Hertha BSC | Bobic: „Spieler geben alles, aber allein“

Fredi Bobic, Geschäftsführer Sport bei Hertha BSC
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News | Herthas Geschäftsführer Sport Fredi Bobic hat in einem Gespräch mit DAZN den Trainerwechsel erklärt und zeitgleich die Spieler in die Pflicht genommen. 

Bobic mit Appell an Hertha-Fans: „Haltet es aus“

In dem Format Matchday Feature von DAZN hat sich Fredi Bobic (50), Geschäftsführer Sport von Hertha BSC, zur Entlassung von Pal Dardai (45), den Gründen dafür und zur aktuellen sportlichen Entwicklung der Mannschaft und des Vereins geäußert.

Zuerst erklärte Bobic, weshalb ein Trainerwechsel aus seiner Sicht notwendig war: „Wir sind nicht zufrieden mit der sportlichen Entwicklung und wollen da eine Veränderung sehen. Aber wir sind weit weg davon, dass wir irgendwo abgeschlagen sind. Wir haben eine intakte Mannschaft, die Orientierung und Struktur sucht.“

Neben der mangelnden Orientierung und Struktur beklagte der 50-Jährige das Fehlen von weiteren Eigenschaften. Er will, „dass die Mannschaft geschlossener und konstanter auftritt“, so Bobic und fügte an: „Die Leistungen in den Spielen waren extrem unterschiedlich.“

Die mannschaftliche Geschlossenheit fehlte ihm vor allen Dingen im Stadtderby bei der Niederlage gegen Union Berlin (0:2). Bobic beschrieb seine Eindrücke aus der Partie wie folgt: „Die Spieler der Mannschaft geben alles, aber sie geben alles allein. Und sie investieren es nicht in die Gruppe. Das zeigt sich im Zusammenspiel.“

Das Problem sah er jedoch nicht nur beim Trainer, auch die Profis nimmt Herthas Geschäftsführer in die Pflicht: „Ich habe auch den Spielern heute mit auf den Weg gegeben, dass ich mit ihnen nicht zufrieden bin und was ich von ihnen erwarte. Weil ich aber auch weiß, dass sie es können und Qualität haben.“

„Das ist eine sehr ordentliche Mannschaft, die nicht da stehen muss, wo sie jetzt steht“, fügte Bobic an. „Als ich hierhergekommen bin, habe ich gesagt, wir brauchen Stabilität, auch auf der Trainerposition. Das hat jetzt nicht funktioniert.“ Trotzdem sieht er den Verein nicht im Chaos versinken.

An die Hertha-Anhänger appellierte Bobic: „Haltet es aus. Wir leben in dunklen Zeiten und die Hertha hat gerade nicht das beste Image. Die Prozesse, die wir brauchen, um das zu drehen, haben begonnen. Ich habe schon viele positive Dinge gesehen, die sieht man von außen aber nur, wenn du gewinnst. […] Aber dieser Prozess dauert Zeit.“

„Niemand sollte erwarten, dass wir in Zeiten von Corona den Kader in einer Saison umdrehen. Beziehungsweise in einem Sommer. Ich habe keine 300 Millionen investiert, sondern Geld reingeholt. Nicht weil ich als Schwabe sparen will, sondern weil es notwendig war. Wir stehen schon wieder vor einem Lockdown und Geisterspielen.“

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Trotz möglicher Geisterspiele gab Bobic die Marschroute vor, bis zur Winterpause „so viele Punkte wie möglich zu holen, damit wir in Schlagdistanz und in einer guten Position für die Rückrunde sind.“

(Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images)

Gero Lange

Fußballbegeistert seit der Heim-WM 2006. Großer Fan von Spektakelfußball mit vielen schönen Toren, am liebsten aus der Distanz. Seit 2020 bei 90PLUS

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