6:0! Darmstadt schlägt Aue klar und springt auf Platz 2 – Aue abgestiegen

Darmstadt jubelt gegen Aue
Spieltag

Spielbericht | Im Samstagabendspiel des 32. Spieltags der 2. Bundesliga empfing der SV Darmstadt 98 den FC Erzgebirge Aue. In einer einseitigen Partie gewannen die Hausherren mit 6:0 (4:0). Tim Starke mit einem Doppelpack war der spielentscheidende Mann.

Darmstadt mit drei Toren in vier Minuten gegen Aue

Die Gastgeber stellten im Vergleich zum 2:1 beim FC St. Pauli nur auf einer Position um. Im offensiven Mittelfeld ersetzte Brayden Manu, der in den Kader zurückkehrte, Marvin Mehlem. Aue hingegen tauschte nach dem 2:2 gegen Rostock gleich auf vier Positionen. Unter anderem kam Routinier Sören Gonther in die Mannschaft. Darmstadt versuchte von Beginn an, Druck nach vorne zu entfachen. Aue verteidigte jedoch gut, sodass die Lilien zu keinen Gelegenheiten kamen. Nach zehn Minuten fanden die Hausherren erstmals Lösungen.



Die erste Chance hatte Tim Skarke, der nach einer Eckballvariante aus 15 Metern zum Abschluss kam (13.). Keeper Philipp Klewin war zur Stelle. Mit dem nächsten Abschluss fiel das 1:0 für Darmstadt. Nach einer starken Gegenpressingaktion kam der Ball zu Luca Pfeiffer, der sich drehen konnte und aus 17 Metern platziert ins linke Eck traf (16.). Nun waren die Hausherren voll im Spiel. Nur zwei Minuten später machte Malcolm Cacutalua einen unglaublichen individuellen Fehler  und legte Philipp Tietz den Ball vor die Füße. Dieser legte den Ball quer auf Skarke, der links im Strafraum zum 2:0 ins lange Eck einschob (18.).

Mehr News und Stories rund um den deutschen Fußball

Und es ging munter weiter. Diesmal dauerte es sogar nur eine Minute, bis der Ball wieder drin war. Erneut war es ein Fehler im Spielaufbau. Tobias Kempe legte auf Manu quer, der freistehend rechts im Sechzehner ohne Probleme zum 3:0 in den langen Winkel traf (19.). Auch danach spielte ausschließlich Darmstadt, ohne jedoch das ganz große Tempo zu gehen. Fabian Hollands Versuch aus spitzem Winkel flog knapp am Tor vorbei (28.). Kempe selbst scheiterte mit einem Freistoß an Klewin (36.). Nach der folgenden Ecke traf Innenverteidiger Patric Pfeiffer per Kopf den Pfosten.

Als Aue sich dann doch einmal nach vorne wagte, fingen sie sich mit einem Konter das 0:4. Manu war schneller als alle anderen, der Offensivspieler legte den Ball quer und Skarke schob lässig ein (39.). Holland wäre kurz darauf beinahe ein Traumtor gelungen, sein Schuss aus 20 Metern drehte sich jedoch knapp am Tor vorbei (42.). Die erste Gelegenheit für Aue hatte John-Patrick Strauß, dessen Fernschuss abgefälscht am Tor vorbei ging. Und so endete die erste Halbzeit mit 4:0 für Darmstadt.

In Halbzeit zwei ist die Luft raus

Halbzeit zwei verlief zunächst deutlich entspannter. Beiden Mannschaften war anzusehen, dass die Partie im Prinzip entschieden war. Nach einer Stunde wollte Darmstadt den Fans dann doch noch einmal etwas bieten und wurde wieder offensiver. Chancen gab es zunächst nicht. Auf der Gegenseite hatte Ben Zolinski die beste Gelegenheit für die Gäste, sein Versuch aus der Distanz ging jedoch knapp über das Tor (66.). Anschließend wechselten beide Teams je zweimal, auch die Trainer hatten das Spiel nun abgehakt.

Dann wollte Darmstadt doch noch einmal. Pfeiffer wurde geschickt, umkurvte Klewin und legte quer auf den eingewechselten Mathias Honsak. Dieser musste aus zwölf Metern nur noch ins leere Tor zum 5:0 einschieben (74.). Danach wollten die Hausherren dann auch noch das halbe Duzend voll machen. Die sich ergebenden Chancen nutzten die Lilien zunächst nicht. Als man gerade den Eindruck gewinnen konnte, dass Darmstadt sich mit dem Ergebnis begnügen würde, traf Kempe per direktem Freistoß ins Torwarteck zum 6:0 (90.). Klewin hatte auf einen Versuch über die Mauer spekuliert. Und damit endete die Partie.

Durch den Sieg springt Darmstadt aufgrund der um sechs Tore besseren Tordifferenz am punktgleichen Werder Bremen vorbei auf Platz zwei und hat den direkten Aufstieg in der eigenen Hand. Aue hingegen ist bei sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz bei noch zwei Spielen nun auch rechnerisch abgestiegen. Somit stehen beide direkten Absteiger fest.

(Photo by Cathrin Mueller/Getty Images)

Lukas Heigl

Liebhaber des britischen Fußballs: Von Brighton über Reading und Wimbledon bis nach Inverness. Ist mehr für Spiele der dritten englischen Liga als für den Classico zu begeistern. Durch das Kommentatoren-Duo Galler/Menuge auch am französischen Fußball interessiert

Hinterlassen Sie eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ähnliche Artikel

Champions League: VARnsinn bei Leverkusen-Pleite in Porto

Champions League: VARnsinn bei Leverkusen-Pleite in Porto

4. Oktober 2022

News | Bayer 04 Leverkusen musste am Dienstagabend in der Champions League eine 0:2 (0:0)-Auswärtspleite beim FC Porto hinnehmen. Der VAR sorgte für eine skurrile Szene.  Leverkusen verliert nach VAR-Chaos in Porto Nächster Rückschlag für Bayer 04 Leverkusen und Trainer Gerardo Seoane. Am Dienstagabend musste sich die Werkself mit 0:2 beim FC Porto geschlagen geben. […]

BVB hat nächsten Ajax-Star auf dem Zettel: Kommt Kudus im Sommer?

BVB hat nächsten Ajax-Star auf dem Zettel: Kommt Kudus im Sommer?

4. Oktober 2022

News | Nach Sebastien Haller könnte sich der BVB erneut bei Ajax bedienen. Offenbar steht Mohammed Kudus auf dem Zettel der Verantwortlichen. BVB setzt auf internen Trumpf bei Kudus Wechselt Mohammed Kudus (22) im Sommer zum BVB? Wie die Bild berichtet, soll man in Dortmund seine Fühler nach dem Stürmer ausgestreckt haben. Der Ghanaer ist schnell und […]

1. FC Nürnberg: Markus Weinzierl neuer Cheftrainer

1. FC Nürnberg: Markus Weinzierl neuer Cheftrainer

4. Oktober 2022

News | Nach der Entlassung von Robert Klauß übernimmt Markus Weinzierl als Cheftrainer beim 1. FC Nürnberg. Dieter Hecking hofft, dass der 47-Jährige eine Trendwende einleiten kann. Weinzierl übernimmt in Nürnberg Markus Weinzierl (47) wird neuer Cheftrainer des 1. FC Nürnberg, wie der Klub am Dienstagvormittag verkündet. Den Vertrag habe der 47 Jahre alte Fußball-Lehrer […]


'' + self.location.search