Bundesliga | Berlin ist rot! Union gewinnt Stadtderby gegen die Hertha!

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News | Es werde Derby! Am Samstagabend des 12. Bundesliga-Spieltags empfind der 1. FC Union Berlin an der alten Försterei die Hertha. Dank einer effektiven ersten Halbzeit mit zwei Treffern gewinnt Union das Derby 2:0.

Vor der Pause nur rot-weiß: Awoniyi und Trimmel belohnen Union

Beide Mannschaften waren vor der Länderspielpause bis kurz vor Schluss in Führung, Union in Köln und Hertha gegen Leverkusen. Beide mussten hinten raus noch den Ausgleich zum 2:2, beziehungsweise 1:1 hinnehmen.

 



 

Personell konnte Urs Fischer erstmals seit dem 8. Spieltag, einem 2:0 gegen Wolfsburg, wieder auf Max Kruse setzen. An seiner Seite stürmte Taiwo Awoniyi. Einen solchen Stürmer hätte die Hertha gut gebrauchen können, nachdem Stevan Jovetić positiv auf COVID-19 getestet wurde. Zudem fielen Dedryck Boyata (Rotsperre), Vladimir Darida (Verletzung am Oberschenkelknochen) und Lukas Klünter (Aufbautraining nach Schulteroperation). So durfte Marton Dardai in der Defensive ran, an der Seite von Niklas Stark. Im Mittelfeld zogen Lucas Tousart und Suat Serdar die Fäden. Vorne sollte Krzysztof Piątek für Torgefahr sorgen.

Pekarik verkürzt – aber nur vermeintlich

Den besseren Start erwischte die Hertha, wenngleich der erste Abschluss der Partie in Köpenick blieb. In der 7. Minute hatte Grischa Prömel den ersten Abschluss für die Hausherren. Der ging noch links vorbei. Eine Minute später ließ Marton Dárdai einen Steilpass von Niko Gießelmann passieren. So kam Taiwo Awoniyi in die Show und schob abgezockt ins kurze Eck ein.

Ab hierhin hatte die Hertha nur noch eines: Ballbesitz. Die spielbestimmende Mannschaft war Union. In der 11. Minute hämmerte Prömel die Kugel an den Querbalken, stand dabei allerdings abseits. Gut zehn Minuten später spielte Max Kruse in den Lauf von Awoniyi, der Tempo machte und zu Kruse zurückgab. Dessen Abschluss aus spitzem Winkel parierte Alexander Schwolow sicher.

Das 2:0, es lag in der Luft, nach genau einer halben Stunde fiel es auch. Ein eigentlich zu langer Eckball landete an der Strafraumkante bei Christopher Trimmel, der volles Risiko ging. Der Schuss zischte an allen vorbei ins lange Eck. Auch Sven Jablonski konnte in Köln nichts ahndungswürdiges feststellen, 2:0.

Der Hertha gelang nicht viel gegen Unions Defensive – aber in der ersten Minute der Nachspielzeit noch der Anschlusstreffer. Eine Flanke von Marvin Plattenhardt konnte Andreas Luthe noch wegfausten, kam aber nicht mehr rechtzeitig hoch, Peter Pekarik köpfte aufs leere Tor. Robin Knoche konnte zwar noch klären, allerdings nur hinter der Linie. Das 2:1? Nein. Ein Foul von Marco Richter am Union-Torhüter lag nicht vor, dafür stand Krzysztof Piątek beim einleitenden Ball leicht abseits. So blieb es beim 2:0 zur Pause. Gleich nach dem zurückgenommenen Treffer hallten „Hier regiert der FCU!“-Rufe durch die alte Försterei.

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Union drückt – und bringt den Derbysieg ins Ziel

Einmal wechselte Pál Dárdai zur zweiten Hälfte, Ishak Belfodil ersetzte Lucas Tousart. Die zweite Hälfte gestaltete sich nicht nur lebendiger, sondern auch etwas offener. In der 53. Minute durfte Union kontern, Awoniyi zog von rechts nach innen, traf in letzter Instanz aber die falschen Entscheidungen und rutschte obendrein noch weg. Im Gegenzug durfte auch die Hertha umschalten. Marco Richter hatte rechts viel Platz, versuchte mit seiner Flanke Piątek zu finden, die Kugel landete letztlich im luftleeren Raum.

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Photo by Martin Rose/Getty Images

Minute 58, es ging nun Schlag auf Schlag. Ex-Herthaner Genki Haraguchi legte für Max Kruse auf, dessen Pfund Schwolow zur Ecke klärte. Die spielte Union kurz aus, Marvin Friedrich fand mit seinem Querpass Prömel – knapp drüber. Union hatte weiterhin die besseren Chancen. 63. Minute, Haraguchi ließ auf Vorlage von Kruse noch Plattenhardt aussteigen. Sein Abschluss hätte auch genau gepasst, wenn Dárdai Jr. nicht noch auf der Torlinie gelöscht hätte. So bleibt es dabei, dass Haraguchi sein bislang letztes Bundesligator am 4. Februar 2017 erzielte, den Siegtreffer gegen Ingolstadt – für die Hertha.

Danach schlief die Partie wieder etwas ein. Union stand defensiv sicher, der Hertha fehlte es an zwingenden Ideen, auch individuell wollte der alten Dame nicht wirklich viel gelingen.

Letztendlich änderte sich nichts mehr am Ergebnis. Union Berlin holt sich den Derbysieg, gewinnt verdient gegen eine uninspirierte Hertha, die zwar gut ins Spiel kam, aber spätestens nach dem Führungstreffer durch Taiwo Awoniyi nur noch Rücklichter sah. Nach einer halben Stunde legte Trimmel sehenswert nach. Mit diesem Sieg springt Union vor dem Bundesligaspiel auf Platz 5. In der Europa Conference League steht für die Eisernern das Spiel bei Maccabi Haifa an.

Die Hertha hingegen bleibt nach einem tristen und desillusionierten Auftritt vorerst auf Platz 13. Sollte Frankfurt in Freiburg gewinnen, könnte es noch tiefer gehen. Am kommenden Wochenende empfangen sie den FC Augsburg.

Der Endstand aus der alten Försterei: Berlin-Köpenick 2, Berlin-Charlottenburg 0.

Photo by Martin Rose/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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  • Wolf Fröhling sagt:

    Nur, weil Herthas Stadion auf Charlottenburger Gemarkung steht, ist Hertha nicht „Charlottenburg“. Das wäre TeBe! Herthas Heimat ist der Wedding mit dem Stadion an der Plumpe.


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