DFB-Pokal am Samstag: Achtung, Stolperfallen!

12. August 2023 | Vorschau | BY Manuel Behlert

Die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal steht seit jeher für Spannung und Spektakel. Illustre Namen nehmen teil, Teams aus den unteren Ligen hoffen, den großen Klubs ein Bein stellen zu können. Und tatsächlich gibt es Jahr für Jahr neben deutlichen Favoritensiegen auch die ein oder andere Sensation. Auch am heutigen Samstag?

DFB-Pokal: Stolperfallen am Samstag

Die „Frühschicht“ im DFB-Pokal am Samstag absolvieren der VfB Stuttgart und Hertha BSC: Die Stuttgarter müssen um 13 Uhr bei der TSG Balingen antreten. Der Klub aus der Regionalliga Südwest hat im Vorfeld schon angekündigt, die Schwaben „ein wenig ärgern“ zu wollen. Das Selbstvertrauen ist groß, diese Partie dürfte für viele Spieler ein einmaliges Erlebnis sein. Wenn sich die Akteure auf dem Feld davon nicht zu sehr einschüchtern lassen, wird der VfB auf Gegenwehr treffen. 



Parallel dazu spielt Hertha BSC bei Carl Zeiss Jena, ebenfalls aktuell in der Regionalliga unterwegs. Doch der Name ist ein größerer als beim Gegner des VfB Stuttgart, noch dazu wird in Jena eine gute Atmosphäre herrschen, denn das Ernst-Abbe-Sportfeld ist restlos ausverkauft. Die Hausherren schielen schon in Richtung Überraschung, denn Hertha startete alles andere als gut in die neue Saison und hat noch viel Luft nach oben. 

Gleich sechs Spiele finden um 15:30 Uhr statt. Genau das macht den Reiz des Pokals aus, es wird ordentlich zur Sache gehen. Große Namen treten in den Nachmittagsspielen an, darunter Borussia Dortmund. Der BVB, der sich zum Ziel gesetzt hat, auch in dieser Saison um einen Titel mitzuspielen, ist auswärts bei Schott Mainz gefordert. Der Regionalligist muss sich aber steigern, nachdem der Saisonauftakt mit 3:4 beim FSV Frankfurt verloren ging. Eine solche Defensivleistung kann gegen Dortmund tödlich sein. Insbesondere, weil der BVB in der Vorbereitung einige sehr gute Ansätze zeigte und im Spiel nach vorne überzeugen konnte. 

DFB-Pokal

(Photo by Christof Koepsel/Getty Images)

St. Pauli sollte bei Atlas Delmenhorst ebenso deutlich favorisiert sein wie Nürnberg bei Oberneuland und Leverkusen bei Teutonia 05. Werder Bremen haftet allerdings der Ruf an, bei ersten Pokalrunden gerne einmal unterhalb der eigenen Möglichkeiten zu performen. Im Auswärtsspiel bei Viktoria Köln sollte das vermieden werden, um nicht in die Bredouille zu geraten. Holstein Kiel spielt außerdem auswärts in Gütersloh, einem Regionalligisten, der mit nur einem Punkt aus zwei Spielen alles andere als gut in die Saison startete. 

DFB-Pokal: Mainz und Bochum müssen aufpassen

Ein Abendspiel gibt es am Samstag aufgrund des Supercups zwischen Bayern und Leipzig nicht, dafür finden um 18 Uhr noch drei Partien statt. Arminia Bielefeld spielt dabei gegen den VfL Bochum und das klingt wie ein Duell aus der Bundesliga. Vor etwas mehr als einem Jahr wäre das auch noch der Fall gewesen, doch die Gastgeber aus Bielefeld stiegen zweimal nacheinander ab. Vieles hat sich verändert, die Mannschaft wurde quasi komplett ausgetauscht und niemand weiß so richtig, was vom Team zu erwarten ist. 

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Entsprechend herrscht auch noch nicht die ganz große Euphorie auf der Alm, die vielleicht notwendig wäre, um den VfL Bochum vor Probleme zu stellen. Aber die ersten gewonnenen Zweikämpfe und Nadelstiche nach vorne könnten die Stimmung insgesamt schon wieder deutlich anheizen. Und dann hat die Alm das Potenzial, zu einem Favoritenschreck zu werden.

Komplettiert wird der Samstag vom Auftritt von Greuther Fürth auswärts beim Halleschen FC. Einfach wird das für die Fürther nicht, aber der Saisonstart verlief vielversprechend. Mainz 05 bekommt es auswärts mit Zweitligaaufsteiger Elversberg zu tun. Und auf dieses Spiel sollte vielleicht besonders geachtet werden, denn Elversberg spielte zu Beginn der Zweitligasaison mutig nach vorne, hat außerdem durch die ersten Pflichtspiele schon den Rhythmus, den Mainz noch sucht. Überraschung möglich? Definitiv, ja!

(Photo by Christof Koepsel/Getty Images)

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.


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