Torspektakel in der Veltins-Arena – Augsburg gewinnt auf Schalke in Unterzahl

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News |  Zum Abschluss des 8. Spieltags der Fußball-Bundesliga trafen mit dem FC Schalke 04 und dem FC Augsburg zwei Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte aufeinander. In einer intensiven, kurzweiligen Begegnung konnten sich die Gäste aus der Fuggerstadt mit 3:2 durchsetzen.

FC Augsburg eiskalt, Schalke zeigt Moral

Nach zwei Siegen in Folge, u. a. ein sensationelles 1:0 gegen den FC Bayern München, reisten die euphorisierten Gäste aus Augsburg mit einer großen Portion Selbstvertrauen nach Gelsenkirchen. Trainer Enrico Maaßen vertraute an diesem Sonntagabend seiner Siegerelf aus dem Duell mit dem Rekordmeister. Sein Gegenüber Frank Kramer veränderte seine Anfangsformation im Vergleich zur 0:1-Derbyniederlage bei Borussia Dortmund auf zwei Positionen und entschied sich für die Doppelspitze aus Sebastian Polter und Simon Terodde. Die Königsblauen gingen mit der Zielsetzung ins Spiel, sich mit einem Erfolg ein Vier-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge anzulegen.

Im Duell der beiden Mannschaften mit der schlechtesten Passquote der Bundesliga entwickelte sich zunächst eine hektische Anfangsphase mit leichten Ballbesitzvorteilen für die bayerischen Schwaben. Die Gäste waren es auch, die in der 9. Minute mit der ersten Tormöglichkeit direkt etwas Zählbares auf das Tableau brachten. Nach Andre Hahns Flanke von der rechten Außenposition war es Ermedin Demirović, der sein Team mit einem gekonnten Schlenzer ins lange Eck in Führung brachte. Von diesem Tiefschlag ließen sich die Gastgeber aber nicht verunsichern und kamen ihrerseits durch Tom Krauß‘ und Dominick Drexlers Abschlüsse (14., 16.) zu Möglichkeiten. Doch die Fans in der ausverkauften Veltins-Arena mussten mit ansehen, wie ihre Mannen, mitten in diese Drangphase hinein, eiskalt ausgekontert wurden. Erneut war das kongeniale Duo aus Hahn und Demirovic für die Entstehung und Vollendung des zweiten Augsburger Treffers in der 21. Minuten verantwortlich.

Den präzisen Diagonalball aus der eigenen Hälfte bugsierte der bosnische Nationalspieler am machtlosen Alexander Schwolow vorbei ins Schalker Gehäuse – sein bereits vierter Saisontreffer. Kramers Elf ließ aber auch nach dem 0:2 Moral und Einsatz nicht vermissen, und belohnte sich verdientermaßen in der 33. Minute mit dem Anschlusstreffer. Einen Doppelpass mit Dominik Drexler verwertete der 34-jährige Terodde im Stile eines Torjägers. Die Bedeutung der Partie für beide Seiten war jederzeit spürbar. Symptomatisch eine Rudelbildung, die durch eine Rangelei zwischen dem Schalker Torschützen und dem Augsburger Elvis Rexhbecaj unmittelbar nach dem 1:2 ausgelöst wurde.

Hier geht es zur aktuellen Tabelle der Bundesliga 

Hahn wird zum Matchwinner

Zu Beginn des zweiten Durchgangs direkt der nächste Wehrmutstropfen für den FC Schalke 04. Neuzugang Sepp van den Berg verletzte sich ohne Gegnereinwirkung womöglich schwer am Knöchel und musste vom Feld getragen werden (50.). Die Königsblauen versuchten fortan mehr Kontrolle über das Spielgeschehen zu erlangen, doch leichte Abspielfehler und Ungenauigkeiten kennzeichneten oftmals die Offensivbemühungen. Besser machten es die Gastgeber jedoch in der 63. Minute. Nach einer schnellen Umschaltsituation bediente Drexler den hinterlaufenden Krauß und dieser krönte seine engagierte Leistung mit dem Treffer zum 2:2. Das Gelsenkirchener Stadion glich in der Folge einem Tollhaus, in dem die Anhänger ihre Farben frenetisch unterstützten.

Der FC Augsburg schwächte sich kurz darauf in Person von Mërgim Berisha zudem selbst. Seinen Ellenbogeneinsatz gegen den Japaner Maya Yoshida bestrafte der Unparteiische Daniel Schlager regelkonform mit der Gelb-Roten Karte (70.). Doch trotz Unterzahl war es Maaßens Mannschaft, die das nächste Highlight setzen konnte. In der 77. Minute verwertete Hahn eine maßgeschneiderte Flanke Robert Gumnys per Kopf – sein dritter Scorerpunkt an diesem Abend. Es sollte das i-Tüpfelchen einer mitreißenden Begegnung bleiben, die am Ende mit dem FC Augsburg den clevereren, nicht unverdienten Sieger fand.

(Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)

Steven Busch

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