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90PLUS » „Ein Sechser im Lotto“: Viel Lob für Bayern-Coach Kompany
Bundesliga

„Ein Sechser im Lotto“: Viel Lob für Bayern-Coach Kompany

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22.02.26, 10:18
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Vincent Kompany wollte nach seinem denkwürdigen Plädoyer gegen Rassismus nicht weiter über das brisante Thema reden – dafür gab es aber für den Trainer von Bayern München Lob und Anerkennung von allen Seiten. „Mich hat das brutal berührt. Ich sehe jetzt schon seit 20 Monaten, was für ein großer Mensch, eine große Persönlichkeit er ist. Gestern hat er es der ganzen Welt gezeigt“, sagte Sportvorstand Max Eberl nach dem 3:2 (2:0) des deutschen Rekordmeisters gegen Eintracht Frankfurt.

„Vincent Kompany ist nicht nur auf dem Platz, sondern auch neben dem Platz ein super Typ, der tut uns so gut“, betonte Präsident Herbert Hainer bei Sport1. Er habe den 39 Jahre alten Belgier „schon ein paarmal als Sechser im Lotto bezeichnet“, so Hainer weiter. Dieses Statement sei „intelligent, wohlüberlegt und genau auf den Punkt“ gewesen: „Damit hat er viele aufgerüttelt, aber auch viel Mut gemacht.“ Ex-Trainer Christian Streich war bei Sky begeistert: „Unglaublich. Mir hat es vollständig die Füße weggezogen. Er ist ein großartiges Vorbild.“

Bayern-Trainer erhält Lob von allen Seiten

Auch aus der Mannschaft erfuhr Kompany viel Anerkennung. „Er ist nicht nur ein großartiger Taktiker und Trainer, er ist auch ein großartiger Botschafter“, betonte Superstar Harry Kane. Deshalb hätten die Stars „auch so eine starke Verbindung zu ihm. Er ist sehr ehrlich, sehr offen, er trägt das Herz auf der Zunge. Ich bin stolz, ihn als Trainer zu haben. Er ist ein großartiger Repräsentant des FC Bayern.“

Kompany hatte in einer Pressekonferenz am Freitag in einem zwölf Minuten langen Statement Vinicius Junior von Real Madrid nach dem Rassismus-Vorfall im Champions-League-Spiel bei Benfica Lissabon verteidigt und dabei auch Benfica-Trainer José Mourinho für dessen Kommentare im Nachgang scharf kritisiert. Gleichzeitig sprach sich Kompany aber auch generell für einen besseren Umgang innerhalb der Gesellschaft aus.

Für ihn sei es „eine Selbstverständlichkeit, dass wir so miteinander leben sollten“, sagte Eberl: „Dass das eben nicht die Regel ist, hat Vincent eindrucksvoll beschrieben. Und das kann keiner besser machen als er. Diese Rede steht für sich. Diese Rede ist herausragend. Unsere Aufgabe ist es, das jetzt so zu leben.“

Kompany wollte am Samstag nicht noch einmal darauf eingehen. „Ich habe alles dazu gesagt. Das war meine ganz spontane, ehrliche Meinung zu der Situation“, sagte er: „Ich glaube nicht, dass wir etwas gewinnen, wenn ich in den nächsten Tagen da noch mehr zu sage.“ Er „hoffe“ aber, so Kompany, „dass die Tür offen bleibt, damit wir daraus wachsen“.

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