Jamal Musiala, Offensivstar des FC Bayern München, steht nach seiner schweren Verletzung, die er bei der Klub-WM gegen PSG erlitten hatte, kurz vor dem Comeback. Im Januar soll es auf jeden Fall soweit sein, je nach Fitnesszustand.
Der Plan des Rekordmeisters sieht vor, ihn zunächst dosiert einzusetzen. Im Idealfall hat man dann im Februar mit nur einer englischen Woche die Zeit, ihn so richtig an das Topniveau heranzuführen. Dann wäre Musiala, wenn die heiße Phase der Saison beginnt, wieder so richtig mit dabei.
Er selbst muss dabei aber wohl gebremst werden, denn wenn es nach ihm geht, dann hätte er schon wieder auf dem Platz gestanden. Die Zurückhaltung des FC Bayern findet Lothar Matthäus aber genau richtig.
Matthäus-Rat an Musiala
„Jamal hat ein tolles Umfeld, eine tolle Familie und ein tolles Management. Sie wissen im Endeffekt genau, wie sie ihn beraten müssen. Er darf sich jetzt nur nicht selbst unter Druck setzen“; schrieb Matthäus nun in seiner Kolumne bei Sky.
Und weiter: „Jamal muss auch niemandem mehr etwas beweisen, sondern nur gesund werden, den Rhythmus finden und seine Erfolgserlebnisse haben – nicht nur mit der Mannschaft, sondern auch persönlich. Solche Momente brauchst du nach einer langen Verletzung natürlich, um noch mehr an dich zu glauben.“

Ganz dem Motto, dass in der Ruhe auch die Kraft liege, schätzt Matthäus die aktuelle Herangehensweise als ideal ein. „Er muss die Ruhe bewahren und darf nicht nervös werden. Konkurrenzkampf hin oder her – natürlich wird auch Musiala nichts geschenkt – aber mit dem Talent, mit der Qualität und mit der Erfahrung ist er ein unverzichtbarer Spieler für Bayern München, wenn man große Titel erreichen will“, schrieb der Rekordnationalspieler des DFB abschließend.
Klar ist: Musiala brennt auf Einsätze. Aber Geduld ist in diesem Fall wirklich die beste Tugend.

