Was ist der FC PlayFair?

Der FC PlayFair! e.V. setzt sich übervereinlich für die Vereins- und Faninteressen im Fußball ein. Fußball ist mehr als nur ein Sport – Fußball verbindet Menschen, Fußball vermittelt Werte. Aufgrund dieser starken Basis setzt der FC PlayFair! sich mit seinen Projekten und Initiativen für die Menschen ein, die diesen Sport lieben.

90PLUS wird für die Monate März und April 15% der Einnahmen an die Initiative #WekickCorona spenden. Auch ihr könnt unterstützen: Jeder Klick, jede Spende zählt.

Julius Eid

Photo by Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images

Julius Eid

Seit 2018 bei 90PLUS, seit Riquelme Fußballfan. Gerade die emotionale Seite des Sports und Fan-Themen sind Julius‘ Steckenpferd. Alleine deshalb gilt: Klopp vor Guardiola.

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