Rot und Gelb-Rot: Umkämpftes 0:0 zwischen Köln und Stuttgart

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Spielbericht | In einer hitzigen und umkämpften Partie trennen sich der 1. FC Köln und der VfB Stuttgart unentschieden. Stuttgart hatte mehr Chancen, Köln die klareren Gelegenheiten. 

Der VfB Stuttgart bemühte sich am späten Sonntagnachmittag in Köln um den ersten Saisonsieg. Als Luca Pfeiffer in der 58. Spielminuten nach einem groben Foulspiel mit Rot des Platzes verweisen wurde, brach das Spiel ein wenig. Am Ende war es ein leistungsgerechtes Unentschieden, weil auch der 1. FC Köln bis auf gut ausgeführte Standards zu harmlos war.



Stuttgart bemüht, Köln nach Standards gefährlich

Der VfB Stuttgart erwischte einen besseren Start in die Partie. Gleich nach fünf Spielminuten musst der Kölner Torhüter Marvin Schwäbe erstmals eingreifen. Konstantinos Mavropanos schraubte sich nach einer Stuttgarter Ecke am höchsten und wuchtete den Ball per Kopf in Richtung des gegnerischen Tors. Schwäbe parierte, allerdings prallte Jeff Chabot mit dem griechischen Kollos Mavropanos zusammen. Ein Stück seiner Haut am Kopf platzte auf, nach einer kurzen Behandlung konnte Chabot aber mit Turban weiterspielen.

Wenig später lag der nächste Kölner am Boden. Mathias Olesen setzte gegen Mavropanos entschlossen nach und blieb dabei unglücklich am Gegenspieler und Rasen hängen. Der rechte Knöchel schmerzte, Olsen konnte nicht mehr weitermachen. Ondrej Duda kam in der 17. Spielminute aufs Feld.

Die Kräfteverhältnisse waren weiterhin unverändert. Stuttgart agierte mutiger und engagierter und kam in der 22. Spielminute zur ersten Großchance des Spiels. Chris Führich fand nach einem explosiven Antritt im Mittelfeld den startenden Silas. Aus 14 Metern kam dieser zum Abschluss, allerdings war Schwäbe auf der Höhe und wehrte den Ball sehenswert ab. Die Stuttgarter Angriffe wurden immer wieder von Führich initiiert und suchte Zielspieler Silas. Wenige Minuten später traf er das Außennetz, nochmal später scheiterte er ein weitere Mal am starken Schwäbe.

Und Köln? Die wurden vor allem nach Standards gefährlich. In der 37. Spielminute spielte Duda einen Freistoß flach und scharf an den Elfmeterpunkt, wo Jonas Hector völlig frei zum Abschluss kam. Hector wirkte beinahe selbst überrascht von dieser Freiheit und säbelte über das Leder. Kurz vor der Halbzeit fand Hector mit einem scharfen Eckstoß Chabot frei am Fünfmeterraum. Überlegt köpfte er den Ball gegen die Laufrichtung von Stuttgart-Torhüter Florian Müller. Er konnte nichts gegen den Kopfball ausrichten, doch Mavropanos stand golfrichtig und klärte kurz vor der Linie.

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Emotionen, Gelb-Rot und Rot

Beide Teams kamen schwungvoll aus der Kabine. Für die Stuttgarter war es mal wieder Silas, der nach einem cleveren Laufweg vor dem gegnerischen Tor auftauchte aber wieder an Schwäbe scheiterte. Zwei Minuten später versuchte es dann erneut Silas, diesmal aus der Distanz, aber wieder war Schwäbe zur Stelle. Stuttgart, das spürte man in dieser Phase, wollte unbedingt die drei Punkte aus Köln entführen. Und die Hoffnung war groß, bis zur 56. Spielminute.

Völlig unnötig rauschte Luca Pfeiffer in einem Zweikampf mit Timo Hübers zu später heran und traf den Kölner mit der Sohle voraus am Sprunggelenk. Das Stadion tobte und Schiedsrichter Osmers zückte auf der Stelle die rote Karte. Stuttgart musste die restliche halbe Stunde in Unterzahl spielen.

(Photo by Christof Koepsel/Getty Images)

Das Spiel wurden nach diesem Schockmoment zunehmend emotionaler. Beschwerden beim Schiedsrichter wurden im minütlich eingereicht, auch in der 69. Spielminute, als die Stuttgarter nach einer unübersichtlichen Szene im Kölner Strafraum einen Elfmeter forderten. Mavropanos war zu Boden gegangen, aber der Schiedsrichter Osmers und der VAR entscheiden sich gegen einen Pfiff. Dies brachte Pellegrino Matarazzo so sehr auf, dass er erst aufhörte mit Osmers zu schimpfen, als er ihm die zweite gelbe Karte zeigte und ihn damit aus dem Innenraum verwies.

Der Kampf, den beide Mannschaften bis zur letzten Minute an den Tag legte, war der Qualität des Spiels nicht gerade zuträglich. Es gab kaum Chancen, kaum sehenswerte Kombinationen, kaum mutige Vorstöße. Stattdessen: Zwei Mannschaften, die mit einem Punkt zufrieden waren – und sich schlussendlich 0:0 trennten.

(Photo by Christof Koepsel/Getty Images)

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