Der FC Bayern feiert einen Traumstart ins neue Kalenderjahr. Zum Abschluss des 16. Bundesliga-Spieltags schossen die Münchner mit 8:1 den VfL Wolfsburg aus der Allianz Arena.
FC Bayern erwischt Traumstart – Mutiger VfL hält gut mit
Zum Auftakt ins Pflichtspieljahr 2026 gegen Wolfsburg musste Bayern-Coach Vincent Kompany unter anderem auf Joshua Kimmich verzichten. Dafür liefen Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof erstmals gemeinsam auf der Doppelsechs auf.
Die Wölfe mussten einen denkbar bitteren Start verkraften. Keine fünf Minuten waren von der Uhr, als Kilian Fischer eine Díaz-Flanke unglücklich ins eigene Tor beförderte. Bayern war gewohnt giftig im Gegenpressing, „Vorlagengeber“ Díaz verpasste nach starkem Zuspiel von Michael Olise das 2:0 (10.). Stattdessen trafen die Gäste aus Wolfsburg wenig später mit ihrer ersten Offensivaktion direkt zum Ausgleich: Konrad Laimer verschätzte sich bei einem Pass in die Schnittstelle und eröffnete somit Dzenan Pejcinovic die Möglichkeit, der frei vor dem wiedergenesenen Manuel Neuer cool blieb (13.).
Bayern hatte erwartungsgemäß viel Ballbesitz, doch der VfL leistete viel Laufarbeit und wusste mit schnellen Gegenstößen und auch der einen oder anderen Kombination zu gefallen. Die Münchner waren noch nicht ganz auf Betriebstemperatur, gingen aber nach einer halben Stunde erneut in Führung: Olise flankte an den Fünfmeterraum, wo Díaz im perfekten Moment einlief und per Kopf auf 2:1 stellte (30.). Für Olise war es im 50. Bundesliga-Spiel die 24. Torvorlage – seit Beginn der Datenerfassung in der Saison 2004/05 legte kein Neuankömmling im deutschen Oberhaus häufiger auf. Nach 39 Minuten verpassten erst Lennart Karl und im Nachschuss erneut Díaz das 3:1. So ging der Rekordmeister mit einer knappen Führung in die Pause.
Halbes Dutzend nach der Pause: FC Bayern feiert Kantersieg
Bayern kam mit viel Schwung aus der Kabine und hatte durch Bischof (47.) und kurz darauf Olise weitere Chancen, die Führung auszubauen. Letzterer ließ kurz darauf schließlich das 3:1 folgen: In typischer Manier zog Olise von rechts nach innen, ließ mehrere Gegenspieler stehen und schlenzte die Kugel ins lange Eck (50.). Auch am 4:1 kurz darauf war der Franzose entscheidend beteiligt: Gegen aufgerückte Wölfe ließ Olise Konstantinos Koulierakis stehen und legte anschließend in die Mitte, wo Moritz Jenz gegen den einschussbereiten Díaz klären wollte und dabei unglücklich ins eigene Tor traf (53.). Bei den Münchnern waren mittlerweile alle Sinne geschärft, nach überragenden Olise-Pass verpasste der bis dahin blasse Harry Kane seinen ersten Treffer des Tages (60.). Auf der anderen Seite verhinderte Neuer gegen Pejcinovic den Anschluss (66.).
Statt dass also nochmal Spannung in der Allianz Arena aufkam, machten es die Münchner im Gegenzug deutlich. Bei einem schnell ausgeführten Freistoß tauchte Kane plötzlich völlig frei vor dem gegnerischen Tor auf und legte uneigennützig auf den mitgelaufenen Raphael Guerreiro, der auf 5:1 stellte (68.). Nur eine Zeigerumdrehung später durfte der englische Torjäger auch selbst jubeln – und wie: Kane nahm von der linken Strafraumkante Maß und jagte die Kugel traumhaft und mithilfe des Aluminiums zum 6:1 in den Giebel.
Das halbe Dutzend war voll, doch es wurde noch bitterer für den VfL, der nach einer vorzeigbaren ersten Halbzeit jetzt regelrecht zerpflückt wurde. Nach einer Ecke setze Díaz nach und bediente rechts im Strafraum Olise, der zum 7:1 nachlegte (76.). Die Münchner ließen ihre Muskeln spielen, profitierten dabei aber auch von zunehmend nachlässig verteidigenden Wolfsburgern. Es war eine Halbzeit, in der alles zugunsten der Hausherren lief. Exemplarisch dafür stand das 8:1, das kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit fiel: Leon Goretzka erlief die Kugel rechts im Strafraum und profitierte bei seinem Schuss aus spitzem Winkel davon, dass Kamil Grabara die Kugel noch entscheidend abfälschte (88.). Das Tor wurde Goretzka zugeschrieben, der damit zum 50. Mal in der Bundesliga traf. Die einzige gute Nachricht aus Sicht der Gäste war, dass in der sechsminütigen Nachspielzeit nichts mehr passierte und es somit beim 8:1 blieb.

