Leverkusen-Geschäftsführer Simon Rolfes kann die harsche Kritik von Uli Hoeneß am Schiedsrichter nicht nachvollziehen. Der Bayern-Ehrenpräsident hatte nach der Partie am Samstag deutliche Worte gefunden.
Nach dem Spiel Bayer Leverkusen gegen den FC Bayern München am vergangenen Samstagnachmittag war Schiedsrichter Christian Dingert das Hauptgesprächsthema. Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß sagte BILD nach der Partie: „Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe.“ Simon Rolfes, Geschäftsführer der Leverkusener, konterte nun bei Sky dieser Kritik.
Der Schiedsrichter stand unter anderem im Mittelpunkt, weil es neben dem zweifelsohne korrekten Platzverweis gegen Nicolas Jackson und dem richtigerweise aberkannten Tor von Jonathan Tah auch zwei kontroverse Entscheidungen gegen die Bayern gegeben hatte. Luis Diaz wurde wegen einer Schwalbe mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen und ein Treffer von Harry Kane wurde wegen eines vermeintlichen Handspiels des Engländers im Vorfeld nicht gegeben.
Rolfes: „Verstehe ich nicht“

Der Bayer-Geschäftsführer sagte zu der deutlichen Kritik von Hoeneß am Schiedsrichter: „Nein, verstehe ich nicht und sehe ich auch nicht so.“ Rolfes fügte hinzu: „Es gab Spielfluss, es gab Torraumszenen, es gab Zweikämpfe im Mittelfeld oder auf dem Platz. Da habe ich schon ganz andere Spiele erlebt, obwohl ich ein bisschen jünger bin.“
Dingert selbst hatte nach dem Spiel gesagt, dass er Gelb-Rot gegen Diaz im Nachhinein ebenfalls als zu hart einschätze. Für einen Elfmeter hätte der Kontakt mit Bayer-Keeper Blaswich zwar definitiv nicht gereicht, allerdings war das Fallen von Diaz dadurch kein klarer Täuschungsversuch. Die zweite Gelbe Karte wäre also nicht fällig gewesen. Die Bayern legten Einspruch gegen die Sperre des Kolumbianers ein, scheiterten damit jedoch am DFB. Damit muss der Rekordmeister am nächsten Spieltag gegen den 1. FC Union Berlin ohne seinen Flügelstürmer auskommen.
Stürmer Nicolas Jackson wurde hingegen nach seinem brutalen Foul gegen Martin Terrier für zwei Spiele gesperrt. Für den Senegalesen, der von Chelsea an den deutschen Rekordmeister ausgeliehen ist, war es bereits der dritte Platzverweis in den letzten zehn Monaten. Die vorherigen Roten Karten sah der Angreifer noch im Trikot der Blues.

