Bei Bayer 04 und dem FC Bayern prägte Michael Ballack den deutschen Fußball. Seine Karriere hätte jedoch ganz anders verlaufen können.
Im Sky-Format „Triple – Der Hagedorn Fußballtalk“ erzählte der ehemalige Kapitän der Nationalmannschaft, dass er 2002 auch zu Real Madrid hätte wechseln können. Damals hatte Ballack mit Bayer 04 Leverkusen das Finale der Champions League gegen die Königlichen knapp verloren und wurde auch in der Liga und im DFB-Pokal nur Zweiter mit der Werkself. Dabei war der Mittelfeldspieler einer der überragenden Spieler und konnte sich seinen neuen Arbeitgeber quasi aussuchen.
„Ich hatte 2002 ein Angebot, habe mich aber aus den verschiedensten Gründen für den FC Bayern entschieden“, sagte der 49-Jährige und erklärte, wieso er letzten Endes doch in München unterschrieb: „Das war viel Uli Hoeneß, der mich damals überzeugt hat. Die WM 2006 in Deutschland war ein Ziel für mich und daher war es eine Entscheidung pro FC Bayern.“
Ballack: „Bayern war eine super Zeit“
Bereut habe er diese Entscheidung nie, betonte Ballack: „Man taktet ja so eine Karriere nicht durch. Man denkt ja nicht: ‚In drei Jahren kannst du immer noch gehen‘. Ich wusste schon, dass das vielleicht nicht wiederkommt.“ 2004 habe er auch zu Barca gehen können, der Wechsel scheiterte jedoch. „Dafür hat sich dann zwei Jahre später das mit Chelsea ergeben“, erinnerte sich der Vizeweltmeister von 2002: „Ich bin sehr zufrieden mit meinen Entscheidungen, Bayern war auch eine super Zeit.“
Beim FCB blieb er vier Jahre, nach der WM im eigenen Land wagte Ballack den Schritt ins Ausland und wechselte zum FC Chelsea in die Premier League. Mit den Blues wurde er bis 2010 einmal Meister, dreimal FA-Cup-Sieger und gewann einmal den League Cup. Im Finale der Champions League 2008 unterlag Chelsea auf dramatische Art und Weise Manchester United im Elfmeterschießen. Ab 2010 verbrachte der heutige TV-Experte und Spielerberater die letzten zwei Spielzeiten seiner Karriere bei Bayer 04.

In der Nationalmannschaft war Ballack lange Kapitän und war ein wichtiger Faktor bei der WM 2002 und dem Heimturnier vier Jahre später. Die Endrunde in Südafrika 2010 verpasste er nach einem Foul von Kevin-Prince Boateng verletzt, nach dem Turnier fand er nicht zurück in die Auswahl.

