Narey wird zum tragischen Helden: Bremen gewinnt in Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf Werder Bremen
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News | Die 2. Bundesliga hatte am Samstagabend erneut ein Topspiel im Programm. Fortuna Düsseldorf empfing den SV Werder Bremen und schien seine ansprechende Leistung kurz vor Schluss mit dem Ausgleich zu belohnen, doch das letzte Wort hatten die schließlich mit 3:2 siegenden Gäste.

Düsseldorf mit Vorteilen, Sargent trifft für Bremen

Trotz des 2:0-Erfolgs in Sandhausen veränderte F95-Trainer Christian Preußer seine Formation auf gleich fünf Positionen. Auf der Gegenseite verzichtete Markus Anfang auf den frischgebackenen Vater Anthony Jung sowie Felix Agu. Dafür rückten Marco Friedl und Romano Schmid in die Startelf. Die Anfangsphase verlief vor lautstarker Kulisse verhalten. Beide Mannschaften waren zunächst einmal um Kontrolle bemüht. Das Vorhaben setzten die Gastgeber besser um. Daher kamen sie in der 16.Minute zur ersten Tormöglichkeit. Khaled Narey köpfte freistehend infolge einer Flanke von Rouwen Hennings recht klar am Tor vorbei. Nur wenige Sekunden später musste Michael Zetterer einen Distanzschuss von Edgar Prib abwehren. Wiederum keine Minute darauf fand Hennings den in den Strafraum vorgestoßenen Jakub Piotrowski, dessen Versuch mit dem Schädel nur knapp neben den Kasten flog.

 

Im Anschluss an die Düsseldorfer Drangphase kam der SVW stärker auf. Niklas Schmidt bediente Niclas Füllkrug, seinen Schuss aus zehn Metern blockte Prib im letzten Moment ab (28.). Zuvor hatte Kristoffer Peterson per Volleyabnahme aus aussichtsreicher Lage verzogen. Das Chancenplus lag also eindeutig auf Seiten der Fortuna. Doch das Führungstor erzielte Bremen. Florian Kastenmeier klärte einen Schlenzer von Schmid nur unzureichend vor die Füße von Josh Sargent, der trocken ins kurze Eck vollendete – 0:1 (38.). Den Vorsprung nahmen die Gäste mit in die Halbzeitpause.

Fortuna Düsseldorf Werder Bremen

Photo: Imago

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Vogelwilde Schlussphase mit tragischem Helden Narey

Düsseldorf agierte nach Wiederanpfiff direkt sehr druckvoll. Nicht einmal 120 Sekunden waren vergangen, als Nareys Hereingabe den heranstürzenden und mit dem Spann ablenkenden Hennings erreichte – 1:1. Die Hausherren setzten nach. Sie belagerten den Werder-Strafraum. Aber dem Bundesliga-Absteiger gelang es, das Geschehen zu beruhigen, indem er wieder mehr Spielanteile sammelte. In der 64.Minute durfte er wieder jubeln. Ein von Schmidt getretener Eckball flog durch den Fünfmeterraum, Kastenmeier blieb auf der Linie stehen, sodass Sargent problemlos aus kurzer Distanz zum 1:2 einköpfte.

Coach Preußer reagierte auf den neuerlichen Rückstand und brachte mit Shinta Appelkamp sowie Dawid Kownacki zwei frische Offensivkräfte. Jedoch fehlte es in der Schlussphase an den zündenden Ideen im letzten Drittel des Spielfelds. Stattdessen hätte Agu beinahe einen Konter zur Vorentscheidung vollendet (77.). Somit besaß die Fortuna weiterhin die Gelegenheit, Zählbares mitzunehmen. Gefahr erzeugte jedoch nur noch eine Prib-Bogenlampe. Kastenmeier verhinderte in der 86.Minute sogar noch einen dritten Treffer von Sargent.

Eine Parade von hoher Bedeutung, denn in der dritten Minute der Nachspielzeit landete ein lang geschlagener Ball bei Narey, der zum umjubelten 2:2-Ausgleich ins lange Eck traf. Im direkten Gegenzug stand Narey erneut im Blickpunkt. Beim Klärungsversuch erwischte er Agu am Fuß, Schiedsrichter Daniel Schlager entschied auf Strafstoß. Maximilian Eggestein übernahm die Verantwortung und verwandelte zum 2:3-Siegtor (90+6.). Die folgenden 120 Sekunden bis zum Schlusspfiff überstanden die Gäste nämlich unbeschadet.

Damit feiert Werder Bremen den ersten Saisonsieg, der die herrschenden Zweifel im Umfeld etwas verringern könnte. In einer Woche wartet auf den SVW beim VfL Osnabrück im DFB-Pokal eine schwierige Aufgabe. 24 Stunden darauf tritt Fortuna Düsseldorf beim Oberligisten VfL Oldenburg an.

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(Photo: Imago)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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