Einzelkritik zu Bayern gegen Gladbach: Lainer fantastisch, nur wenige fallen ab

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Zum Rückrundenauftakt traf der FC Bayern zuhause auf Borussia Mönchengladbach. Am Ende einer intensiven Partie fuhr die Borussia einen glücklichen 2:1-Sieg ein. Die Einzelkritik zum Spiel.

Bayern gegen Gladbach: Die Noten zum Spiel

Der FC Bayern traf zum Rückrundenauftakt der Bundesliga auf Borussia Mönchengladbach. Vor allem beim Gastgeber fielen zahlreiche Spieler aus, aber auch die Fohlen waren durchaus geplagt von personellen Sorgen.

Die Benotung erfolgt wie in der Schule. Victor Catalina kümmerte sich um die Spieler des FC Bayern, Manuel Behlert benotet die Protagonisten von Borussia Mönchengladbach.

FC Bayern: Die Spielernoten

Sven Ulreich: Beim ersten Gegentor unglücklich, der Kopfball von Lainer war relativ unhaltbar. Zeichnete sich kurz vor der Pause mit einer starken Parade gegen Breel Embolo aus und verhinderte so das 1:3. Ansonsten gegen eine schwache Borussia ausschließlich als Aufbauspieler gefordert. Note: 2,5.

Joshua Kimmich: Aus der Quarantäne direkt in die Startelf und gewohnt als präziser Ballverteiler sowie Antreiber unterwegs. Vor der Pause noch Rechtsverteidiger. Im zweiten Durchgang zentral gefordert, weil zu wenig Gegenwehr im Mittelfeld herrschte. Mit einigen Highlights aber – nach zweimonatiger Pause – auch noch viel Streuung, zu viel Streuung. Note: 3,5.

Benjamin Pavard: Betonte in Interviews wiederholt, wie wohl er sich als Innenverteidiger fühlt. Zum Rückrundenauftakt durfte er auf seiner Lieblingsposition ran und machte seine Aufgabe hochanständig. Tackelte den einschussbereiten Florian Neuhaus im allerletzten Moment und verhinderte so das 1:3 vor der Pause. Ansonsten sicher und souverän im Zweikampf. Je nachdem, wer wann wieder zurückkommt, könnte er in Köln erneut als Innenverteidiger ran. Note: 2,5.

Niklas Süle: Ließ sich wenig zu Schulden kommen und machte mit seiner Schnelligkeit und Physis viele Gladbacher Konter zunichte. Bayerns Fels in der Brandung. Der Verein wäre gut beraten, ihn zu halten. Note: 2,5.

Marcel Sabitzer: Musste auf der ungewohnten Linksverteidigerposition ran. Nach ordentlichem Beginn baute der Neuzugang stark ab und konnte seine Seite nur selten dicht halten. Auch seine Flanken kamen zu selten an. Hat sich noch überhaupt nicht eingefunden. Note: 4,0.

Marc Roca (bis 75.): Über weite Teile der ersten Hälfte gegen eine inexistente Borussia mit vielen intelligenten, präzisen Zuspielen. Als er jedoch Gegenwehr bekam, wurde seine Schwäche im Zweikampf ersichtlich. Konnte nicht an die überzeugenden Auftritte vor Weihnachten anknüpfen. Note: 3,5.

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Photo by Sebastian Widmann/Getty Images

Jamal Musiala: Aufgrund eines Fehlers bei der Beflockung nach der Pause als „Tolisso“ unterwegs. 24 und 42 sind eben leicht zu verwechseln. Auch Julian Nagelsmann sagte nach dem Spiel, dass das defensive Mittelfeld nicht seine Lieblingsposition ist. Zog oftmals nach vorne und hatte zehn Minuten eine gute Gelegenheit, die Yann Sommer zunichtemachte. Blieb heute ein wenig unter seinen Möglichkeiten. Note: 3,0.

Serge Gnabry: Machte vor allem zu Beginn Betrieb über seine rechte Seite. Ließ früh eine gute Gelegenheit nach klasse Zuspiel Joshua Kimmichs verstreichen. Danach mit viel Engagement, aber auch relativ glücklos im Abschluss. Note: 3,0.

Thomas Müller: In Abwesenheit von Manuel Neuer Kapitän und wurde dieser Rolle jederzeit gerecht. Sein Pass vor dem 1:0 war genial wie wohltemperiert. Vergab nach der Pause eine gute Gelegenheit auf das 2:2. Sehr gutes Spiel, mit Ausnahme des Abschlusses. Note: 2,5.

Malik Tillman (bis 75.): Man merkte dem U21-Nationalspieler bei seinem Startelfdebüt in der Bundesliga die Nervosität deutlich an. Hatte zwar einige gute Ideen, aber auch zu viele Ballverluste. Einer davon führte zum 1:1 durch Florian Neuhaus. Nach der Pause etwas stabiler, leitete unter anderem Musialas Chance mit einem sehr guten Tiefenpass ein. Note: 4,0.

Robert Lewandowski: Sein Tor war Fußballkunst in Vollendung. Nico Elvedi und Yann Sommer wussten nicht, wie ihnen geschieht. Ballan- und -mitnahme in einer fließenden Bewegung. Der Abschluss wuchtig neben den rechten Pfosten. Allein, das reichte nicht, um Zählbares mitzunehmen. Vergab in der zweiten Hälfte noch eine Chance relativ fahrlässig und hatte Pech, dass sein abgefälschter Schuss an der Latte landete. Ansonsten wie gewohnt auch viel ins Aufbauspiel eingebunden. Note: 2,0.

Lucas Copado (ab 75.): Kam für Malik Tillman ins Spiel und konnte in einigen Situationen sein Talent im Dribbling unter Beweis stellen. Gehörte schon in der Sommervorbereitung zu den Münchener Lichtblicken. Note: 3,0.

Paul Wanner (ab 75.): Ersetzte Marc Roca und wusste trotz seiner erst 16 Jahre durchaus zu überzeugen. Viel unterwegs, egal ob im Mittelfeld oder auf den Außenbahnen. Spielte kurz vor Schluss einen herausragenden Steckpass auf Thomas Müller, den Robert Lewandowski in der Mitte nicht mehr verwerten konnte. Sollte sich die Personallage in den kommenden Tagen und Wochen nicht verbessern, könnte es durchaus sein, dass sein Name erneut auf dem Spielberichtsbogen zu sehen ist. Note: 2,0.

Julian Nagelsmann: Machte das Meiste aus der missratenen Personallage. Seine Mannschaft wusste über weite Teile des Spiels zu überzeugen. Vor allem nach der Pause erarbeitete sich der Rekordmeister eine ganze Reihe an guten Chancen, die nicht zwingend allesamt hinter dem Tor landen müssen. Konnte von außen fast nur mit taktischen Anweisungen Einfluss auf das Spiel nehmen. Personell waren ihm die Hände gebunden. Hatte trotzdem mit Copado und Wanner nochmal eine gute Idee, die sich nicht bezahlt machte. Seine Vorbereitung und Einstellung auf das Spiel waren jedoch nahezu optimal. Note: 2,0.

Borussia Mönchengladbach: Die Spielernoten

Yann Sommer: Früh gut gegen Lewandowski. Beim Gegentor zum 1:0 nicht mit Fehler, hätte den Ball aber an einem überragenden Tag halten können. In der zweiten Halbzeit dann mit seinen gewohnten starken Paraden. Note: 2,5

Tony Jantschke (bis 64.): Unauffälliges Spiel. Wenn er gefordert wurde, klärte er, notfalls auch einfach mit einem langen Ball aus der Gefahrenzone. Im Aufbau trat er allerdings weniger in Erscheinung. Note: 3

Nico Elvedi: Beim Gegentor nicht nahe genug an Lewandowski, der es aber auch überragend macht. Ansonsten etwas im Schatten von Ginter, der insgesamt häufiger einen Angriff zunichte machte. Note: 3,5

Matthias Ginter: Wenige Wackler im Spielaufbau, sonst mit gutem Stellungsspiel. Rettete vor der Pause auf der Linie. Auch in der zweiten Halbzeit mitunter sehr gut am Mann, wenn der FC Bayern eine Chance hatte. Note: 2,5

Stefan Lainer: Schiebt hoch raus, läuft früh an. Hatte früh gute Ballgewinne und war ein Störfaktor. Köpfte das 1:2 nach Eckball. Wie immer vor allem läuferisch bärenstark: Note: 2

Lainer Gladbach Bayern Tor

(Photo by Sebastian Widmann/Getty Images)

Christoph Kramer: Dirigierte nach schwieriger Anfangsphase viel. Vor allem nach dem Ausgleich griffig und häufig nahe am Gegenspieler. Legte eine Großchance von Embolo auf. Umtriebig im Mittelfeld, versuchte, Ruhe in das Spiel zu bekommen. Gut 15 Minuten vor dm Ende ausgewechselt. Note: 2,5

Manu Koné: Aktiver Beginn, tauchte mitunter aber etwas ab. Licht und Schatten, aber traute sich wie gewohnt viel zu. Die Momente, in denen er abtauchte, waren aber definitiv auch sichtbar. Note: 3,5

Luca Netz: Eher defensiv gefordert, hatte nach einer halben Stunde einen guten Freistoß als Vorlage für Ginter. Wurde sukzessive mutiger im Spiel gegen den Ball, schob höher raus. Im Endeffekt keiner der auffälligsten Spieler, aber das ist auch nicht negativ zu bewerten. Note: 3

Florian Neuhaus: Startete behäbig, wurde im Pressing dann aber agiler. Beim Ausgleich zum 1:1 schnell reagiert, Ball gut getroffen. Zeigte insgesamt endlich wieder mehr gute Momente und konnte sich für sein Engagement belohnen. Ausgewechselt nach 63 Minuten. Note: 2,5

Lars Stindl: Im Pressing häufig zu zaghaft. Wurde aber nach 25-30 Minuten mutiger und agiler. War in der Folge viel unterwegs, holte sich aber auch eine gelbe Karte wegen Meckerns ab: Note: 4

Breel Embolo: Anfangs wenig eingebunden, ließ sich dann immer häufiger nach hinten fallen. Kurz vor der Halbzeit mit gutem Abschluss. Viel Arbeit, produktiv war es nur selten, weil zu viele Konterchancen ungenau ausgespielt wurden. Note: 3,5.

Alassane Plea (ab 64. für Neuhaus): Lief in der Schlussphase noch einige Male sehr ordentlich an, offensiv kaum mehr in Erscheinung getreten. Note: 3,5

Jordan Beyer (ab 64. für Jantschke): Fügte sich gut in das Defensivspiel der Fohlen ein. Spielte ähnlich wie Jantschke zuvor unaufgeregt. Note: 3

Patrick Herrmann (ab 78. für Lainer): Keine Bewertung mehr.

Laszlo Benes (ab 78. für Kramer): Keine Bewertung mehr.

Marcus Thuram (ab 90. für Stindl): Keine Bewertung mehr.

Adi Hütter (Trainer): Hatte den Vorteil, von der Bank noch gestandene Optionen zu haben und nutzte diese. Entscheidung für Dreierabwehr zahlte sich aus, denn vor allem Netz und Lainer waren sehr agil und griffig. Note: 2,5

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